Software
Test
10
08.04.2019

Praxis

Do it yourself

Als Erstes zeige ich dir im folgenden Video, wie schnell man in Dune 3 einen Jump-Sound kreieren kann, nachdem sich Eddie Van Halen die Finger geleckt hätte, als er 1984 seinen Welthit aufnahm. Wie du siehst, benutze ich dazu nur einen Oszillator, denn im OSC-Mixer sind alle außer dem ersten Regler komplett nach unten gezogen.  Und ich nutze auch nur ein Synth-Layer, unter AMT steht deshalb eine Eins. Dadurch geht das Ganze sehr schnell, hört sich aber trotzdem extrem gut an. Und auch der Hall überzeugt.

Sound

Und jetzt zu den Presets. In Dune 3 können auch die Presets der zweiten Version abgespielt werden, somit kommt man auf über 1000 Sounds. Hören wir uns Preset 001 an, Adrenaline KS. Schon hier hört man, was Dune 3 alles kann. Bei diesem Preset handelt es sich um einen Arp-Sound der Extraklasse. Es wurde eine komplette Akkordfolge einprogrammiert mit vier Akkorden. Diesen Sound kann man dann direkt in einen Song einbauen. Und der der Klang erst - einfach top! Die Kombination aus zwei Delays und einem Reverb schafft einen komplexen Raum, richtig krass wird es aber, wenn ich das Modulationsrad bediene. 

Ich klicke mich durch die Presets und schon kurze Zeit später fällt mir Preset Nummer 4 auf. Dieses Mal ist es ein Bass-Arp-Sound, bei dem mir schon wieder der hervorragende Klang auffällt. Der Sound ist klar, präsent, aber durch den satten Bass auch rund. Ich schalte das Delay nach einem Durchlauf erst an, das sorgt nochmal zusätzlich für einen unheimlichen Groove. 

Beispiel drei ist ein Pad-Sound, der ebenfalls sehr gut klingt. Man hört den Detune-Effekt und das Phaser-FX, beide erzielen eine interessante Atmosphäre. Durch den schnellen Attack lässt sich der Sound aber auch für mehr als nur als Pad einsetzen. Auch schnellere Melodien sind damit spielbar.

Auch Beispiel vier ist ein Pad-Sound, das Preset direkt vor dem letzten Beispiel. Dieser Sound erinnert total an den Interstellar-Soundtrack von Hans Zimmer. In der Mitte füge ich dem Beispiel über das Modulationsrad zusätzlich noch Bewegung hinzu und gleich klingt es noch ein bisschen mehr nach einem Hollywood-Soundtrack. 

In der Kategorie Keys finde ich ein Cembalo, das ordentlich durch die Mangel gedreht wurde. Man kann seinen Ursprung noch erahnen, bei Dune klingt es aber dann mehr nach Vangelis und dem Bladerunner-Soundrack. Und auch hier kann ich über das Modulationsrad Brightness hinzufügen, die den Sound erstrahlen lässt.

Zum Schluss jetzt noch ein Beispiel aus der Synth-Bank von Dune 2. Alle Presets der zweiten Version können einfach in Dune 3 geladen werden und sind auch im Lieferumfang enthalten. Dieser Sound hat so eine Power und er bekommt noch mehr, wenn ich den Aftertouch-Effekt auslöse. Ich muss nach dem Anschlag die Keyboard-Tastatur einfach noch ein kleines bisschen weiter nach unten drücken – et violà: also wenn schon Synth-Brass, dann bitte so! 

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