Test
8
21.12.2015

Stairville B5R Beam Moving Head 5R Test

Moving Head

Beam mit Bumms?

Der Stairville Beam Moving Head B5R möchte als Effekt auf eurer Konzertbühne glänzen und sich massiv durch den Rest des Setups kämpfen. Zugegeben: Ein flexibles Beam Moving Light mit großem Bewegungsbereich, vielen Farben, Gobos und einem Zoom mit weniger als einem Grad Abstrahlwinkel kann schon einiges. Doch Stairvilles B5R bietet für schlappe 1.000 Euro noch mehr. Ob das gut geht, verrät der bonedo.de-Test.

Details

Stairvilles Beam Moving Head B5R wiegt 19,5 kg und misst 39 x 48,5 x 33 Zentimeter. Der Beam-Effekt ist mit 17 Gobos plus Prisma und einem Farbrad mit 14 Filtern bestückt. Zudem erwartet euch ein großer Bewegungsbereich von 540 Grad Pan und 270 Grad Tilt. Zugleich besteht durch den Feinkanal eine Bewegungsgenauigkeit von 0,008 Grad im Pan und 0,004 Grad im Tilt. Es ist eine 160 Watt starke Entladungslampe verbaut, die mit 7.950 lm abstrahlt – gepaart mit einem Zoom-Bereich von 0,6 bis 4 Grad bedeutet das: Hier gibt's das volle Brett!

Die erste positive Überraschung: Im Lieferumfang ist alles enthalten, um das Gerät in Traversen zu hängen und zu sichern, dazu ein Anschlusskabel und eine drei Meter lange, dreipolige DMX-Leitung. Das passende Halogen-Leuchtmittel ist noch nicht eingebaut, liegt aber sicher verpackt bei.

Aufbau

Der Stairville B5R ist recht schwer und seine Maße lassen ihn als vollwertigen Bestandteil des Setups erkennen. Dennoch ist er durch die Handgriffe an den Seiten leicht zu transportieren. Die Pan- und Tilt-Bewegungen lassen sich durch einen kleinen Hebel arretieren. Mit „stehend“ oder „hängend“ gibt der Hersteller die Aufbauarten an – das Gerät wurde also nicht für die Kräfte ausgelegt, die zum Beispiel bei seitlicher Montage an einer stehenden Truss auftreten.

Stehend kommt der Stairville mit unterschiedlichen Oberflächen gut zurecht. Die Gummifüße sind recht hoch und garantieren zum einen Halt auf Holzbühnen und glatten Böden, zum anderen könnt ihr das Gerät auch auf einem Teppich betreiben, da noch ausreichend Platz für zirkulierende Luft ist. Ein Vorteil beim Aufbau: Auf der Unterseite gibt es keinen Lüfter.

Montage des Leuchtmittels

Um das 160-Watt-Leuchtmittel zu montieren (unbedingt vorher Netzverbindung trennen!), benötigt ihr einen Kreuzschlitzschraubendreher. Vier Schrauben müssen gelöst werden, um den Montagedeckel zu entfernen und zwei weitere, um den Lüfter abzunehmen, der den Leuchtmittelsockel verdeckt. Die Schrauben kann man rasch verlieren und zwei kleine Verbindungsstücke vom Gehäuse fallen leicht herunter. Also Obacht! Das Leuchtmittel in den Sockel zu bringen, geht leicht von der Hand, es dürfen ausschließlich MSD Platinum 5R von Philips verwendet werden.

Handhabung

Für das DMX-Signal hat der Testkandidat parallele drei- und fünfpolige DMX-Inputs und -Outputs. Rein und raus könnt ihr auch mit der Stromversorgung per PowerCon. Die Anschlüsse sind hochwertig und flexibel, passende Leitungen gehören zum Lieferumfang. Das LC-Display ist hintergrundbeleuchtet, mit den Tasten Up, Down, Set und Enter navigiert ihr strukturiert und flott durch das englisch- oder chinesischsprachige Menü. Nach einiger Zeit (konfigurierbar) der Inaktivität schaltet es sich ab. Wahlweise leuchtet es auch permanent oder im Low-Light-Modus.

Beim Umgang mit diesem Gerät ist generell Vorsicht geboten, achtet immer auf den nötigen Sicherheitsabstand zu Dingen und Personen! Stairville warnt vor Augenverletzungen und Verbrennungen – gibt aber leider widersprüchliche Hinweise zur Minimaldistanz. Angesichts der hohen Temperaturen, die die Lampe erzeugt, ist es ein notwendiges Feature, die Lampe bei fehlendem DMX-Signal ausgeschaltet zu lassen und nur bei anliegendem Signal zu zünden.

1 / 3
.

Verwandte Artikel

User Kommentare