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Pioneer CDJ900 Test

Pioneers CDJ-900 ist ein anwenderfreundlicher Multiformat-Tabletop, der Spaß macht. Der Player liest Audio-CDs, dazu MP3, AAC, WAV und AIFF vom Silberling oder USB-Speicher. Bis zu vier Einheiten lassen sich per RJ45 und optionalem Hub verbinden und greifen im Kollektiv auf den gleichen Datenbestand zu. Das Gehäuse ist zwar leider komplett aus Kunststoff, die Verarbeitung insgesamt jedoch sehr solide. Der Testkandidat profitiert vom klaren Oberflächenlayout. Laufwerk, Jogdial und Bedienelemente arbeiten ausgezeichnet, die Lesezeiten sind zudem ziemlich schnell. Das neue abgewinkelte Display sorgt nicht nur für mehr Übersicht, es ist obendrein zweigeteilt, wobei der untere Part den DJ mit CD-typischen Informationen versorgt und der obere Teil hauptsächlich zur Navigation auf den Medien genutzt wird. Mit einem Push-Encoder und Direktzugrifftasten an der Seite gestaltet sich dies sehr effizient. Das extragroße Multifunktions-Jogdial hat ordentlich Grip und kommt schon nah ans viel zitierte Vinyl-Feeling heran. Überdies lassen sich Anlauf- und Bremszeiten individuell anpassen. Die Tonhöhenkorrektur arbeitet in einem Rahmen von drei bis fünf Prozent artefaktfrei. Der Slip-Mode ist eine sehr interessante Bereicherung, gerade in the Mix mit einem zweiten Track. CDJ900 besitzt eine sehr intuitive Cue- und Loopverwaltung von bis zu zehn Punkten pro Song, kann aber leider nicht mit den drei Hotcuebänken des 2000-ers aufwarten. Manuelle und automatische, wahlweise sogar quantisierte Loops bereichern den kreativen DJ, festgelegte Cut-Intervalle auf Knopfdruck lassen es ordentlich krachen. Die Recordbox Software trägt dazu bei, den Umgang mit Wechseldatenträgern im Clubeinsatz noch effizienter zu gestalten, denn sie packt dem Akteur Tempoinformationen, Wellenformdaten, Cuepoints, Loops und ein Beatgrid für die Synchronisation mit auf den Stick oder die Festplatte. DVS-User kennen das zum Teil schon seit Jahren, für CDJ-DJs ist dies aber ein absoluter Zugewinn. Ein Knackpunkt ist der etwas hohe Preis. Bei 1299 Euro kommt der Proband eher im Premium-Club zum Einsatz und wird daher vielen Scheibendrehern vorenthalten bleiben, die nicht dort spielen oder nicht bereit sind, rund 2500 Euro für ein komplettes CDJ-Bundle auszugeben. Das ist allerdings seit jeher ein Markenzeichen der Pioneer-Spitzenmodelle. Wer nicht so viel zahlen will und trotzdem in den Genuss von HID kommen möchte, könnte alternativ einen CDJ-400 oder Denon CD-1200 in Erwägung ziehen. Wer mit eingeschränktem Budget nach Effekten sucht und Loop-Funktionen nutzen will, der sollte einen Blick auf den Numark-Player NDX-800 werfen. Wer jedoch die Kohle hat und den neuen digitalen Pioneer-Workflow für sich adaptieren will, der kann standesgemäß zuschlagen, denn Leistung und Qualität stimmen.

Unser Fazit:

Sternbewertung 4,5 / 5

Pro

  • Multiple Betriebsmodi (CD, Link, MIDI, USB)
  • Nativer Betrieb mit HID-Unterstützung der führenden DJ-Programme
  • Digitaler Workflow dank USB-Speicherung der Analysedaten
  • Link-Betrieb mehrerer Einheiten
  • Effizientes abgewinkeltes Zwei-Zonen-Display
  • Präzises & großes Jogwheel
  • 100 mm langer Pitchfader
  • Liest AAC, AIFF, MP3 und WAV
  • Übersichtliches Layout
  • Gut klingendes Audio-Interface
  • Neuer Slip-Modus
  • Quantisierung
  • Loops, Autoloops und feste Intervalle
  • Intuitives Cuepoint-System
  • Liest iPod-Tags
  • Intuitive Rekordbox-Software enthalten

Contra

  • Hoher Preis
  • Hotcue-Punkte nicht am Player abrufbar
  • Kein Support von iPhone & iPod-Touch
  • Kunststoffgehäuse
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Pioneer CDJ900 Test
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von Peter Westermeier

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