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ESP LTD EC-1001FR STBLK Test

Praxis

Sound/Bespielbarkeit

Das Instrument lässt sich dank des “Thin U Shape Neck” sehr komfortabel bespielen, die Saitenlage könnte für meinen Geschmack einen Hauch tiefer sein, aber das lässt sich ja zum Glück leicht selbst bewerkstelligen. Der Hals liegt satt in der Hand, ist aber keineswegs klobig. Mir ist das allemal lieber als eine flache Flunder, denn mehr Holz in der Hand bedeutet bekanntlich auch mehr Sound am Ohr. Trocken angespielt tönt sie erstaunlich drahtig und versetzt den Korpus ordentlich in Schwingung. Alle Töne klingen gleichmäßig aus und lassen die Spannung steigen, wie sie denn am Amp klingt.
Dafür verwende ich ein Peavey 5150 Topteil, ein gerade in der Rock- und Metal-Szene sehr beliebter Amp. Dieser betreibt eine Box mit Vintage 30 Speakern, die ich mit einem SM57 abgenommen habe. Die Audiofiles wurden natürlich nicht weiterbearbeitet!
Es geht clean los.
Hierzu schalte ich alle drei Positionen pro Durchgang beginnend am Hals einmal durch.

Audio Samples
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Soundbeispiel 1 – Clean Soundbeispiel 2 – Crunch

Die EMGs liefern eine ganze Menge Output, was am Amp selbst bei Minimaleinstellung des Gainreglers für leichte Verzerrung sorgt. Wer es also richtig clean mag, muss da schon den Volumenregler etwas zurückdrehen. Ansonsten liefert die Gitarre ausgewogene, moderne Klänge, macht aber auch klar, das dies nicht unbedingt eine ihrer Stärken ist.
Dann hören wir doch einmal, was sie im nächsthöheren Kanal zu bieten hat. Hierfür habe ich einen modernen, nicht allzu verzerrten Crunchsound eingestellt.

Audio Samples
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Soundbeispiel 3 – Crunch Riff
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Aha! Da fühlt sie sich doch gleich viel wohler. Die Gitarre liefert ordentlich Wumms und quittiert jeden Plektrumanschlag mit einem satten Schmatzer. Der Sound ist ungemein breit und fett, wummert trotz alledem nicht in den Bässen, ein raumfüllender, ausgewogener Rocksound.
Weiter geht es mit einem höheren Gainsetting im dritten Kanal des Peavey.

Audio Samples
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Soundbeispiel 4 – Heavy Riff

Nun ja, sie scheint förmlich exakt für dieses Metier geschaffen zu sein, hier fühlt sie sich denkbar wohl und prügelt die Riffs förmlich in den Amp, der von Haus aus schon sehr viel Gain mitbringt. Die LTD scheint dem aber noch eins draufsetzen zu wollen. Es macht wirklich sehr viel Spaß, mit ihr Riffs zu entwickeln.
Wie sie sich im Bandkontext schlägt, kann man im nächsten und letzten Audiobeispiel hören. Es befindet sich auch hier keinerlei EQ auf den Gitarrenspuren!

Audio Samples
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Soundbeispiel 5 – Song

Was soll ich sagen? Ich bin begeistert! Die LTD liefert exakt den Sound, den man sich von solch einem Instrument erhofft. Sie als One Trick Pony zu bezeichnen wäre vielleicht etwas hart, aber der Zerrkanal des Amps liegt ihr einfach und steht ihr auch gut.
Wie nicht anders zu erwarten, arbeitet das Floyd-Rose-Tremolo perfekt und lässt sich auch bei härterer Beanspruchung nicht die Stimmung vermiesen.

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