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Test
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23.01.2017

Toontrack Big Rock Drums EZX Test

EZDrummer Expansion

Groß, boomy, Big Rock!

Die Big Rock Drums EZX von Toontrack im bonedo Test: Die stilprägenden Rock-Drum-Sounds der späten 60er und 70er Jahre sind ein großes Thema bei Toontrack – diesesmal widmet Toontrack den großen, räumlichen Rock-Drums eine eigene EZX-Library.

Details

Allgemeines

Die Big Rock Drums für den EZ Drummer beschäftigen sich mit der speziellen Ära der Rockmusik, als das Schlagzeug plötzlich laut wurde, groß und hallig klang und mit Delays bearbeitet wurde. Led Zeppelins „When The Levee Breaks“ lässt grüßen.

Optik

Laden wir die Big Rock Drums in den EZ Drummer, sehen wir eine Bühne aus Sicht des Schlagzeugers: Ein übersichtliches Kit mit Green-Sparkle-Toms, einer Metall-Snare, einer großen Kick-Drum, Hi-Hat, zwei Crashs und einem Ride-Becken. Man sieht Mikrofone, Lichter und Nebel, der Gig kann beginnen. Na, dann wollen wir mal!

Inhalt und Variationen

Die EZX Big Rock Drums bietet fünf Kits. Darunter finden wir bekannte Marken wie Gretsch und Ludwig, aber auch die Fimen Camco, Mayer Bros. und C&C sind vertreten. Die Crash-, Ride- und Hi-Hat-Becken stammen von Zildjian. Dank einer Extra-Snare kann man aus sechs Exemplaren auswählen. Die One-Shot-Pads wie Tamburin, Claps, Cowbell und Shaker sind leider bei fast allen EZX-Librarys gleich, so auch bei den Big Rock Drums EZX. Sie klingen gut, allerdings nicht herausragend.

17 Mixpresets bietet diese Erweiterung, den Originalmix inklusive. Doch bevor die ausgefalleneren Presets im Menü auftauchen, erscheint für jedes Kit ein Basic-Mix. Danach folgen, wie bei Toontrack üblich, einige Presets, die den Anwender klanglich in eine bestimmte Richtung schicken, so wie das Mayer Bros. Phased oder das Mono Ludwig. Für das erste Soundbeispiel kommt das Mayer Bros. Delayed zum Einsatz, es geht in die Soundwelt von Led Zeppelin.

Die Big Rock Drums EZX enthält auch ein Preset mit dem bisher kleinsten Mixer bei Toontrack, das Two Mic Pressure: Authentizität durch weniger Mikros und in Mono.

Für Soundbeispiel 2 habe ich eben dieses Kit verwendet.

Die MIDI-Library umfasst sechs Beats, die jeweils in Intro, Verse, Chorus, Bridge und Fills unterteilt sind. Jeder dieser Parts bietet mindestens drei, die Fills sogar bis zu 21 Variationen.

Im letzten Soundbeispiel hört ihr Variationen aus dem Beat Queens Beatle.

Handling im Mixer


Bei den Basic-Kits sind die Kanalzüge für die Instrumente (Kick, Snare Hi-Hat etc.) identisch. Alle Snares wurden mit zwei Mikros abgenommen: SD Top und SD Bottom. Für die Räumlichkeit gibt es drei Regler: Amb Close, Amb Mid, und Amb Far. Interessanterweise werden diese auch auf den Tape-Regler geroutet, so dass man mit Tape nicht nur Bandsättigung, sondern auch den Raumanteil hinzumischt.

 

Effekte

Bei dieser EZX-Erweiterung ist weniger mehr. Wir finden: Tape, Compression und Mic Bleed für die Overheads. Tape ist bei allen Kits dabei, Mic Bleed und Compression wechselt. Bei Mayer Bros. Plate kommt ein Reverb hinzu, dementsprechend ein Phaser bzw. ein Delay bei Mayer Bros. Phased und Mayer Bros. Delayed. Diese Effekte lassen sich in den üblichen Parametern wie Time, Depth oder Feedback justieren.

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