Anzeige

JBL EON ONE PRO Test

Die JBL EON ONE PRO ist eine kleine, kompakte Säulen-PA, die schneller zusammengesteckt ist, als man es bei einem PA-Aufbau erwartet. Preislich im Mittelfeld angesiedelt, soll sie ein Allrounder sein von Konzert bis Konferenz, von Party bis Präsentation. Akkubetrieb und Audiostreaming via Bluetooth verheißen eine einfache Nutzung für alle, denen das kleine integrierte Mischpult ausreicht. Wie anwenderfreundlich und klanglich ansprechend ist die PA tatsächlich? Welches sind die Vor- und welches die Nachteile, für welche Künstler und für wie viel Publikum ist sie geeignet? Lohnt sich der Erwerb im Vergleich zum Vorgänger?

35_JBL_Eon_One_Pro_183_aufgebaut_kombi_alle_hoehen

Details

Direkt beim Auspacken fällt auf, wie klasse durchdacht die Anlage gepackt ist. Die komplette PA wurde ins Subwoofer-Case gepackt. Sie besteht aus fünf Teilen, die kinderleicht zusammenzustecken sind: ein 8-Zoll-Subwoofer mit Mixer, zwei Distanzstücke, sechs 2-Zoll-Topteile in einem Chassis und ein ausreichend langes Netzkabel. PA-Aufbau in nur einer Minute!
Das komplette System kann mit einem Akku betrieben werden, so dass man sogar das Netzkabel vergessen kann. Die Anlage bietet einen Maximalpegel von SPL 118 dB (Peak) bei einem Abstrahlwinkel von horizontal 100 Grad und vertikal 50 Grad. Die vom Hersteller angegebene maximale Akkuleistung von sechs Stunden lässt sich sicherlich toppen. Reichen wird sie für einen Einzelauftritt allemal.

Die maximal vier Elemente der JBL EON PRO ONE aufeinander gesteckt
Und schon hat man eine aufgebaute JBL EON PRO ONE

Unterschiede zum Vorgänger JBL EON ONE

Die Unterschiede zum Basismodell sind erheblich. Im Unterschied zur JBL EON wiegt die komplette PA 17 statt 18,5 kg und hat statt eines 10-Zoll-Woofers einen Achtzöller verbaut. Sie bietet vier statt zwei Kombi-Inputs XLR/Klinke, allerdings keinen Stereo-Miniklinkeneingang. Und last but not least: Die PA kommt einige Stunden ohne Stromanschluss aus, dazu später mehr. Eine deutschsprachige Bedienungsanleitung lag zumindest dem Testmodell nicht bei. Die englische ist kurz, bebildert und präzise. Eine deutschsprachige bietet der JBL-Vertrieb Audiopro zum Download.

Anschlüsse

Eingänge

  • 4 Kombi-Inputs XLR/Klinke
  • 1x Stereo-Cinch
  • Audiostreaming via Bluetooth
  • Stromversorgung eines externen Geräts via USB

Ausgänge

  • regelbarer Monitorausgang
  • XLR-Pass Thru
Fotostrecke: 2 Bilder Die Ein- und Ausgänge der JBL EON ONE PRO sind gut erreichbar
Fotostrecke

Aufbauvarianten

Die Höhe des Topteils ist variabel. Lässt man die Distanzstücke weg, hat die PA eine Gesamthöhe von 1,10 Meter. Gut geeignet zum Beispiel für Kindertheater, wenn die Kinder am Boden sitzen. Mit einem Distanzstück erhält man eine mittlere Höhe, mit beiden die Maximalhöhe von 2,04 Meter, bestens geeignet für stehendes Publikum. Das Topteil ist angenehm schmal, was es auch für Messestände geeignet erscheinen lässt.

Fotostrecke: 4 Bilder Der Lieferumfang ist angenehm übersichtlich
Fotostrecke

Die Mixer-Sektion

Die Mischpulteinheit ist meines Erachtens staubanfällig, da sich lediglich der Griff darüber befindet. Die vier Kombi-Eingangsbuchsen für XLR- bzw. Klinkenkabel wirken solide ausgeführt. Sie haben jeweils sechs übersichtlich angeordnete Drehregler/Schalter: je einen Regler für Höhen und Tiefen sowie einen für die Zumischung eines Halls, einen On/Off-Schalter sowie einen Mic/Line-Umschalter und schließlich einen Kanal-Lautstärkeregler. Zusätzlich hat man einen einfachen Stereo-Cinch-Eingang ohne EQ und Reverb. Und man kann einen Zuspieler per Bluetooth an die PA anschließen. Wer vergessen hat, sein Zuspielgerät zu laden, kann dies gleich über einen USB-Anschluss am Mischpult erledigen. Phantomspeisung ist nur für die ersten zwei Kanäle zuschaltbar. Eine vierköpfige A-Capella-Combo mit hochwertigen Kondensatormikros stünde hier vor einem Problem, aber für zwei Musiker mit Begleitinstrument reicht die Ausstattung allemal, ebenso der nicht veränderbare Halleffekt.

Fotostrecke: 2 Bilder Der Mixer ist nahezu selbsterklärend
Fotostrecke
Kommentieren
Profilbild von Peter789

Peter789 sagt:

#1 - 16.08.2022 um 00:21 Uhr

Empfehlungen Icon 0

Das System "JBL EON ONE PRO" wäre Genial ! wenn da nicht fünf (sehr schwere) Mankos wären - die alle in der Contra-Liste (und teilweise sogar im Text) fehlen: * Hall-Art und vor (allem wichtig) Hall-Länge ! nicht veränderbar * Lautstärke-Regelung + EQ beim Bluetooth-Eingang fehlt und * Eingang 5/6 EQ fehlt (Anpassung an Vorort-Gegebenheiten !) * Pegelanzeige fehlt (übersteuern nicht rechtzeitig erkennbar !) * Man kann auch beim Kauf von zwei dieser Säulen-PA-Systeme das Setup dann nicht Stereo sondern nur zwei mal Mono verwenden !!! Weil das Signal der Eingänge 5/6 und Bluetooth im Mischpult auf Mono zusammengemischt wird und dann für ein zweites System nicht mehr getrennt werden kann. Es fehlt also DRINGEND ein Umschalter "System> Stereo-LinksMono" und der dazugehörende Ausgang für ein zweites System mit dem Stereo-Rechts-Signal (anstatt nur ein Ausgang mit dem zusammengeführten Mono Signal) Einzige Möglichkeit Stereo zu fahren wäre ein externes Mischpult, wodurch man aber die tollen Haupt-Vorteile des Systems (alles inkludiert, Akkubetrieb, keine weiteren Geräte und keine externe Verkabelung) verliert ! UND man hat dann drei Mischpulte (die man bezahlen muss) und zwei davon (die in den zwei Säulen-PA-Systemen) wären dann nutzlos UND das Dritte braucht externe Stromversorgung. FAZIT neu ... JBL EON ONE PRO ... leider am falschen Ende gespart (und das in dieser Profi-Preisklasse) ... ... theoretisch Genial aber leider nicht zu Ende gedacht und deshalb leider nur bedingt brauchbar … echt schade … Ich hoffe es kommt bald ein Nachfolge-Modell mit allen Vorteilen UND den fehlenden Optionen ...

Kommentare vorhanden
Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.