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Native Instruments Maschine MK2 Test

Fazit

Ich mag ja Sätze wie „Maschine MK2 ist die beste Maschine, die es jemals gab“ überhaupt nicht. In diesem Fall ist es aber schwierig, irgendetwas anderes zu schreiben. Hardwareseitig wurde mit der neuen Master-Sektion, dem invertierten Display und vor allem den mehrfarbigen Tastern behutsam, nichtsdestoweniger aber sinnvoll renoviert. Im Bereich der Software ist das Paket nun dank der Bündelung mit Massive und Komplete Elements zu einer vollwertigen Produktions-Workstation herangereift. Auch und besonders aufgrund der bereits mit Version 1.6 erfolgten Integrationsmöglichkeit von Plug-Ins. Gerade Massive erweist sich in Verbindung mit der klugen Drag’n’Drop-Exportfunktion als idealer Counterpart, um in Höchstgeschwindigkeit klanglich und stilistisch zeitgemäß verfrickelte Pattern am laufenden Band zu zaubern.Was die Maschine-Software selbst angeht, hat sie mit den Modulen Transient Master, Tape-/Tube-Saturator und dem neuen, bislang schmerzlich vermissten Timestretching/Pitchshifting drei weitere Werkzeuge im Arsenal, die sich im Umgang mit Drum-Sounds und Loops als überaus mächtig erweisen. Perfekt ist Maschine damit allerdings noch nicht. Besonders im Stand-Alone-Modus, der von NI immer gerne als ideale Live-Performance-Plattform vermarktet wird und im Prinzip auch bestens dafür geeignet ist, vermisse ich: die Möglichkeit, externe Controller-Hardware einzubetten sowie einen dezidierten Performance-Modus, in dem sich beispielsweise die Potis unabhängig vom aktuellen Kontext auf Parameter adressieren lassen. Das wiegt in der Summe allerdings nicht so schwer, als dass es den Spitzenplatz, den sich das Maschine-Konzept in Bezug auf Workflow, Leistungsfähigkeit und Klang zwischenzeitlich erarbeitet hat, ernsthaft gefährden könnte. Dank der erfreulichen Update-Politik im Hause NI dürfte nun auch die Stunde der Schnäppchenjäger schlagen. Denn wer auf die (zugegebenermaßen sehr hübschen und übersichtlichen, aber nicht zwingend erforderlichen) Multicolor-Pads und die neu aufgeräumte Master-Sektion verzichten kann, der dürfte jetzt gute Chancen haben, den Vorgänger samt Software günstig zu ergattern. Und wer ohnehin eine Neuanschaffung plant, der bekommt mit der Kombination aus MK2-Hardware und 1.8-Software ein durchdachtes und leistungsfähiges Verbundsystem, dass dem selbstgesteckt Ziel, ein „Groove Production Studio“ zu sein, mehr als gerecht wird und sich mittlerweile auch für höhere Aufgaben als die reine Rhythmus-Kreation empfiehlt. Ein halbes Motivations-Sternchen lasse ich dennoch im Soll stehen, erstens um zum Ausdruck zu bringen, dass da noch ein Drumstick-breit Luft nach oben ist und zweitens als Reserve für die kommende, glatte zweinuller Versionsnummer.

Unser Fazit:
Sternbewertung 4,5 / 5
Pro
  • innovativer Ansatz
  • integriertes System
  • leistungsfähiges Gesamtkonzept
  • hochwertige, praxisgerechte Hardware
  • durchdachtes Softwarekonzept
  • schneller Workflow
  • umfassende, klanglich und stilistisch exzellente Sound Library
  • kein Mapping erforderlich
  • Klang und Ausstattung der Effektprogramme
  • verschiedene Sample-Engines zur Auswahl
Contra
  • keine externen Fremd-Controller im Stand-Alone-Modus
  • keine Skalen im Keyboard-Pad-Modus
  • Potentiometer nicht fest zuweisbar
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Native Instruments Maschine MK2 Test
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von Numinos

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