Gitarre
Test
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30.08.2017

Praxis

Der Kapodaster wird auf unterschiedliche Testgitarren (Lakewood D-46, Seagull S-12, Takamine Nylon Akustik, Gibson Les Paul, Fender Stratocaster) mit dem jeweils passenden Fretpad geklemmt. Natürlich muss der Druck ausreichen, und das tut er auf jeden Fall bei allen Instrumenten, egal, ob E-Gitarre, klassische Nylonstring oder Steelstring. Bei der klassischen Nylonstring war aber aufgrund des recht breiten Halses im 7. Bund Endstation und bei der 12-String musste mit den High Tension Fretpads gearbeitet werden, denn hier ist traditionell die Oktavsaite der tiefen E-Saite besonders problematisch. Die dicke E-Saite blockiert quasi die Klemme und man benötigt schon etwas mehr Druck, der aber vom Capo geliefert wird. Der Tausch der einzelnen Fretpads geht tatsächlich einfach und vor allem schnell. Auf der Innensaite sind die Pads beschriftet, damit man auch weiß, welches Modell man gerade einpflanzt. Das System ist wirklich absolut durchdacht und vor allem praxistauglich umgesetzt.

Auch was die Stimmung anbetrifft, gibt es Positives zu vermelden. Denn für einen Kapodaster mit Klemm-Mechanismus ist das Tuning beim Thalia Capo relativ stabil und geht nicht drastisch nach oben, wenn er aufgesetzt wird. Im Test mit meinen Instrumenten musste lediglich die tiefe E-Saite bei der Les Paul etwas nachgestimmt werden. Das ist natürlich immer abhängig von Bundhöhe und Saitenstärke, bei Gitarren mit hohen Bünden und dicken Saiten kann es schon mal vorkommen, dass minimal nachjustiert werden muss. Hierbei ist die Positionierung allerdings sehr wichtig, der Capo kann problemlos in der Mitte zwischen den Bünden platziert werden und der Druck reicht locker aus, ohne die Saiten signifikant zu verstimmen.

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