Gitarre
Test
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15.07.2010

Details:

Gehäuse/Optik
Dem Namen entsprechend kommt das Bluesky-Pedal in einem hellblauen Aluminium-Gehäuse, das logischerweise im Vergleich zu den gusseisernen Pedalen anderer Fabrikate sehr leicht ist. Trotzdem lässt die Stabilität und Roadfestigkeit nichts zu wünschen übrig, denn alle Bauteile sind von guter Qualität und werden mit Sicherheit einige Jahre harte Rock´n´Roll Bühne locker wegstecken. Die Konzeption ist primär auf den Einsatz im Board ausgerichtet, denn die Pedale können nicht mit Batterie betrieben werden. Wie bei den bereits getesteten Pedalen sollten auch diesem Gummifüße beiliegen, die aber offensichtlich auf dem weiten Weg aus Kalifornien verloren gingen. Hier lässt der Hersteller dem Gitarristen die Wahl, das Gerät entweder mit diesen auszustatten oder mit Kreppband im Effektboard zu befestigen. Was die Stromversorgung anbetrifft, erweisen sich etwas aufwendiger konzipierte digitale Effekte oftmals als unglaubliche Batteriefresser. Deshalb ist man grundsätzlich besser beraten, Pedale wenn möglich mit Netzspannung zu versorgen, denn Batterien geben bekanntermaßen gerne in den ungünstigsten Situationen ihren Geist auf. Die Abmessungen des Bluesky von 102 x 118 x 64 mm (B x T x H) bieten Platz für die diversen Einstellmöglichkeiten auf seiner Oberseite. Dabei handelt es sich um fünf Regler und zwei Dreifach-Mini-Switches und in der unteren Hälfte um zwei stabile Fußschalter, die knackfrei ihre Arbeit verrichten. Die rote LED am jeweiligen Schalter zeigt den aktuellen Effektstatus an.

Rückseite/Anschlüsse
Auf der Rückseite sind die Ein- und Ausgangsbuchsen komplett in Stereo ausgelegt, das bedeutet, dass es zwei Ein- und zwei Ausgänge gibt. Besonders die Ausstattung mit zwei Eingangsbuchsen ist vorteilhaft, weil sich so mehrere Stereopedale miteinander verbinden lassen. Das ist vor allem deshalb besonders wichtig, weil der Hall-Effekt meist an das Ende einer Effektkette geschaltet wird. Will man nämlich den vorgeschalteten Chorus ebenfalls stereo nutzen, hat man ein Problem bei einem Reverb mit nur einem Eingang.

Bedienung/Regelmöglichkeiten

Mit den beiden Mini-Switches können Type und Mode angewählt werden. Bei Type wählt man erst den Halleffekt, dafür gibt es drei Möglichkeiten:

  • Plate: Simulation eines Plattenhalls (Plate Reverb)

  • Room: Der Nachhall eines Raumes

  • Spring: Die Nachbildung eines Federhalls (Spring Reverb)

Mit Mode stehen drei verschiedene Klangmodi des angewählten Reverbs zur Verfügung.

  • norm: Normaler Betriebsmodus – Standard-Hallsound

  • mod: Dem Hallsound wird ein Modulationseffekt hinzugefügt

  • shimmer: Dem Originalsignal wird beim Plate-Modus ein zusätzliches, oktaviertes Signal hinzugefügt.Bei den anderen beiden Modi kommt eine Oktave und eine Quinte hinzu.

 

Die Feineinstellung des angewählten Hall-Effekts erfolgt über fünf verschiedene Regler:

  • Decay: Einstellen der Nachhallzeit

  • Mix: Mischungsverhältnis zwischen Original- und Effektsignal

  • Low Damp: Absenkung des Bassbereichs im Effektsignal

  • Pre Delay: Einstellen der Dauer, ab wann der Halleffekt einsetzt

  • High Damp: Absenkung des Höhenbereichs im Effektsignal

Mit dem linken Schalter mit der Bezeichnung Favorite kann man eine Einstellung intern speichern, und das funktioniert recht simpel: Einstellung vornehmen, Favorite-Schalter zwei Sekunden gedrückt halten und der Sound ist gespeichert. Zum Abrufen muss dann nur noch der gleiche Schalter einmal gedrückt werden.

Der Bluesky arbeitet mit einer True-Bypass-Schaltung, was bedeutet, dass bei ausgeschaltetem Effekt das Eingangssignal direkt zum Ausgang geleitet wird, es sich also nichts weiter im Signalweg befindet. Dadurch gibt es auch keine Klangeinbußen.

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