Test
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26.06.2018

Triad-Orbit IO-Desk Test

Flexibler Tisch für Laptops, Wandler und Zubehör

Tisch 2.0

Es gibt so viel, was man im Tonstudio, auf der Bühne, im Fotostudio oder sonstwo auf einem kleinen Tisch unterbringen will. Weil es sich dabei nicht selten um teure Technik handelt, also Laptops, Wandler und dergleichen, ist es sinnvoll, wenn man das darauf befindliche Material fixieren kann. Und genau hier kommt der Triad-Orbit IO-Desk ins Spiel: Auf dem Lochblech lassen sich beispielsweise tragbare Computer unterbringen und samt Netzteil und allerhand Zubehör „festschnallen“. Der Tisch selbst wird beispielsweise auf einem T2 oder T3 befestigt – den ausführlichen Test des Triad-Orbit-Systems findet ihr hier

Details

Goodbye Panzertape

Eine solide Metallplatte (2 mm Aluminium) mit Löchern ist die Grundlage des Triad-Orbit IO-Desks. In dieser Aussage ist eine Ungenauigkeit, denn es sind nicht einfach nur Löcher. Es sind Öffnungen mit Innengewinde. Dadurch ist es möglich, diverse Add-Ons einfach einzuschrauben. Somit ist es beispielsweise ein Leichtes, einen Computer so fest auf der Platte zu verschrauben, dass er nicht mehr verrückt werden kann. Ich habe öfters in einem klassischen Konzerthaus Bühnenelektronik aufgebaut, bei der ein Laptop mitten im Orchester stehen musste. Zum Einsatz kamen oft ein zweckentfremdeter Notenständer und Gaffa Tape („Panzerband“) oder ein Gitarrencombo-Hochständer. Das wird ab jetzt anders. Mit Gummibändern können Kabel an Ort und Stelle gehalten werden – klasse! Besonders toll ist die Möglichkeit, auch auf der Unterseite Teile unterzubringen. Dadurch kann beispielsweise ein Netzteil auf die Unterseite verfrachtet und das kleine Stromkäbelchen durch das IO-Desk hindurchgeführt werden. 

Überall drauf

Auf der Unterseite des IO-Desks befindet sich der klassiche T-O-Verbinder, durch den die Systemwelt Triad-Orbits als „Trägermaterial“ zugänglich ist. Und weil das T-O-System so flexibel ist, kann der Ständer überall angebracht werden. Typisch wäre sicher ein T2, aber auch eine Wandhalterung ist denkbar. Nicht einmal waagerecht muss die Platte sein, wenn alles gut fixiert wurde. Eigentlich wünscht man sich jetzt noch einen Schwenkarm, mit dem man sich beispielsweise einen Zusatzrechner oder die Kopfhöreramp-Kopfhörer-Kombi über den Produktionstisch ziehen kann – nach dem Prinzip mancher Schreibtischlampen oder alter Bürotelefone. 

Das Triad-Orbit IO-Desk macht einen stabilen Eindruck, die Gewinde sind sauber geschnitten und die Oberfläche ist hochwertig. Schön, dass auf den Unterseiten der Drehteller Gummi angebracht ist, damit keine Oberflächen beschädigt werden Wie bei jeder Triad-Orbit-Hardware würde man sich aber manchmal matte Oberflächen wünschen, um die Auffälligkeit zu verringern. Als Notenständer könnte der Desk auch herhalten. Die dafür verfügbaren Kugelgelenke, M1 und M2 beispielsweise, sind allerdings nicht so praktisch wie ein nur in einer Ebene verschiebbares Gelenk, wie man es von den bekannten Orchesterpulten aus Holz kennt. Als Utensilien- oder Percussiontisch ist das Produkt wahrscheinlich auch nicht gedacht, denn diese bieten statt Löchern und Fixierungsmöglichkeiten eine Filzbespannung für möglichst geräuschloses Ablegen und umlaufende Kanten, damit nichts über die Klippen stürzt.

Fazit

IO-Desk ist eines der größten Highlights im an Highlights reichen Triad-Orbit-Programm. Einen flexibleren, praktischeren und durchdachteren Multifunktionstisch für Laptops, AD-DAs, Drumcomputer, Effektgeräte, Projektoren oder sonstiges Kleingerät gibt es nicht. Ich finde: Das Ding kann fast jeder gebrauchen!

  • Pro
  • praktische Fixierung
  • flexible Einrichtung
  • auch von der Unterseite nutzbar
  • Contra
  • keins
  • Features und Spezifikationen
  • Tisch zum Aufsatz auf Triad-Orbit-Stative
  • 2 mm Aluminium mit von beiden Seiten zugänglichen Innengewinden
  • Fixierungsschrauebn unterschiedlicher Größe mit Gummiunterlegern im Lieferumfang
  • elastische Gummis zum Festklemmen von Equipment im Lieferumfang
  • Preis: € 119,– (Straßenpreis am 20.6.2018)

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