Test
8
20.04.2020

Fazit
(4.5 / 5)

Tascam ist seit seinem Bestehen und bleibt im Hier und Jetzt ein sehr verlässlicher Partner im Angebot von Mehrspuraufnahmegeräten. Was einst die Portastudios für die Musikszene darstellten, findet heute seine würdigen Nachfolger in der aktuellen optisch ansprechenden Model-Serie. Unser Testproband war Model 16 und der Zweitgeborene vereint wirklich gekonnt vier Geräte unter der Haube eines 14-Kanal-Mischpultes. Neben der gütigen Bearbeitung der Einzelsignale sowie deren Mischung beherrscht Model 16 sowohl die Aufnahme auf SD-Karte als auch die Übertragung der digitalen Audiodaten via integriertem Audiointerface zu jedwedem Rechenknecht. Dass der Mischer von Tascam auch als durchaus adäquat ausgestattete Multitrack-Playout-Engine fungieren kann, könnte man in diesem Zusammenhang als selbstverständlich erachten – ist es aber mitnichten.

Denn angesichts des niedrigen Preises sollte man meinen, dass große Abstriche zu machen wären. Üble Wermutstropfen müssen weder bei der Verarbeitung noch bei der Haptik und auch nicht hinsichtlich des Layouts geschluckt werden, denn das Gerät ist grundsolide, fasst sich toll an und das Konzept ist intuitiv zu verinnerlichen. Zudem erweist es sich in nahezu allen Disziplinen hinsichtlich des Klangs als weit mehr als dem Preis angemessen. Es sind eher kleinere Haken, die es vor einem Kauf zu bedenken gilt. Zum einen hinterlässt für meine Dafürhalten die globale (De)Aktivierung der Phantomspeisung und das Vorverstärkerrauschen der Stereokanäle bei mir ein wenig gemischte Gefühle. Die Tatsache, dass sämtliche EQ-Einstellungen genauso wie die Stereo-Subgruppe nicht aufgezeichnet werden können, geht für mich dann schon eher als Schönheitsfehler durch, der hier aber auch benannt werden soll.

Insgesamt können aber die eben genannten Aspekte keineswegs über den guten Gesamteindruck hinwegtäuschen, den Model 16 hinterlässt. Alle, die sich einen günstigen Allrounder für den Proberaum und für den Live-Gig wünschen, sollten sich Model 16 von Tascam unbedingt anschauen. Sowohl das Preis-Leistungs-Verhältnis als auch der Mobilitätsfaktor sind absolut stimmig! 

  • Pro
  • sehr gute Verarbeitung
  • sehr intuitives Layout
  • hervorragende Haptik & Optik
  • praktische One-Knob-Kompressoren
  • praktikable Bluetooth-Schnittstelle
  • sehr gutes All-in-one-Konzept
  • gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Contra
  • Phantomspeisung nur global schaltbar
  • Rauschverhalten der Stereokanäle
  • EQ-Einstellungen werden nicht aufgezeichnet
  • Subgruppe kann nicht aufgezeichnet werden
  • 14 Analogeingänge
  • 10 Ultra-HDDA-Mikrofonvorverstärker
  • global schaltbare Phantomspeisung
  • 12 symmetrische Line-Eingänge (8 mono, 2 stereo)
  • 1 Aux-Stereokanal für das Einspielen von Mobilgeräten über Bluetooth, Cinch oder Mini-Klinkenbuchse
  • Inserts in den Kanälen 1 und 2
  • Kanäle 1 und 2 verwendbar für Instrumente wie E-Gitarren/Bässe
  • 3 Aux-Ausgänge (Monitor 1 (Pre-Fader), Monitor 2 (Pre-/Post-Fader), Interner Effekt (Post-Fader))
  • 3 Stereoausgänge mit eigenen Fadern (Stereosumme, Subgruppe, Regie)
  • 1-Knopf-Kompressor für die Kanäle 1 bis 8
  • schaltbares Highpass-Filter für 8 Mono- und 2 Stereokanäle
  • Schalter für Stummschaltung, Routing zur Stereosumme/Subgruppe und PFL in jedem Eingangskanal
  • 3-Band-Klangregelung mit durchstimmbaren Mitten für acht Monokanäle, feste Mitten für Stereokanäle
  • 4-Band-Klangregelung mit zwei durchstimmbaren Mittenbändern für Stereosumme & Subgruppe
  • eingebauter Bluetooth-Empfänger für drahtlose Anbindung von Wiedergabequellen
  • integrierter Effektprozessor mit 16 Effekt-Typen
  • nutzbar in allen Eingangskanälen, Monitorwegen, der Subgruppe und der Stereosumme
  • ein-/ausschaltbar per optionalem Fußschalter (Tascam RC-1F)
  • 60-mm-Kanalfader
  • 12-Segment-LED-Pegelanzeigen für die Stereosumme
  • symmetrische XLR-Ausgänge für die Stereosumme
  • symmetrische Klinkenausgänge (TRS) für Subgruppen, Regieraum, Monitorwege 1/2 und Effektweg
  • Kopfhörerausgang mit 2x 80 mW Ausgangsleistung
  • Mehrspuraufnahme-Modul
  • Aufnahmemedium: SD-Karte (bis 128 GB, Class 10 oder höher)
  • bis zu 16 Spuren (14 Eingangskanäle & Stereomischung) können ohne Computer aufgezeichnet werden
  • Aufnahmeformat: WAV (BWF), 44,1/48 kHz, 16/24 Bit
  • Overdub-Aufnahme, Punch-in/-out (für maximal acht Spuren simultan)
  • Mehrspurwiedergabe für eine erweiterte Live-Performance
  • beleuchtete Tasten für Wiedergabe/Aufnahme/Stopp zur besseren Sichtbarkeit in dunkler Umgebung
  • USB-2.0-Audiointerface für die Verwendung mit Windows- (ASIO) und Mac-Computern (Core Audio)
  • Audioaufzeichnung via PC/Mac: 16 Kanäle (alle 14 Eingänge + Stereobus)
  • Playback vom PC/Mac: 14 Kanäle
  • einfache Menünavigation mittels Jogwheel
  • Einbau in ein 19 Zoll Rack möglich (mit optionalem Rack-Einbausatz)
  • Preis: 779,- Euro
3 / 3

Auspackbilder findest du hier ->

Tascam Model 16

Verwandte Artikel

User Kommentare