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21.10.2015

Hemingway DP-501 MKII Test

Digitalpiano

Heimpiano zum Niedrigpreis

Das Musikhaus Thomann hat mit dem Digitalpiano Hemingway DP-501 MKII den Nachfolger des DP-501 auf den Markt gebracht. Als digitales Heimpiano soll sich das Hemingway DP-501 MKII als Klavierersatz für zu Hause oder z.B. für die Musikschule eignen. Die in China produzierten Hemingway Pianos bewegen sich in einem äußerst günstigen Preissegment, so liegt das DP-501 MKII bei einem Verkaufspreis von knapp 500 Euro.

Es ist schon bemerkenswert, für wie wenig Geld man mittlerweile ein vollwertiges Digitalpiano bekommt. Die technischen Daten des DP-501 MKII sind gut, besonders für diese Preisklasse: 88 gewichtete Tasten mit Hammermechanik, 64-fache Polyphonie, 16 verschiedene Sounds und einige Features, die man sonst nur in teureren Digitalpianos findet. So wird beispielsweise sogar ein Bluetooth-USB-Adapter mitgeliefert, der es ermöglicht, Musik z.B. von einem Smartphone drahtlos über die Piano-Lautsprecher abspielen zu lassen und dazu Klavier zu spielen. Welche weiteren Möglichkeiten bietet das Hemingway DP-501 MKII und bekommt man für diesen niedrigen Preis bereits gute Qualität? 

Details

Aufbau

Der Mann von der Spedition hilft beim Reintragen des riesigen Pappkartons, der über 60 kg auf die Waage bringt. Ich schaffe es tatsächlich, das ausgewachsene Musikmöbel alleine aufzubauen, würde aber auf jeden Fall empfehlen, es zu zweit zu machen, denn die 54 kg, die das Hemingway DP-501 MKII am Ende auf die Waage bringt, sind schon eine Menge Holz! Der Aufbau ist in der Bedienungsanleitung gut beschrieben und macht keine Probleme. An Werkzeug wird lediglich ein Schraubenzieher benötigt. Zunächst werden die beiden Seitenteile mit dem unteren Pedalkasten verschraubt, die Rückwand sorgt für die nötige Stabilität. Schließlich setzt man das eigentliche Piano-Gehäuse obendrauf, zieht alle Schrauben an und fertig.

Von der Qualität der Verarbeitung war ich überrascht. Es gibt nichts zu bemängeln, alle Komponenten machen einen wertigen Eindruck und man fragt sich nach dem Zusammenbau ein bisschen, wie die Herstellung eines solch großen, schweren Instruments zu diesem Preis überhaupt funktionieren kann. China macht's möglich! Das eigentliche Piano-Gehäuse besteht aus furnierten Holzelementen und ist sehr stabil. Die Lautsprecher strahlen nach unten ab und sind durch ein textiles Netz geschützt. Ein großes, stabiles Notenpult aus Holz kann hochgeklappt werden und es gibt eine hochwertig erscheinende, versenkbare Tastaturabdeckung aus Furnierholz, die leichtgängig auf- und zugeschoben werden kann und das Instrument vor Staub und Beschädigungen schützt.

Anschlüsse

Die drei in den Unterbau integrierten Pedale werden mit einem Kabel mit der Unterseite des Piano-Gehäuses verbunden, ebenso das externe Netzteil. Alle übrigen Anschlüsse befinden sich an der Vorderseite des Instruments. Ein kleiner schwarzer Kasten befindet sich unauffällig im Bereich des linken Knies unter der Tastatur. Er beherbergt zunächst zwei Kopfhöreranschlüsse (große Stereoklinke), sodass man beim Unterricht problemlos zu zweit spielen und hören kann. Eine MIDI-Out-Buchse ermöglicht die Verbindung zu einem externen Klangerzeuger, ein USB-to-Host-Anschluss wartet auf den Datenaustausch mit einem Computer und ein kleiner Mini-USB-Port erlaubt das Einstecken des mitgelieferten Bluetooth USB-Adapters. Daneben liegen zwei Cinch-Buchsen mit der Bezeichnung „Aux In“, über die man ein Audiosignal beispielsweise von einem MP3-Player einspeisen kann, sowie zwei weitere Cinch-Buchsen, über die das Gesamtsignal (Line Out) des DP-501 MKII z.B. an eine externe Verstärkeranlage ausgegeben wird. Mit dem daneben liegenden Drehregler wird der Input Level des Aux-In-Anschlusses geregelt. Ein weiterer Anschluss liegt praktischerweise über der Tastatur: der USB-to-Device-Port, der einen USB-Stick aufnehmen kann, um Daten wie z.B. Songs oder Registrierungen zu speichern. 

Frontpanel

Die Tastatur des DP-501 MKII ist mit einem roten Filzband vom Bedienfeld getrennt, wodurch die Klavieroptik noch verstärkt wird. Auf der rechten und linken Seite erkennt man Öffnungen in der Blechplatte, die den Schall der Lautsprecher auch nach oben aus dem Gehäuse austreten lassen, was einen präsenteren und direkteren Klang zur Folge hat.

Das Bedienfeld ist schnell beschrieben. Links liegt der STANDBY/ON-Taster. Ein kurzer Druck darauf schaltet das Piano an, ein längerer Tastendruck schickt das Instrument wieder in den Standby-Modus. Drei Schieberegler sind rechts daneben angeordnet: ein Regler für MASTER VOLUME und die beiden Klangregler TREBLE und BASS. Letztere rasten in der Mittelstellung ein. Die dann folgenden fünf Taster mit blauen LEDs dienen der Aktivierung des Effekts, der Anschlagdynamik, des Split- bzw. Twin-Modus, des Metronoms sowie der Einstellung des Tempos.

Links vom Display liegen vier kleinere Taster. FUNCTION und ENTER werden zur Navigation durch die diversen Menüs gebraucht und die beiden darüber liegenden Cursor-Buttons dienen gleichzeitig zur Einstellung der Transponierung. Das LC-Display mit blauer Hintergrundbeleuchtung hat zwei Zeilen mit jeweils 16 Zeichen. Damit können Sound- oder Songnamen und Parameter dargestellt werden.

Auf der rechten Seite des Bedienfeldes befinden sich acht Taster für die Anwahl der Klangfarben. Mit der BANK-Taste schaltet man zwischen den beiden Soundbänken um, jede Taste hat also zwei Bezeichnungen. Schließlich gibt es noch vier Knöpfe, mit denen der Sequencer gesteuert wird (RECORD, TRACK1, TRACK2 und PLAY) und je eine USB- und eine DEMO-Taste, mit der der USB-Stick angesprochen bzw. eine Reihe von Demosongs gestartet wird. Alle Bedienelemente erscheinen von hoher Qualität und sind gut erreichbar. Die blauen LEDs in vielen Tastern erhöhen die Übersicht und zeigen Aktivität auf den ersten Blick an.

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