Gitarre
Test
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08.06.2021

Sonor 1000 Series Hardware Set Test

Fünfteiliges Schlagzeug-Hardware-Paket

Erstausstattung

Gerade wer viel trommelt und sein Set öfter auf- und abbaut, weiß den Vorteil von robusten und leichtgängig verstellbaren Stativen zu schätzen. Bei den sehr preisgünstigen Einsteigersets sind es zumeist die Felle, die Becken und irgendwann auch die Hardware, die höherwertigen Pendants weichen müssen.

In diese Kerbe schlägt das Sonor 1000 Hardware Set. Die Stative sind allesamt verchromt, an einigen Stellen sorgt eine matte Optik – wie beispielsweise am Rahmen und an den Fußplatten der Pedale – für einen optischen Kontrast. Sämtliche Unterteile sind doppelstrebig, an den genieteten Stellen sorgen Gummipuffer für einen quietschfreien Auf- und Zusammenbau. Alle Teile sind sauber verarbeitet, die Stativteile laufen reibungslos in den Rohren, es gibt auch keine unsauber entgrateten Stellen. So weit, so gut. Entsprechend der Preisklasse halten sich außergewöhnliche technische Features ansonsten in Grenzen, auch zählt das 1000er Set nicht zur Kategorie Ultraleicht-Hardware, wie beispielsweise Yamaha’s Crosstown Set. Die Gewichte der einzelnen Elemente habe ich euch in den Specs am Ende des Tests aufgelistet. Schauen wir uns die einzelnen Teile mal genauer an.

Details & Praxis

CS 1000 Cymbal Boom Stand

Bei den beiden Galgenbeckenständern handelt es sich um einfach ausziehbare Stative, bei denen sich der Galgen nicht im unteren Rohr versenken lässt. Nutzt man den Galgen als Verlängerung in die Höhe, lassen sich aber auch sehr hohe Beckenpositionen realisieren. Die beiden Winkelveränderungen, mittig am Galgen und am Ende des Stativs, am Tilter, werden mit einem Rastergelenk verstellt. Eine stufenlose Neigung ist also nicht möglich. Die beiden Stative machen einen robusten und langlebigen Eindruck, stehen sicher am Set und lassen sich unkompliziert bedienen.

SS 1000 Snare Stand

Solide Basis, aber obenrum etwas schlanker - so lässt sich der 1000er Snareständer kategorisieren. Auch hier erfolgt die Winkeleinstellung des Snarekorbs mittels eines Rastergelenks. Die Abstufung fällt für meinen Geschmack allerdings recht grob aus. Ich muss mich also zwischen einer gerade ausgerichteten Trommel und, in der nächsten Stufe, einer schon deutlich angewinkelten Position entscheiden. Das finde ich etwas ungünstig gelöst. Der Snarekorb wird mit einer Flügelmutter aus Kunststoff auf den passenden Durchmesser eingestellt, er fasst Trommeln von 10 bis 14 Zoll. Für sehr schwere Snaredrums wäre mir der Korb etwas zu schlank, ansonsten macht das Stativ einen zuverlässigen Job. Wer allerdings eine stufenlose Neigungseinstellung bevorzugt und einen etwas massiveren Korb dazu, sollte sich das Stativ aus der 2000er Serie anschauen. 

HH 1000 Hi-Hat-Maschine

Die 1000er Hi-Hat hat drei drehbare Beine, was sie besonders für Doublebass-Spieler interessant macht. In das Gewinde der Hi-Hat-Schraube wurde eine Aussparung zur Schonung des Top-Beckens eingefräst, sehr vorbildlich! Auch das Bottom-Becken lässt sich von der Neigung her regulieren. Die Federspannung des Pedals lässt sich, wie bei einigen Konkurrenzprodukten in dieser Preisklasse auch, leider nicht anpassen. Dieses Feature empfinde ich als komfortabel, wenn man beispielsweise zwischen eher leichten und schwereren Hi-Hat-Becken hin- und her wechselt. Der Widerstand beim Heruntertreten erscheint mir bei der HH 1000 für herkömmlich gewichtete Becken aber straff genug. Die Maschine steht mit ihrem Gewicht von vier Kilogramm auch bei zügigeren Figuren sicher und stabil und geht nicht auf Reisen. Ein auf der Vorderseite herausdrehbarer Dorn hilft dabei, sie zusätzlich im Teppich zu verankern. Ich hätte mir noch eine Memory Clamp zur Sicherung des oberen Rohrs gewünscht. 

SP 1000 Fußmaschine

Beim SP 1000 handelt es sich um ein einfach konstruiertes Fußpedal, das mit zwei Bügeln auf der Unterseite eingehakt wird. Der Beater mit Filzkopf wird mit einem Vierkantschlüssel befestigt und die Übertragung erfolgt über eine recht dünne Einzelkette. Möchte man das Laufverhalten des Pedals verändern, stehen dafür zwei Parameter bereit: die Anpassung der Federspannung und die simultane Veränderung von Beaterwinkel und Pedalhöhe. Für letzteres gibt es keine stufenlose Möglichkeit, stattdessen wird via Vierkantschlüssel die Position der Federaufhängung versetzt, dafür sind drei Löcher in den Rahmen eingelassen. Je nach Einstellung hat das Pedal so mehr Rebound und legt einen weiteren Beaterweg zurück, die Pedalhöhe verlagert sich für ein direkteres Spielgefühl allerdings auch recht weit nach oben. Der Vorteil ist, dass das Pedal im Vergleich zur Werkseinstellung deutlich mehr „Punch“ entwickelt, so ließ es sich im Praxistest zufriedenstellend bedienen. Als etwas störend empfand ich allerdings die Nebengeräusche, die das Fersenteil beim Auflegen des Fußes verursacht, auch spielt sich die Maschine insgesamt etwas instabil, da die beiden Bügel auf der Unterseite im eingehakten Zustand ein recht hohes seitliches Spiel aufweisen. 

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