Test
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16.03.2016

Praxis

Lichtqualität/Eigenschaften

Das Besondere am Testkandidaten ist zweifelsohne die segmentweise Anwahl der LEDs. So habt ihr die Möglichkeit, drei Pärchen-Dots und den Single-Dot in der Mitte einzeln zu bedienen, was die Farben RGBW betrifft. Dies gilt allerdings nicht für den Dimmer oder den Zoom, da diese beiden globalen Attribute sich nur für alle LEDs gemeinsam einstellen lassen. Hinter den Linsen befinden sich sehr kräftig strahlende Quad-LEDs mit jeweils 20 W. Das Dimmerverhalten ist weitestgehend linear, die Dimmkurven bieten eine tolle Option, den eigenen Bedürfnissen noch näher zu kommen.

Der große Zoombereich von 10° - 54° zeichnet das Abbild von Spot bis Flood mit einem weichen Rand und bildet während der Fahrt kaum Stufen. Dank der Quad-LEDs sind Farbschatten auch erst dann ein Thema, wenn ihr die Segmente separat befeuert.

Stand-alone-Modus

Automatische Programme sind per Menü wählbar. Ihr könnt zwischen zahlreichen Farbverläufen und Bewegungsmustern wählen und habt bei beiden eine eigene Geschwindigkeitskontrolle - oder ihr nehmt einfach den Sound-to-Light-Modus. Außerdem kann das Gerät als Slave empfangen oder als Master Signale senden.

Im Pan-Bereich findet ihr die Stufen 570, 360 und 180 zur Verringerung des Bewegungsbereiches. Für den Tilt lässt sich Folgendes einstellen: 270, 180, 90 stehen für die Grad-Zahl der Bewegungsachse. Und es geht noch weiter: Der Startpunkt der jeweiligen Achse lässt sich ebenfalls festlegen.

DMX-Steuerung

Die DMX-Steuerung bietet zwei Modi:

14-Kanal-Modus

Im kleinen Modus könnt ihr alle Bewegungsmotoren in acht Bit betreiben. Ihr habt Zugriff auf RGBW-Farben als extra Intensität – gültig für alle LEDs. Die Kombination dieser Farbkanäle mit einem Farbeffekt-Kanal lässt euch die Farben für einige vorprogrammierte Farbverläufe einstellen. All diese Farbeffekte können auch ohne extra Definition einer Farbe angespielt werden, außerdem könnt ihr über einen Speed-Master-Channel die Geschwindigkeit regeln. Ebenso global einsetzbar und notwendig ist der Dimmerkanal, der unabhängig von den Farbintensitäten oder anderen Größen gleichmäßig dimmt. Der Shutter lässt sich mit zehn verschiedenen Effekt-Modi bedienen. Gefolgt vom Zoom und Control-Channel findet ihr zu guter Letzt noch einen Effektkanal, der Bewegungsmuster bereithält; zwei davon laufen auch als musikgesteuerte Muster ab.

Hiermit habt ihr schon ziemlich viel Kontrolle – absolut ausreichend für Party oder Disko, ja vielleicht sogar für kleine Konzerte. Was mir aber fehlt, ist der Feinkanal für Pan und Tilt. Wagen wir also den Sprung in den ...

29-Kanal-Modus

Neben sämtlichen Funktionen des kleineren Modus stehen die Feinkanäle für die Bewegungsachsen zur Verfügung, die LEDs lassen sich – aufgeteilt in vier Gruppen – separat regeln. Im Detail sind es drei Pärchen und die Center-LED, die getrennt steuerbar sind.

Anwendungsbereiche

Der MH-z720 ist problemlos auf mittelgroßen Indoor-Bühnen, in Clubs und Diskotheken einsetzbar. Auch für den Tourbetrieb sehe ich bei pfleglichem Umgang keinerlei Probleme. Im Automatik-Bereich lassen sich alle Parameter, etwa der Bewegungsbereich, in mindestens drei Stufen regeln und sämtliche Geschwindigkeiten stufenlos variieren. Dadurch ist Stairvilles MH-z720 Quad LED Wash Zoom stand-alone auch ohne Lichttechniker extrem vielseitig einsetzbar.

Für den Betrieb per DMX ist das Gerät so gut ausgestattet, dass ihr schnell zum gewünschten Ergebnis kommt. Zahlreiche vorgefertigte Farbverläufe lassen sich blitzschnell realisieren und in der Geschwindigkeit anpassen; das Gleiche gilt für Bewegungsmuster. Für den präzisen Einsatz ist das Gerät durch seinen 16-Bit-Modus in den Bewegungsachsen exakt steuerbar. Außerdem lassen sich über die Geschwindigkeitskanäle sehr langsame Bewegungen erzeugen. Der Zoom tut sein Übriges – und macht das Gerät zu einem Allround-LED-Wash-Zoom.

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