Gitarre Hersteller_Wampler
Test
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25.01.2021

Wampler Plexi Drive Mini Test

Overdrive Effektpedal

Plexi Drive - zum Dritten

Mit dem Wampler Plexi Drive Mini stellt sich nun die dritte Version des Overdrive-Pedals vor, das sich dem Klang der klassischen Marshall Plexi-Amps widmet. Nach dem "normalen" Plexi Drive und dem Plexi Drive Deluxe folgt nun die kompakteste Version des beliebten Effektpedals.
Bei ihm hat Brian Wampler die Schaltung des Original Plexi Drives in ein kleines Gehäuse gepackt und einen zusätzlichen Mid Boost integriert. Und das Ganze wird für runde 150 Euro angeboten, ein Preis, bei dem man nicht unbedingt meckern kann. Auf jeden Fall nicht, solange der Sound stimmt und auch das typische Dynamikverhalten des großen Rock'n'Roll-Klassikers einigermaßen authentisch imitiert wird. Ob das beim Plexi Drive Mini tatsächlich so ist, soll unser Test herausfinden.

Details

Der Plexi Drive Mini kommt im soliden weißen Druckgussgehäuse in Konfektionsgröße S mit den Maßen: 45 x 94 x 51 mm (B x T x H) und einem Fliegengewicht von 161 Gramm. Bei diesen Abmessungen ist klar, dass Batteriebetrieb nicht vorgesehen ist; das Pedal kann mit 9 oder 18 Volt (Center Negativ) gespeist werden und zeigt sich extrem genügsam. Mit einem 1Spot mA Meter wurde eine Stromaufnahme von gerade einmal 1 mA gemessen, der Hersteller gibt 11-14 mA an. Der Anschluss für das optionale Netzteil befindet sich an der Stirnseite, Ein- und Ausgangsbuchse sind rechts und links angebracht. Die Bedienelemente in Form von drei Reglern, zwei Kippschaltern und einem Fußschalter (True Bypass) haben auf der Oberseite ihren Platz eingenommen. 

Der Effektstatus wird von einer blauen LED vor dem Fußschalter angezeigt. Bei den Bauteilen handelt es sich um qualitativ solides Material, keine Low Budget-Teile, die Regler sind fest montiert und laufen gleichmäßig und rund, und die Schalter arbeiten knackfrei und ohne Tonausfall. Die beiden Kippschalter sind sehr nah am Tone-Poti positioniert, und will man das nicht verstellen, ist beim Umschalten etwas Fingerspitzengefühl gefragt. Ansonsten macht das Pedal einen gewohnt soliden Eindruck, zur Befestigung im Board kann die glatte Unterseite komplett mit Klettband beklebt oder alternativ dazu Mounting Plates an den Schrauben der Bodenplatte befestigt werden.

Bedienung

Der Sound wird mit den drei Standard-Overdrive-Regelmöglichkeiten eingestellt: Volume für die Gesamtlautstärke, Gain für den Zerrgrad und mit dem Tone-Regler wird die Klangfarbe justiert. In der Mitte (12 Uhr) ist der Sound neutral, dreht man den Regler zurück, werden die Höhen abgesenkt und Bässe leicht angehoben. Dreht man ihn nach rechts, ist das Gegenteil der Fall. Der Bassschalter hebt den Bassbereich an, eine Schaltfunktion, die der Standard Plexi Drive ebenfalls integriert hat und mit dem das Low-End-Verhalten eines Half bzw. Full Stacks imitiert werden soll. Der Hersteller empfiehlt die Verwendung des Bass-Boosts beim Spielen in geringeren Lautstärken, um ein etwas muskulöseres Klangerlebnis im unteren Frequenzbereich zu erhalten. Neu ist der Mid Boost, der bei keinem anderen Plexi Drive-Pedal integriert ist und bei dem verschiedene Gain-Stufen des Schaltkreises gleichzeitig geboostet werden. Das soll laut Hersteller das gewisse Extra an Verzerrung bringen und einen aufgerissenen Plexi mit Boost imitieren. Wie das alles klingt, erfahrt ihr jetzt im Praxisteil.

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