Test
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03.09.2015

the box MBA75W MKII Test

Kompakte Mobilverstärkerbox

Der singende Rollkoffer

Die MBA75W MKII aus der Thomann-Reihe „the box“ ist ein akkugeladener Beschallungs-Kraftzwerg von 13 kg. Er versprüht zwar den Charme eines Hardcases, wartet aber mit einigen sehr interessanten Features unter der Haube auf. Dort finden wir beispielsweise einen Media-Player und einen Funkempfänger, für den auch gleich das passende Mikrofon the t.bone MBW65 beiliegt. Zeit für den steinigen Bonedo-Testparcours.

Details

Das Gehäuse der MBA75W MKII besteht aus schlag- und wasserfestem Kunststoff. Es scheint für eine Zweiwege-Bassreflexkonfiguration ausgelegt zu sein, doch ist das Abteil fürs Hochtonhorn leer und mit einer Kunststoffblende versiegelt. Gleiches gilt für die Bassreflexöffnungen. Stattdessen wurde ein 8 Zoll großer Woofer mit Hochtonkonus verbaut, der sich beim Bassdruck ganz auf das Gehäusevolumen und den 75 Watt starken Amp verlassen muss. Über den rückwärtig angebrachten, ausklippbaren Trolley lässt sich die Box transportieren, ein Standard-Flansch für gängige Boxenstative findet sich am Gehäuseboden. Hinten entdecke ich eine Reihe von Gerätschaften und Inputs, die sich wie folgt darstellen.

Ganz oben sitzt die Empfängereinheit (Einschubkarte) für das Funkmikrofon. In der UHF-Trägerfrequenz von 863 – 865 MHz sind 16 Kanäle anwählbar. Mit Betätigung des Gain-Potis wird das Gerät aktiviert und zum Mastermix zugemischt. Neben dem Receiver befindet sich ein Einschubfach für eine weitere Empfängerkarte. Ist es bestückt, lassen sich zwei Funkmikrofone parallel benutzen.

Das nächste Gerät ist ein Multimedia-Player. Der kann CDs wiedergeben sowie MP3s von USB-Stick oder Smartcards. Die Steuerung des Multimedia-Players erfolgt alternativ über die mitgelieferte Fernbedienung. Ebenso vorhanden ist ein Kassettenrekorder mit Autoreverse und je einem Regler für die Lautstärke und Geschwindigkeitsanpassung.

Kommen wir zu den Ein- und Ausgängen. Rechts befindet sich die obligatorische 6,3-Millimeter-Klinkenbuchse, dazu ein Stereo-Cinch-Eingang, die sich beide über ein Poti zumischen lassen. Darunter erblicke ich zwei gemeinschaftlich regelbare Eingänge für dynamische Mikrofone, einmal als Standard-Klinke, einmal als XLR-Kombobuchse. In der Mastersektion ist neben dem Volume-Poti ein Zweiband-Equalizer für Bässe und Höhen verbaut. Daneben gibt es noch einen Ausgang für den Mono-Mix und eine Klinkenbuchse für den parallelen Anschluss externer Lautsprecher.

Abgerundet wird das Elektronik-Panel mit dem Einschub für die beiden Blei-Akkus, der Kaltgeräte-Kabelbuchse nebst Zugang zur Schmelzsicherung und dem Netzschalter. Fünf LED-Balken zeigen den Ladezustand der Batterien, die laut Hersteller vier Stunden bei Musikbetrieb und sechs Stunden bei reiner Sprachausgabe durchhalten sollen. Parallel dazu kann die Box mit einer externen Spannungsquelle (24V/3A) betrieben werden. Achtung: Blei-Akkus bitte nicht komplett leer fahren, da sie sonst irreparable Schäden davontragen. Auch bei längerer Lagerung der Box ist regelmäßig der Ladezustand der Batterien zu überprüfen.

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