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Paiste Signature Mellow Cymbals 2019 Test

Praxis

Klar, aber nicht scharf ertönen die Mellow Crashes

Am Drumset konzentriere ich mich zunächst auf die drei Mellow Crashes. Meine erste Frage war natürlich, was der Zusatz „Mellow“ denn klanglich genau bedeutet. Die ersten Anschläge machen zunächst einmal klar, dass die Becken ein volles Frequenzspektrum besitzen und schnell ansprechen. „Trashige“ Klanganteile sind absolut keine vorhanden, stattdessen blenden die Becken schnell und brillant auf und verklingen mit dem typischen, leicht silbrig knisternden Paiste Signature Charakter. Im Vergleich mit dünnen, stark gehämmerten und oftmals roh aussehenden Crashes türkischer oder amerikanischer Herkunft, klingen die Mellows deutlich brillanter und „kompletter“. Im Rahmen der Signature-Serie (Ausnahme: Dark Energy und Traditionals) wirken sie jedoch nach oben hin eindeutig milder und – tatsächlich – weicher als beispielsweise die Full- oder gar die Power Crashes der Reihe. Nacheinander angespielt, fällt sofort die – für Paiste typische – exzellente tonale Abstimmung auf. Wer mehrere dieser Becken am Set einsetzt, kann sich also darauf verlassen, dass die Intervalle stimmen. Als Einsatzgebiet würde mir sofort der weite Bereich der Popmusik einfallen sowie viele Recording-Anwendungen, in denen eben nicht der belegt-trashige, sondern ein brillanter, aber nicht scharfer Klang gewünscht wird. 

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Alle Crashes – solo Alle Crashes – im Set
12_Paiste_Mellow_praxis_crash
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16″ Crash – solo 16″ Crash – im Set 17″ Crash – solo 17″ Crash – im Set 18″ Crash – solo 18″ Crash – im Set

Soft, aber silbrig klingt auch das Ride

Dass das 20er Ride dieselben Gene besitzt wie die Crashes, wird schon bei den ersten Schlägen deutlich. Es wirkt absolut klar und artikuliert, ist dabei aber weder besonders laut, noch erzeugt es Frequenzen, die im Ohr schmerzen. Gleichzeitig würde ich seine Charakteristik als „glockig“ bezeichnen, die große Kuppe besitzt dank ihrer sauberen, mittigen Tonalität eine gute Durchsetzungskraft, sofern es nicht zu laut wird. Auf dem Profil gespielt, entfaltet sich wieder der gleiche silbrige Ton wie bei den Crashes. Im Set gespielt, ergibt sich eine absolut homogene Einheit. In puncto Crashbarkeit fällt es jedoch etwas ab, zumindest im Vergleich mit leichteren Rides. Die klare Tonalität fordert hier ihren Tribut. 

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20″ Ride – solo 20″ Ride – im Set
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