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Palmer Triline Test

Praxis

An der Ausstattung gibt es absolut nichts zu bemängeln, und über die Tourtauglichkeit brauchen wir ebenfalls kein Wort zu verlieren. Aber wie steht es mit der Klangneutralität des Triline? Bevor wir die unter die Lupe nehmen, gibt es noch eine Kleinigkeit zu berichten, die auf den ersten Blick nicht ins Auge fällt: Der Triline arbeitet mit zwei Verstärkervorstufen, die das Signal natürlich noch etwas aufblasen können. Werkseitig ist der Splitter zwar auf Unity-Gain eingestellt, aber es besteht die Möglichkeit, den Ausgangspegel noch um bis zu ca. 10 dB zu erhöhen. Falls es der Akustikgitarre beispielsweise an Druck mangelt oder der Amp vielleicht doch noch etwas heißer angefahren werden soll, kann man das Ganze entsprechend anpassen. Die dazugehörigen Potis sind von der Unterseite her zugänglich und mit einem kleinen Schlitz-Schraubendreher zu verstellen.

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In unserem Test zur Klangwiedergabe hat diese Möglichkeit natürlich keinen Platz und bleibt neutral – wir wollen wissen, inwieweit sich der Klang verändert, wenn der Triline zwischen Gitarre und Amp geschaltet ist. Hierzu habe ich zuerst das Direktsignal aufgenommen, also die Gitarre direkt in den Verstärker gespielt. Anschließend wurde der Triline zwischengeschaltet und die Ausgänge A, B und auch der Tuner-Out aufgenommen, denn rein theoretisch könnte der ja auch noch einen dritten Verstärker füttern. Er ist zwar nicht wirklich dafür vorgesehen, aber wissen wie es klingt wollen wir trotzdem.

Audio Samples
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Direct Out A Out B Out Tuner

Im Vergleich zum direkten Signal „verursacht“ der Triline eine leichte Absenkung in den unteren Mitten, der Sound ist nicht mehr ganz so warm wie vorher. Auch die Höhen sind leicht angehoben. Wir bewegen uns hier zwar schon im mikroskopischen Bereich, aber in diesem Test geht es ja  darum, genau hinzuhören. Fairerweise muss man aber sagen, dass es Verluste dieser Art bei fast allen Splittern im Test gab. Letztendlich ist es eine individuelle Entscheidung, wie weit der Grundsound durch das Einbinden entsprechender Zusatztools verändert werden darf.
Beim Tuner-Ausgang wird das Signal noch etwas stärker beeinflusst, sodass ich ihn tatsächlich nicht für das Einbinden eines dritten Amps nutzen würde. Aber das wird vom Hersteller auch nicht empfohlen, fällt hier also eher in die Rubrik „Neugierde“ – natürlich außer Konkurrenz!
In der zweiten Disziplin, der Brummschleifenbekämpfung, schließt der Triline tadellos ab. Durch die bauseitige galvanische Trennung der beiden Ausgänge gibt es keine Probleme, und falls doch mal etwas sein sollte, ist man mit den drei Masse-Schaltern bestens gerüstet.

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