Bass Hersteller_Taurus_Amp
Test
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09.07.2013

Taurus T-DI Test

Bass Preamp und DI-Box

All in one?

Der Taurus T-DI Bass Preamp im bonedo-Test - Die polnische Verstärkerschmiede Taurus gewinnt in den letzten Jahren zusehends an Popularität - sicherlich nicht zuletzt dank einer Reihe sehr prominenter Werbeträger - und kann inzwischen mit einem stattlichen Line-Up aufwarten, das sich in erster Linie an die Freunde der tiefen Töne wendet. Den Grundstein für die Firma legte der Gitarrist und Sound-Enthusiast Adam Kozakiewicz bereits in den späten Siebzigern, als er Gitarrenverstärker unter besagtem Namen für die Bands konstruierte, in denen er mitwirkte. 1983 gründete er mit Box Electronics die Firma, die zukünftig unter anderem seine Taurus Bass- und Gitarrenverstärker vermarktete.

Aus Box Electronics wurde im Laufe der Jahre ein bedeutender Anbieter von Sound-Systemen, wobei Adam weiter seiner Passion nachging und unter dem geschichtsträchtigen Label Taurus Gitarren- und Bassverstärker konstruierte. Für unseren ersten Taurus-Test bei bonedo haben wir uns aus der hochwertigen „Silver Line“ den Bodentreter T-DI ausgesucht, eine Basspreamp-/DI-Box-Kombination mit Röhrensimulation und einer ausgeklügelten EQ-Sektion im Stompbox-Format.

Details

Der T-DI Preamp ist in ein mittelgroßes Metallgehäuse verpackt und kommt mit einer markanten und durchaus edlen Optik. Die glänzende Edelstahl-Oberseite beherbergt ein mattschwarzes Panel mit allen Bedienelementen in Form eines Stierkopfes (lat. Taurus), große Bereiche links und rechts davon sind hintergrundbeleuchtet und signalisieren den Betriebsstatus des Pedals. Die verschraubte Box macht einen absolut robusten Eindruck und wird auch dem harten Bühnenalltag problemlos gewachsen sein. Zur Ausstattung gehören Gummifüße oder wahlweise Klettstreifen, die man selber anbringen kann, damit der Treter auf glattem Boden festen Halt bekommt oder in einem Pedalboard seinen Platz findet. Außerdem gehört ein 12-Volt-Netzteil zum Lieferumfang, denn für den Betrieb mit Batterien ist das T-DI nicht vorgesehen. Für mehr Dynamik werden die 12 Volt im Inneren des Gerätes übrigens auf 24 Volt hochtransformiert.

Die Bedienung des Preamps ist im Großen und Ganzen selbsterklärend und dürfte den erfahrenen Tieftöner kaum vor Rätsel stellen, lediglich die EQ-Sektion bietet einige Besonderheiten. Sowohl unter dem Bass- als auch unter dem Höhenregler sitzt ein Schalter mit drei Positionen, der auf die Effektivität des jeweiligen Bandes wirkt und damit zusätzliche Soundvarianten möglich macht. In der Mittelstellung sind die Switches neutral und haben keinen Einfluss auf den Sound, nach rechts wird die Centerfrequenz der entsprechenden Regler um satte 6dB zusätzlich geboostet. Stellt man den Schalter nach links, wird die Frequenz entsprechend abgesenkt. Auf das Mittenspektrum kann man nur mit dem „Punch“-Schalter, dem sogenannten „Midrange Effectivity Switch“, Einfluss nehmen, den Rest regelt das von Taurus entwickelte MLO-System (Midrange Level Optimisation). Abhängig von der Stellung der Bass- und Höhenregler tuned dieses MLO automatisch den Mittenbereich und soll damit dafür sorgen, dass auch bei starken Soundveränderungen die Lautstärke gleich bleibt. Man darf gespannt sein, wie diese Entwicklung in der Praxis funktioniert. Wenn sie das tut, was der Hersteller verspricht, setzt sich Taurus auf jeden Fall von der Konkurrenz im Bass-Preampmarkt ab. Die verbleibenden Regler sind wirklich intuitiv zu bedienen und schnell erklärt. Links oben parkt ein weiterer Dreipositionenschalter, mit dem der Grundcharakter der Röhrensimulation von Vintage nach Modern oder einem Mix aus beiden geschaltet wird. Links der EQ-Sektion finden wir den Gainregler, rechts den Volume-Regler, und in ausreichender Entfernung von Potis und Schaltern den obligatorischen Stompbox-Fußtaster. Ob der bei Betätigung das Signal einfach nur stummschaltet oder den Preamp umgeht und auf True-Bypass legt, kann mit dem „Footswitch Mode“-Schalter unterhalb des Volume-Reglers bestimmt werden.

Alle Anschlüsse der Taurus T-DI sind frontseitig angebracht. Hier finden wir die zwei Klinkenbuchsen „In“ und „out“ für den Betrieb an einem Verstärker, den Direct-Out in Form einer XLR-Buchse zur Verbindung mit dem Mischer oder dem Recording-Equipment, den Groundlift-Schalter und schließlich die Buchse für das mitgelieferte Netzteil.

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