Test
4
13.03.2020

Tama S.L.P. Sonic Stainless Steel 14x6,5 Snare Test

Snaredrum mit Stahlkessel

Mit sanfter Gewalt

Mit der Sonic Stainless Steel in 14x6,5 erweitert Tama sein gut gefülltes S.L.P. Snaredrum-Portfolio um eine dritte Stahlkessel-Variante, wobei man dieses Mal auf besonders reinen und daher teureren Edelstahl setzt. Das ist aber nicht der einzige Unterschied zu den günstigeren Geschwistern. Anders als bei der Vintage Hammered Steel kommt hier ein etwas tieferer, glatter Kessel zum Einsatz. Gleichzeitig geht es in puncto Dimensionen und optische Erscheinung etwas ziviler zu als bei der martialischen Big Black Steel. Trotzdem soll unser Testobjekt natürlich kein Leisetreter sein, im Gegenteil. 

Für eine ordentliche Präsenz soll nämlich nicht nur der durchaus gesund dimensionierte Kessel sorgen, sondern auch weitere Zutaten wie der Snareteppich in Überbreite und die satten, drei Millimeter starken Stahlspannreifen mit dem verheißungsvollen Namen „Ultimate Steel Mighty Hoop“. Mit einer klanglichen Bandbreite zwischen feiner Ansprache und schädelspaltender Power möchte die Sonic Stainless Steel also auf viele musikalische Szenarien vorbereitet sein. Ob das tatsächlich der Fall ist, lest ihr auf den folgenden Zeilen.  

Details

Der Edelstahlkessel besitzt eine graue Beschichtung

Unser Testobjekt macht einen wirklich eleganten Eindruck. Dazu tragen nicht nur die klassischen Böckchen bei, sondern vor allem die matt schimmernde Beschichtung, mit welcher der 1,2 Millimeter Edelstahlkessel versehen wird. Eine Schweißnaht zeigt, dass es sich um einen nicht nahtlos gezogenen Kessel handelt, diese ist allerdings nur von innen sicht- und fühlbar. Die Kesselränder sind im 45 Grad-Winkel in eher rundlicher Form umgebördelt, ein flaches, aber breites Snarebed soll dem Teppich eine adäquate „Raschelfläche“ bieten. 

Dickere Spannreifen und ein 30-spiraliger Teppich

Wie von den anderen S.L.P. Modellen bekannt, kommt auch die Sonic Stainless Steel mit einem professionellen Hardware- und Verschleißteilepaket daher. Dazu gehören die zehn formschönen Messing-Tubelugs genauso wie die unspektakuläre, aber funktionelle Drop Style Abhebung mit einseitiger Justierbarkeit. Um ein schnelles Verstimmen auch bei harter Spielweise zu verhindern, hat Tama der Testtrommel zudem seine sogenannten „Hold Tight Washers“ spendiert. Hierbei handelt es sich um spezielle, zweiteilige Stimmschrauben-Unterlegscheiben aus Metall und Kunststoff. Erst bei genauerer Betrachtung fällt auf, dass die Spannreifen ungewöhnlich dick sind. Statt auf 1,6 oder 2,3 Millimeter kommen die Ultimate Steel Mighty Hoops auf satte drei, was Rimshots und Rimclicks zu mehr Präsenz verhelfen soll. Eine weitere Spezialität finden wir auf der Unterseite, dort raschelt nämlich ein breiter, 30-spiraliger Teppich vor sich hin. Zu guter Letzt montiert Tama Felle von Evans USA, ein G1 coated auf der Schlag- und ein Snare Side 300 auf der Resonanzseite. 

1 / 3
.

Verwandte Artikel

User Kommentare