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Test
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17.12.2018

Universal Audio Suhr PT100 und SE100 Plug-In Test

Gitarrenverstärker Plug-In

Suhr Amps digital

Die Universal Audio Suhr PT100 und SE100 Plug-Ins gehören zu den aktuellen Veröffentlichungen von Universal Audio, das mittlerweile über eine riesiges Portfolio an Plug-Ins für die UAD-Plattform verfügt, die kaum ein edles Analog-Teil vermissen lässt.

Für die Erstellung der beiden Amp-Plug-Ins, die den PT100 (Pete Thorn Signature Modell) und den SE100 repräsentieren, zeichnen die deutschen Software-Experten von Brainworx verantwortlich. Neben John Suhr standen auch Pete Thorn (PT100) sowie Doug Aldrich (SE100) als Berater zur Verfügung. Aldrich (Whitesnake) ist selbst langjähriger User des SE100 und kennt sich demzufolge sehr gut mit dem Sound und der Ansprache des Amps aus.

Universal Audio OX Amp Top Box Test

Details

SE100

Der SE100 ist eines der ersten Amp-Modelle von John Suhr und als Einkanaler konzipiert, ein handverdrahteter und schnörkelloser Amp, der klanglich in der "Modded-Marshall"-Ecke anzusiedeln ist - britisches Mittenbrett mit satter Verzerrung und ordentlich Gain-Reserven, um auch aus einer Singlecoil-Gitarre einen fetten Classic-Rock-Ton herauszudrücken. Das Ganze mit einer recht überschaubaren Anzahl an Reglern: Gain und Volume für Zerrgrad und Lautstärke sowie die Klangregelung mit Bass, Middle, Treble und Presence. Dazu kommt ein Depth-Regler für das Low-End, der beim Original auf der Rückseite positioniert ist, beim Plug-In aber logischerweise auf das Amp-Paneel verfrachtet wurde. Im Paket finden sich insgesamt 120 verschiedene Impulsantworten von diversen Lautsprecherboxen und damit eine Menge Möglichkeiten zum Finetunen des Sounds. Außerdem sind ein Noise Gate und ein simples Delay zusätzlich an Bord.

PT100

Der PT-100 ist ein 100 Watt Signature Amp, den John Suhr für Pete Thorn angefertigt hat. Der Amp hat drei Kanäle und diverse zusätzliche Schaltoptionen - prinzipiell eine eierlegende Wollmilchsau in hoher Qualität für den Working Musician, der eine breite Palette an Sounds von clean bis High-Gain im Angebot haben muss. Bei der Erstellung des Plug-Ins wurde nicht geschludert, man hat alle Regler und Schaltfunktionen 1:1 übernommen, daher sieht das Frontpaneel des Plug-Ins fast genau so aus wie beim richtigen Amp.

Wir starten an der linken Seite mit dem Channel 1, der primär für die unverzerrten Sounds zuständig ist und mit Gain1, Bass, Middle, Treble sowie Level 1 eingestellt werden kann. Als zusätzliche Schaltoptionen stehen Bright (mehr Höhen) und Crunch (mehr Zerre) zur Verfügung. Dann geht es weiter mit den Kanälen 2 und 3, die sich eine Klangregelung aus Bass, Middle und Treble teilen, allerdings in Gain und Level getrennt regelbar sind. Auch hier steht ein Bright-Schalter für beide Kanäle gemeinsam zur Verfügung. Die beim Original-Amp rückseitig beheimateten Feedback- und Presence-Regler sowie den Depth-Schalter hat man für das Plug-In logischerweise auf das Amp-Panel positioniert. Für die Kanäle 2 und 3 ist eine Boost-Option anwählbar, die sorgt für noch etwas mehr Gain.

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