Gitarre Hersteller_Taylor
Test
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19.04.2021

Taylor GT811e Test

Akustikgitarre mit Tonabnehmer

Edelholz kompakt

Mit der Taylor GT811e haben wir heute ein weiteres Grand-Theater-Modell des renommierten amerikanischen Gitarrenbauers im Test. Die Grand-Theater-Serie wurde im letzten Jahr vorgestellt und legte bei uns mit der Taylor GT Urban Ash eine sehr überzeugende erste Vorstellung hin. Herzstück dieser kompakten Stahlsaiten-Akustikgitarren ist das sogenannte C-Class Bracing, das für den erstaunlich ausgewogenen Klang der Modelle mitverantwortlich ist.
Im Gegensatz zur Urban Ash Variante, die auf alternative Holzarten wie Eukalyptus und heimisches Eschenholz setzt, präsentiert sich die zum Test eingetroffene Taylor GT811e mit absoluten Premiumhölzern wie Palisander und Ebenholz, was sich natürlich im Preis bemerkbar macht. Ich bin sehr gespannt!

Details

Lieferumfang

Auch die Taylor GT811e wird mit dem luxuriösen hauseigenen AeroCase ausgeliefert, das man als gelungene Kombination aus Hardcase und Tasche bezeichnen kann. Wie von Taylor gewohnt, strahlt die 1,98 kg leichte Gitarre bei der ersten Begutachtung eine regelrechte Perfektion aus. Die Verarbeitung ist demzufolge tadellos.

Korpus

Beim Korpus dieser Grand Theater hat sich Taylor für eine Holzkombination entschiedenen, die sich schon etliche Male bewährt hat. Im Detail haben wir es hier mit einer Sitka-Fichtendecke zu tun, für Boden und Zargen kommt ostindischer Palisander zum Einsatz. Gleichzeitig präsentiert sich die Taylor GT811e mit denselben Hölzern, wie die schon länger erhältlichen Instrumente der 800er Serie des Herstellers. Alternativ ist das neue Grand-Theater-Modell übrigens unter der Bezeichnung GT K21e auch mit hawaiianischem Koa für Boden, Zargen und Decke erhältlich, was optisch einiges dahermacht, sich aber leider auch noch deutlicher im Endpreis widerspiegelt.

Mit ihrer Korpusgröße schlägt die Grand Theater eine Brücke zwischen der kleinen GS-Mini-Reisegitarre und der Grand Concert, die zuvor das kleinste Modell in normaler Größe darstellte. Wie schon erwähnt, fällt diese Stahlsaiten-Akustikgitarre damit ziemlich kompakt aus und spielt sich, soviel sei vorab schon verraten, sehr bequem. Bei allen Grand-Theater-Modellen kommt das neue C-Class-Bracing zum Einsatz, das vom 2018 vorgestellten V-Class-Bracing Taylors inspiriert wurde. Wie schon unser Test zur Taylor GT Urban Ash belegen konnte, hat dieses freitragende und asymmetrische Verbalkungsdesign einen deutlichen Einfluss auf die Wiedergabe der tiefen Frequenzen und lässt das kleine Instrument hörbar größer erscheinen. Nicht unerwähnt soll außerdem das Schlagbrett aus Palisander bleiben, das in meinen Augen das optische i-Tüpfelchen bei diesem Modell darstellt.

Hals

Nicht weniger luxuriös geht es bei der Holzauswahl des Halses zu. Hier setzt Taylor auf eine Kombination aus Mahagoni für den Hals und Ebenholz für das Griffbrett. Die 20 Bünde wurden tadellos eingesetzt, an den Kanten verrundet und sauber poliert. Darüber hinaus sorgt der mit einem Satin-Finish versehene Hals für eine angenehme Haptik. Perlmutteinlagen auf dem Griffbrett und klassische Punkteinlagen am Griffbrettrand bieten die gewohnte Orientierung.

Wie schon im Test zur Taylor GTe Urban Ash erläutert, entspricht die verkürzte Mensur von 613 mm dem Spielgefühl einer 648 mm Mensur mit Kapodaster am ersten Bund und hat natürlich außerdem ebenfalls einen entscheidenen Einfluss auf das bequeme und kompakte Handling der Gitarre. Die Saiten laufen über einen 43,6 mm breiten Tusq-Sattel zu den hauseigenen vernickelten Stimmmechaniken. Neben Perlmutt-Logo und -Schriftzug wurde die Kopfplatte außerdem mit einem Palisanderfurnier verziert.

Pickupsystem

Das "e" in der Produktbezeichnung steht für die elektrische Variante mit Tonabnehmer. Wie von Taylor gewohnt, sitzt der Preamp unter der oberen Zarge und lässt sich über drei recht flache Regler in seiner Ausgangslautstärke sowie im Anteil der hohen und tiefen Frequenzen justieren. Auch bei diesem Modell kommt das hauseigene Expression System 2 zum Tragen, das mit seinen drei Pickup-Sensoren hinter der Stegeinlage in unseren bisherigen Tests für eine recht dynamische Wiedergabe sorgen konnte.

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