Bass
Test
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16.03.2020

Spector Performer 4 MBLG Test

Viersaitiger E-Bass

Schicker Budget-Spector für kleines Geld!

Stuart Spector gehört zu den US-amerikanischen Edelbass-Herstellern, die die Zeichen der Zeit früh erkannt haben und schon vor mehr als 30 Jahren deutlich preisgünstigere Versionen ihrer edlen Bässe auf den Markt gebracht haben. Bereits 1986 stellte Spector koreanische Import-Modelle vor. 1993 begann die Produktion der populären Bässe in Tschechien - die sogenannten Spector Euro-Bässe bestechen durch eine umwerfend hohe Qualität, sind aber nicht ganz so sündhaft teuer wie die USA-Instrumente. Mittlerweile hat Spector aber auch für Einsteiger und Bassisten mit knappem Budget etwas Passendes im Programm: Die Bässe aus der Performer-Serie werden in Indonesien gefertigt und sind schon für sagenhafte 400,- Euro für den Viersaiter in den Geschäften zu haben. In diesem Test wollen wir herausfinden, wie viel Spector-DNA wirklich noch in der Budget-Serie steckt. Zu diesem Zweck heben wir einen viersaitigen Spector Performer in einer schicken "Metallic Blue"-Lackierung auf den Prüfstand.

Details

Mit einem Blick auf den metallic-blauen Performer wird sofort klar, aus welchem Stall er stammt: Der kompakte und elegant geformte Korpus und die große Kopfplatte haben einen hohen Wiedererkennungswert - der günstige Spector-Viersaiter aus Indonesion sieht im Wesentlichen wie ein etwas schlichter gehaltener USA- oder Euro-Spector aus.

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Deutliche Unterschiede gibt es aber logischerweise im Hinblick auf die verwendeten Hölzer und natürlich auch bei der Hardware- und Tonabnehmer-Austattung. Der Korpus meines Testkandidaten besteht aus Nato-Holz, das optisch sehr an Mahagoni erinnert und deshalb auch fälschlicherweise oftmals als "Nato-Mahagoni" bezeichnet wird. Nato ist allerdings deutlich preisgünstiger als Mahagoni und kommt daher hauptsächlich bei Budget-Instrumenten zum Einsatz.

Der rötliche mahagoniähnliche Farbton und die feine Maserung des Nato-Holzes sind bei meinem Testkandidaten allerdings gar nicht zu sehen, denn der Korpus wurde mit einem deckenden Hochglanz-Finish lackiert. Für die Halskonstruktion wurden drei Streifen Ahorn laminiert und mit einem Griffbrett aus Ebenholz (Amara-Ebenholz) versehen - hier verwendet Spector also eher die traditionell bewährten Holzarten.

Im Griffbrett sitzen schließlich 24 Bünde und zur Lagenorientierung gibt es gewöhnliche Dots vorne und an der oberen Flanke. Am Korpus wird die Halskonstruktion mit fünf in Hülsen sitzenden Schrauben gehalten, sodass sich hier im Normalfall nichts mehr bewegen wird - zumal die Ausfräsung auch wirklich sehr exakt gearbeitet ist.

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Damit kommen wir bereits zur Ausstattung des Budget-Spector, die im Großen und Ganzen recht einfach und funktional gehalten ist. Auf der Kopflatte sitzen vier gekapselte Mechaniken, am Korpusende werden die Saiten von einer soliden Brücke mit justierbaren Saitenreitern aufgenommen.

Für den Sound sorgt beim Test-Performer ein sogenanntes "P/J-Setup", das sich aus einem Splitcoil-Tonabnehmer in der Halsposition und einem Singlecoil-Tonabnehmer vor der Brücke zusammensetzt. Die Elektronik ist rein passiv und bietet im Cockpit des Basses für jeden Tonabnehmer einen Lautstärkeregler sowie eine Tonblende zur Höhenabsenkung.

Soviel zu den Details des viersaitigen Performer. Einige von euch werden sich sicherlich fragen, wie es denn in Sachen Verarbeitung beim Einsteiger-Spector aussieht. Die Frage ist schnell beantwortet, denn hier gibt es schlicht nichts auszusetzen. Sämtliche Holzarbeiten wurden exakt ausgeführt, die Lackierung weist keine Fehler auf, und auch die Bundarbeiten stimmen - vorbildlich!

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