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15.01.2020

Workshop: Apple Logic und Celemony Melodyne (ARA)

Fakten und Tipps zum Workflow mit der ARA-Variante des Plugins in Logic Pro X!

Celemony Melodyne ist ein etabliertes und geschätztes Tool zur korrektiven und kreativen Manipulation von Tonhöhen, Timing sowie – je nach Version – klanglichen Aspekten von Audiofiles. Weil vermutlich die Mehrzahl der Anwender bis vor Kurzem die „ordinäre“ Plugin-Version benutzt hat oder es immer noch tut, möchten wir euch mit diesem Workshop den effizienten Workflow präsentieren, den die sogenannte ARA Schnittstelle ermöglicht.

Nachdem Anwender der DAW-Software Studio One von Presonus schon seit längerer Zeit die Vorzüge der ARA-Technologie von Melodyne nutzen können, profitieren (spätestens) seit dem Release der 2. ARA-Generation auch Benutzer einer ganzen Reihe weiterer Hostprogramme (Cakewalk, Steinberg Nuendo, Steinberg Cubase, Magix Samplitude, Magix Sequoia, Acoustica Mixcraft, Cockos Reaper, Magix Soundforge) von dieser Schnittstelle. Unser Workshop widmet sich konkret der ARA-Anwendung in Apples DAW Logic Pro X.

Zusätzliche Infos zu Celemony Melodyne findet ihr in unseren Workshops und Testberichten zur Software.

Details

Was ist ARA?

ARA (Audio Random Access) ist eine Plugin-Schnittstelle, die die Integration von Melodyne (wie auch Synchro Arts Revoice Pro/VocAlign) in ein kompatibles DAW-Programm optimiert. Hierdurch verhält sich Melodyne quasi wie ein Bestandteil oder Editor des Hostprogramms, wodurch verschiedene Bearbeitungsschritte deutlich effizienter sind und in weiteren DAW-spezifischen Details einen besseren und „natürlicheren“ Workflow ermöglichen.

Voraussetzungen für die Nutzung von Melodyne (ARA) in Logic

Zur (ARA-) Verwendung in Logic Pro X ist eine Melodyne Version ab 4.2 erforderlich, wobei sämtliche Programmversionen (essential, assistant, editor, studio) mit der ARA-Technologie ausgestattet sind. Logic Pro X verfügt quasi ab Programmversion 10.4.2 über die ARA-Funktionalität, wobei laut Celemony die Verwendung von Versionen ab 10.4.3 und macOS 10.13 bis 10.15 Voraussetzung zum stabilen Arbeiten mit dem ARA-Plugin sind. Für diesen Workshop wurde ein MacBook Pro (macOS 10.14.6) mit Logic Pro X 10.4.7 und Melodyne studio 4.2.4 verwendet.

Überblick – Vorteile von Melodyne (ARA) in Logic

  1. Kein Transfer: Die zu bearbeitenden Audiofiles müssen nicht zeitaufwendig in Echtzeit in Melodyne eingelesen werden. 
  2. Transferpfad: Die eingelesenen Files werden automatisch im Projektordner von Logic gespeichert.
  3. Comping: Melodyne (ARA) übernimmt sämtliche Bearbeitungen (Clip-Auswahl, Änderungen des Start-/Endpunktes) beim Zusammenstellen von Gesangs- oder (Audio-) Instrumentenspuren im Arrangement-Fenster.
  4. Sonstige Clip-Parameter: Melodyne (ARA) übernimmt Änderungen der Clip Parameter Fade, Mute und Gain.
  5. Arrangieren: Änderungen im Arrangement (Copy, Loop, Drag) werden von Melodyne (ARA) erkannt und übernommen.
  6. Transport: Transportbefehle (Play, Stop, Cycle) können vom Plugin-Fenster gesteuert und ausgeführt werden.

Zur Erinnerung: Die aufgelisteten Vorzüge bietet die Verwendung des herkömmlichen Melodyne Plugins nicht. Hier verhält sich das zuvor in Echtzeit eingespielte Audiomaterial in Bezug auf Änderungen im Arrangement-Fenster statisch und kann erst wieder einer Clip-bezogenen Bearbeitung unterzogen werden, wenn der in Melodyne editierte Bereich als gebounctes Audiofile verfügbar ist.

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