Gitarre Hersteller_Surfy_Industries
Test
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30.04.2021

Surfy Industries SurfyTrem und SurfyVibe Test

Effektpedale für E-Gitarre

Authentisch, praktisch, gut!

Surfy Industries SurfyTrem und SurfyVibe sind zwei kompakte Effektpedale mit simpler Bedienung, die den Tremoloeffekt früher Fender-Amps und den Vibratoeffekt früher Magnatone-Amps zum Vorbild haben. Die schwedische Effektschmiede wurde erst 2016 gegründet und widmet sich liebevoll diversen klassischen Effekten, von denen wir bereits die SurfyBear Reverb-Units testen konnten.
Geht es um atmosphärische und schwebende E-Gitarrensounds, wurden die beiden vorliegenden Effekttypen neben dem klassischen Federhall in der jüngeren Musikgeschichte immer wieder gern genutzt. Ob das SurfyTrem und das SurfyVibe das Klangverhalten ihrer Vorbilder authentisch wiedergeben können, soll der folgende Test zutage fördern.

Details

Geliefert werden die beiden Pedale inklusive aufklebbarer Gummifüßchen in schlichten Pappkartons. Eine Bedienungsanleitung liegt nicht bei, was beim quasi selbsterklärenden Aufbau der Geräte aber auch nicht vonnöten ist. Für detaillierte Informationen hält der Hersteller aber dennoch einige Infos auf seiner Website bereit. Beide Pedale präsentieren sich mit einem identischen Bedienkonzept, kommen mit den Maßen von 60 x 110 x 50 mm und bringen runde 200 g auf die Waage. Die poppigen Farbgebungen in Kombination mit dem schlichten Design wirken dabei in meinen Augen sehr gelungen. Input und Output befinden sich an der rechten und linken Pedalseite, der Anschluss für ein 9V-Netzteil an der Front. Batteriebetrieb ist ebenfalls möglich, allerdings müssen die Pedale dafür aufgeschraubt werden. Angaben zum Stromverbrauch macht der Hersteller nicht, aber erfahrungsgemäß fällt der Energiehunger von Pedalen dieses Typs sehr gering aus.

Das SurfyTrem verfügt über zwei Potis für die Effektintensität (Intensity) und die Effektgeschwindigkeit (Speed) und hat zudem einen kleinen Kippschalter an Bord, der wahlweise den Tremolocharakter eines Blackface- oder Brownface-Amps aktiviert.

Das SurfyVibe lässt sich ebenfalls über zwei Potis in seiner Intensität und Geschwindigkeit justieren. Vorbild für den Klang ist hier laut Herstelleraussage der charakteristische Vibratoeffekt aus dem Monokanal eines Magnatone 280 Amps. Über den Kippschalter kann hier der Vibratomodus oder der sogenannte Sweep-Modus aktiviert werden. Letzterer addiert eine weitere Feedbackschleife zum Signal und erzeugt so, laut Produktbeschreibung, eine Mischung aus Phaser, Chorus und Tremolo. Beide Pedale arbeiten übrigens nicht mit einem True-Bypass. Surfy Industries verweist in diesem Zusammenhang darauf, dass die originalen Vintage-Effekte auch keinen True Bypass besaßen und eine minimale Änderung des Klangs Teil des authentischen Konzepts ist.

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