Kala U-Bass Nomad Test

Mit dem Nomad schickt Kala einen U-Bass ins Rennen, bei dem der Fokus kompromisslos auf das Wesentliche gerichtet ist. Als günstigstes Modell der U-Bass-Familie positioniert sich der Nomad als attraktiver Einstieg in die faszinierende Welt der Bass-Ukulelen, ohne dabei auf den typischen, erstaunlich voluminösen U-Bass-Sound verzichten zu müssen. Der in Fernost gefertigte Vertreter der Acoustic-Electric-Serie besteht vollständig aus Mahagoni und ist mit einem Piezo-Tonabnehmer samt aktiver Elektronik ausgestattet, die neben einem Dreiband-EQ auch ein integriertes Stimmgerät an Bord hat. Ob Kalas bewusst reduziertes No-Frills-Konzept in der Praxis aufgeht und wie sich der Nomad klanglich schlägt, klärt der folgende Test.

Kala U-Bass Nomad
Kleiner Bass ganz groß: Der Kala U-Bass Nomad im Test

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Unser Fazit:
4,5 / 5
Pro
  • voluminöser Sound mit akustischer Note
  • integriertes Stimmgerät
  • sehr leicht zu transportieren
  • ordentliche Verarbeitung
  • günstiger Preis
  • inklusive Gigbag
Contra
  • gewöhnungsbedürftige Handhabung
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Kala U-Bass Nomad Test
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Kala U-Bass Nomad – das Wichtigste in Kürze

  • Kalas U-Bass-Einstiegsmodell
  • schlicht-funktionales Äußeres
  • sehr geringes Gewicht
  • gut abgestimmte Elektronik mit 3-Band-EQ
  • integriertes Stimmgerät
  • Ausstattung mit Aquila Thunderblack Saiten

Kala U-Bass Nomad: leicht, schnörkellos, preisgünstig

Der Nomad versteht sich als preisgünstiges Einstiegsmodell der U-Bass-Serie, auf eine Gigbag muss man deswegen allerdings nicht verzichten. Die leicht gepolsterte Tasche ist mit Rucksackriemen und einer Fronttasche ausgestattet und bietet ausreichend Schutz für den Transport in den Proberaum oder zum Gig.

Optisch gibt sich der Nomad betont zurückhaltend und verzichtet konsequent auf jegliche dekorativen Spielereien. Keine Bindings oder dekorativen Intarsien – stattdessen ein nüchtern-funktionaler Auftritt, der den puristischen Ansatz unterstreicht.

Mit gerade einmal 1,2 kg kann man den Kala U-Bass durchaus als Fliegengewicht bezeichnen; entsprechend kompakt fallen auch seine Maße aus: Rund 75 cm Gesamtlänge inklusive Gurtpin und lediglich 26 cm Korpusbreite unterstreichen den extrem handlichen Charakter des Instruments. Die Mensur liegt denn auch bei gerade einmal 53 cm und damit deutlich unter den gewohnten Dimensionen eines klassischen E-Basses – eine Longscale-Mensur misst bekanntlich stolze 86,4 cm!

Kala U-Bass Nomad
Fotostrecke: 4 Bilder Während Bassukulelen ohne Größenrelation aus der Ferne noch …

Aus welchen Hölzern besteht der Kala U-Bass Nomad?

Sowohl der Korpus als auch der Hals bestehen vollständig aus Mahagoni, dessen rötlich schimmernde Maserung durch das dezentes Satin-Finish gut zu erkennen ist. Als Griffbrettmaterial kommt Palisander um Einsatz, bestückt mit 16 sauber eingesetzten Bünden sowie runden Positionsmarkierungen.

Der Halspannstab sitzt am Griffbrettende und ist durch das Schalloch leicht zugänglich, falls die Krümmung mal korrigiert werden muss. Erwähnenswert ist zudem, dass Kala den Nomad ausschließlich in einer bundierten Ausführung anbietet – wer eine Fretless-Variante sucht, muss zum etwas teureren Scout-Modell der Mahagoni-U-Bass-Serie greifen.

Kala U-Bass Nomad
Fotostrecke: 3 Bilder Der rötlich schimmernde Mahagoniton …

Mit welcher Hardware ist der Kala U-Bass Nomad ausgestattet?

Für eine Bass-Ukulele ist per se keine opulente Hardware-Ausstattung erforderlich, und so setzt Kala beim Nomad auf zweckmäßige, ordentlich verarbeitete Komponenten. Auf der kompakten Kopfplatte verrichten vier Druckgussmechaniken aus eigener Fertigung zuverlässig ihren Dienst.

Die Saiten werden über einen NuBone-Sattel von Graph Tech geführt und am Korpusende in einem Palisandersteg mit Einlage aus Kunststoffmaterial gelagert.

Kala U-Bass Nomad
Fotostrecke: 2 Bilder Ein Blick auf die Stimmechaniken, die …

Welche Saiten verwendet Kala beim U-Bass Nomad?

Bespannt ist der U-Bass mit Aquila Thunderblack Saiten aus dem eigens für Bass-Ukulelen entwickelten elastischen Thundergut-Material. Aufgezogen werden sie über eine Öffnung auf der Korpusrückseite, die durch eine verschraubte Abdeckung geschützt ist.

In der Praxis dürfte ein Saitenwechsel allerdings nur selten notwendig werden, da die flexiblen Saiten bei normalem Umgang äußerst reißfest sind und ihre klanglichen Eigenschaften über einen langen Zeitraum – in der Praxis reden wir hier durchaus von mehreren Jahren – hinweg bewahren.

Kala U-Bass Nomad
Fotostrecke: 2 Bilder Die Saiten von Bassukulelen sind naturgemäß …

Kala U-Bass Nomad: Pickupsystem und Elektronik

Für die elektrische Abnahme sind Piezo-Elemente in der Brücke und ein kleiner Preamp mit Dreiband-Equalizer zuständig. Der Preamp sitzt in der oberen Zarge, sodass alles Regler bequem zugänglich sind. Der Sound lässt sich über drei Regler zur Anpassung von Bass-, Mitten- und Höhen formen, und für die Lautstärke ist der Volume-Regler zuständig.

Ein sehr nützliches Feature ist zudem das zusätzlich integrierte chromatische Stimmgerät, das per separatem Schalter aktiviert wird und welches auf einem kleinen Display Tonname und Abweichung anzeigt.

Die Stromversorgung übernehmen zwei CR2032-Knopfzellen, die in einem eigenen Batteriefach an der unteren Zarge direkt neben der Klinkenbuchse untergebracht sind. Neigt sich die Batterieleistung dem Ende entgegen, macht eine LED im Bedienpanel rechtzeitig darauf aufmerksam.

Unterm Strich muss ich sagen: An der Verarbeitung des Kala Nomad FS gibt es rein gar nichts zu meckern. Hardware und Elektronik funktionieren einwandfrei und auch handwerklich ist bei meinem Testmodell alles in Ordnung – keinerlei ungenaue Spaltmaße, scharfe Kanten oder unsaubere Übergänge trüben hier den guten Eindruck!

Kala U-Bass Nomad
Fotostrecke: 6 Bilder Unter der Brücke des U-Basses …

Bass-Ukulelen und das Thema „Tuning“

Die Handhabung des Kala unterscheidet sich deutlich von der eines herkömmlichen Basses – und das fällt bereits beim Stimmen auf. Gerade beim ersten Durchgang ist etwas Geduld gefragt, da die flexiblen Thundergut-Saiten zunächst massiv im Tuning nachgeben und sich erst einmal setzen müssen. Es kann daher vorkommen, dass man eine Mechanik tatsächlich mehrere Male um die eigene Achse drehen muss, bis sich die Tonhöhe überhaupt mal verändert. Auch während der folgenden Tage ist dann noch ein häufiges Nachstimmen nötig, doch mit der Zeit wird das Ganze stabiler, bis die Stimmung irgendwann größtenteils hält.

Als überaus praktisch erweist sich dabei das integrierte Stimmgerät, das sicherlich nicht zu den exaktesten Exemplaren seiner Art gehört, für den Einsatzzweck einer Bass-Ukulele jedoch vollkommen ausreicht.

Kala U-Bass Nomad
Anfangs muss man an den kleinen Mechaniken schon ordentlich kurbeln, bis die Gummisaiten in Stimmung gebracht sind!

Wie ist das Handling der Kala U-Bass Nomad?

Spielerisch verlangt der U-Bass zunächst ein gewisses Umdenken – vor allem dann, wenn man von einer klassischen E-Bass-Mensur kommt. Durch die extrem kurze Mensur rücken die Bünde zwangsläufig sehr eng zusammen, präzises Greifen ist hier also eine absolute Pflicht.

Auch die Thundergut-Saiten fühlen sich zunächst ungewohnt an: Sie sind zwar nicht klebrig, wirken aber deutlich weicher und deutlich weniger straff als Stahlsaiten. Entsprechend sollte man den Anschlag eher kontrolliert und dosiert angehen, da zu viel Attack den Ton schnell abwürgt.

Kala U-Bass Nomad
Das Spielgefühl von Bassukulelen ist durchaus gewöhnungsbedürftig – doch der Aufwand lohnt sich!

Kala U-Bass Nomad: Sound

Nach einer kurzen Ein- bzw. Umgewöhnungsphase beginnt das Instrument, richtig Spaß zu machen – nicht zuletzt, weil sich je nach Anschlagsposition und Dynamik erstaunlich unterschiedliche Klangfarben abrufen lassen. Wenn man näher am Hals oder sogar über dem Griffbrett gezupft, erntet man einen sehr vollen und warmen Sound mit einer akustischen Note. Wandert die Anschlaghand hingegen weiter in Richtung Steg, so gewinnt der Sound hörbar an Kontur, Definition und Durchsetzungsvermögen.

Selbstverständlich lässt sich der Grundsound zusätzlich über den Onboard-EQ formen und anpassen. Besonders wirkungsvoll greift dabei der Bassregler ein: Ein kräftiger Boost sorgt für ein ausgesprochen massives Low-End. In den Audiobeispielen, bei denen die Bassukulele direkt aufgenommen wurde, funktionieren die starken Anhebungen ohne Frage bestens. Über ein ausgewachsenes Bass-Stack kommen die Bässe aber naturgemäß noch wesentlich voluminöser und bringen den Sound bei allzu kräftigen Boosts schon mal etwas aus der Spur. Hier reicht daher meist bereits die Neutralstellung für ein sattes Fundament, mitunter ist sogar eine leichte Absenkung sinnvoll, um den Tiefbass im Zaum zu halten.

Kala U-Bass Nomad
Kala U-Bass Nomad

Als ausgesprochen praxisnah erweist sich der Mittenregler, der dem Ton bei Anhebung spürbar mehr Direktheit und Kontur verleiht. Umgekehrt hat aber auch ein moderater Mitten-Scoop seinen Reiz: Der Klang wirkt breiter und prädestiniert sich für Reggae- oder Dub-Grooves.

Dezent, aber keineswegs wirkungslos arbeitet das Höhenband: Stärkere Anhebungen verbessern die Artikulation und lassen den Bass etwas mehr „schmatzen“, während eine Absenkung den Ton runder und leicht „vintage-mäßig“ färbt. Naturgemäß ist der Effekt hier begrenzt, da Instrument und Kunststoffsaiten von Haus aus keine sehr ausgeprägten Höhen liefern. Wie sich das in der Praxis anhört, zeigen die folgenden Audiobeispiele – viel Spaß beim Reinhören:

Audio Samples
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EQ flat Bass-Boost 100%, Mid-Boost 50%, Trebe-Cut 100% Bass-Boost 50%, Mid-Boost 100%, Treble-Cut 100% Bass-Boost 100%, Mid-Cut 30%, Treble-Boost 100% Bass-Boost 100%, Treble-Cut 100% Bass-Boost 50%, Treble-Cut 50%

Kala U-Bass Nomad – das sind die Alternativen

FeaturesKala U-Bass NomadHarley Benton UkeBass MahoganyOrtega RUNAB-UB
Mensur528 mm512 mm530 mm
Elektronikaktive U-Bass Elektronik mit Dreiband-EQ und Stimmgerät3-Band EQ mit Stimmgerät3-Band EQ mit Stimmgerät
TonabehmerPiezoPiezoOrtega MagusUkePro
KorpusMahagoniMahagoniBambus
HalsMahagoni, PalisandergriffbrettMahagoni, Purple Heart GriffbrettBambus, Bambusgriffbrett
inklusive Gigbagjajaja
Preis299,- Euro129,- Euro295,- Euro
Produkt bei ThomannKala U-Bass Nomad kaufen (Affiliate)Harley Benton UkeBass Mahogany kaufen (Affiliate)Ortega RUNAB-UB kaufen (Affiliate)
Kala U-Bass Nomad – Alternativen
Kala U-Bass Nomad
So sieht das Palisandergriffbrett unseres Testbasses aus der Nähe aus.

Kala U-Bass Nomad – Fazit

Ein echter U-Bass aus dem Hause Kala ist ohne Frage ein Instrument mit eigenem Charakter, das nicht zwangsläufig auf jeder Wunschliste ganz oben steht – zumal die höherpreisigen Modelle schnell ins Geld gehen können. Mit dem Nomad bietet Kala jedoch einen bewusst schlicht gehaltenen Einstieg in die Welt der Bass-Ukulelen, der klanglich erstaunlich nahe an die teureren Serien heranrückt. Der typisch-voluminöse U-Bass-Sound ist voll präsent, und die gut abgestimmte Elektronik mit Dreiband-EQ und integriertem Stimmgerät sorgt für ausreichend klangliche Variationsmöglichkeiten.

Kleiner Abstriche muss man in erster Linie beim Äußeren machen – optisch setzt Kala hier nämlich konsequent auf Minimalismus. Angesichts des attraktiven Preises geht das aber völlig in Ordnung, zumal Verarbeitung, Hardware und Elektronik im Test einen durchweg soliden Eindruck hinterlassen haben.

Wer einen unkomplizierten und gut klingenden U-Bass für den Einstieg, zum Üben oder für ausgewählte Gigs sucht, findet deshalb im Kala U-Bass Nomad ein wirklich überzeugendes Gesamtpaket. Eine klare Empfehlung für alle, die den U-Bass ohne große Investition kennenlernen möchten!

Kala U-Bass Nomad
Kala U-Bass Nomad
  • Technische Spezifikationen:
  • Hersteller: Kala
  • Modell: Nomad
  • Herstellungsland: China
  • Mensur: 528 mm
  • Korpus: Mahagoni (Decke, Zarge, Boden)
  • Hals: Mahagoni, Palisandergriffbrett, 16 Bünde, runde Lagenmarkierungen
  • Sattel: Graph Tech NuBone Nut
  • Finish: seidenmatt, transparent
  • Brücke: Komposit-Kunststoff, Piezo-Tonabnehmer
  • Mechaniken: Black Custom Die Cast
  • Elektronik: aktive U-Bass-Elektronik mit Dreiband-EQ und Stimmgerät
  • Saiten: Aquila Thunderblack
  • Zubehör: Gigbag
  • Ladenpreis: 299,- (Ladenpreis im Januar 2026)
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