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Gibson Robot Les Paul Studio Ltd. Test

DETAILS

Korpus- Auf den ersten Blick sieht die Robot Les Paul völlig unauffällig aus. Von der Modell-Konzeption gleicht sie einer normalen Les Paul Studio. Der Korpus besteht aus Ahorn, die Decke aus Mahagoni – alles in einem dezenten Metallic Green gefinshed. Ebenfalls Standard ist eine verchromte Tune-O-Matic Bridge mit  Stopbar Tailpiece. In Sachen Pickups kommen je ein Gibson 490R und ein 498T Humbucker Pickup mit Alnico-Magneten zum Einsatz. Die beiden Tonabnehmer verstecken sich hinter verchromten Kappen und haben sich in weißen Kunststoff-Rahmen niedergelassen. Sie sind grundsätzlich etwas „heißer“ als Standard-Humbucker, haben also etwas mehr Ausgangspegel und Midrange-Boost.

Geschaltet werden die beiden Humbucker über einen 3-Wege Toggle-Switch (Bridge, Bridge&Neck, Neck) . Zur Lautstärke- und Ton-Einstellung stehen pro Pickup jeweils ein Volume- und ein Tone-Regler zur Verfügung. Das einzig Auffällige an der Robot-Version der Les Paul Studio ist das Layout des Tone-Regler des Steg-Pickups. Das liegt daran, dass der Regler, neben seiner normalen Funktion als Tone-Kontrolletti des Steg-Pickups, noch einen zweiten Job inne hat:  er kontrolliert die Elektronik der automatisierten Tuning-Mechaniken der Gitarre. Doch dazu später mehr . Bleibt noch die in die  Zarge eingesetzte Input Buchse zu erwähnen. Hier hat Gibson keine Standard-Klinke verwendet, sondern eine Variante mit Verriegelungs-Mechanismus verbaut.

Hals – Genau wie der Korpus wurde auch der eingeleimte Hals der Robot Les Paul aus Mahagoni gefertigt. Das Griffbrett besteht aus Palisander. In Sachen Shaping bekommen wir es mit einem ausgeprägten C-Profil zu tun. Da das Hals-Profil schon von 1957 bis  1959  auf  Les Paul Standards  verwendet wurde, firmieren entsprechend geformte Hälse bei Gibson heutzutage unter der Bezeichnung 50s-Neck.

Die Bespielbarkeit der Gitarre ist, dank der ab Werk gut eingestellten Saitenlage, bestens. Und mit einem Griffbrettradius von 12“ und den 22, durchweg sauber eingesetzten und polierten Medium Jumbo Bünden, sind smoothe Bendings und eine saubere Intonation bis in die hohen Lagen gewährleistet. Dead Spots habe ich keine gefunden. Zur Orientierung beim Rocken hat Gibson trapezförmige Permutt Inlays ins Robot-Griffbrett eingelassen. Zusätzlich lauern schwarze Punkte auf dem weißen Halsbinding. Mit seinen präzise ausgefeilten Kerben schafft der Kunststoffsattel einen perfekten Übergang zu den Stimm-Mechaniken. Genau wie der Rest der Gitarre ist auch die Kopfplatte im klassischen Les Paul-Style gehalten – oben finden wir den Gibson-Schriftzug, in der Mitte eine Perlmutt-Einlage und unten die Abdeckung für den Hals-Stellstab.

Powertune-System – Bisher war ja alles noch ganz normal. Kompliment an das Design-Team: die verborgenen Hightech-Komponenten sieht man der Gitarre wirklich nicht an – sehr gut gelungen! Einzig der bereits erwähnte Tone-Regler und die etwas klobigeren Stimm-Mechaniken fallen leicht aus dem Rahmen. Soviel zur Optik. Zeit, uns um die Funktion der Powertune-Einheit zu kümmern!

Das System besteht aus den folgenden drei Komponenten:

Fotostrecke: 3 Bilder 1. Die motorisierten Mechaniken fu00fchren den Stimmvorgang automatisch aus. Die Vorgabe hierfu00fcr liefert eine im Korpus verborgene Steuereinheit.
Fotostrecke

Der Tone-Regler arbeitet auf zwei Ebenen. Ist er heruntergedrückt, funktioniert er als komplett harmloser Tone-Regler für den Steg-Pickup. Zieht man ihn nach oben, übernimmt er die Kontrolle über das Powertune System und die im Poti integrierten Anzeigen beginnen zu leuchten. Jetzt muss man nur noch alle Saiten anschlagen und die Magie nimmt ihren Lauf: die Gitarre stimmt sich von selbst. Sobald der Stimmvorgang beendet ist,  leuchten die Buchstaben der einzelnen Saiten (E, A, D, G, B, E) auf dem Regler blau.

Die Gitarre ist nun im Standard-Tuning mit Referenzton A=440 Hz gestimmt. Das ist allerdings erst der Anfang: das System kann noch mehr. Insgesamt sind  sieben  verschiedene Tunings voreingestellt. Neben der normalen Stimmung stehen noch die Varianten Open E-Dur, DADGAD, Drop D (tiefe E-Saite nach D), Open G (Delta Blues Tuning), E Flat (alles einen Halbton tiefer) und Double Drop D (beide E-Saiten nach D) zur Auswahl.

Im Powertune-Modus arbeitet der Regler als Rasterpoti. Die unterschiedlichen Tuning-Varianten werden über die einzelnen Buchstaben angewählt. So verbirgt sich hinter dem Buchstaben E das Open E Tuning, bei A wird das DADGAD angewählt, etc. Also einfach das Poti auf E stellen und zur Bestätigung der Wahl einmal von oben auf den Regler drücken (da ist nämlich noch ein kleiner Schalter eingebaut). Dann wieder die Saiten anschlagen und die Gitarre begibt sich selbsttätig ins Open E Tuning. Abhängig von der ausgewählten Stimmung, dauert der Vorgang zwischen 10-20 Sekunden.

Neben den Preset-Tunings hat man noch die Möglichkeit, eigene Tunings abzuspeichern. Hierfür müssen zunächst die Stimm-Mechaniken entriegelt werden. Anschließend kann man sein eigenes Tuning per Hand einstellen und auf einem der sieben Speicherplätze sichern. Allerdings wird das von Werk eingestellte Tuning dadurch überschrieben. Liest sich doch gut. Wie sich das System in der Praxis bewährt hat und wie es mit der Stimmgenauigkeit aussieht, erfahrt ihr im nachfolgenden Praxis-Teil.

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Mittasch Dieter sagt:

#1 - 10.07.2021 um 00:14 Uhr

Empfehlungen Icon 0

Tremolo Robot Gitarre
Hallo an alle, gibt es diese Gitarre auch mit Tremolo?
Wenn nicht, dann wäre meine Erfindung bzw. patentierte Erfindung eines Tremolos hier einsetzbar.

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