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11.03.2021

Shure AONIC 215-K True Wireless Test

Bluetooth-Ear-Buds

Nicht nur guter Sitz – aber vor allem das!

Wer mit Kopfhörern Sport machen will, sucht sich oft Wireless-Headphones aus. Wer nicht auf die großen, ausladenden On-Ear- oder Over-Ear-Hörer steht, greift dann gerne zu Bluetooth-In-Ears. Von Shure gibt es mit den Aonic 215 sporttaugliche Systeme mit Noise Cancelling, App-Steuerung und einigen Dingen mehr. Also rein in die Joggingschuhe und ab auf die Runde um den See!

Details

Mehrteilig

Mehrere Teile bilden das „System“ Shure Aonic 215, welches vom amerikanischen Unternehmen Shure entwickelt wurde und in China gefertigt wird: Da wären zunächst die eigentlichen Hörer namens Shure SE215, die analoge Spannung in Schall wandeln und außen am Gehörgang sitzen. Eine weitere Einheit, die höchst einprägsam RMCE-TW1 getauft wurde, beinhaltet Akku, Bluetooth-Konnektivität und Mikrofone für Telefonie und die aktive Außengeräusch-Dämmung. Ein „Cradle“ bewahrt das System auf und lädt die Akkus auf. Das Paket perfekt macht eine App namens „Play“, die nicht nur die Steuerung und Einstellung übernimmt, sondern auch auf die Musikbilbliothek zugreift und somit als „Hörzentrale“ dient. Die Modularität ist absolut sinnvoll: Sind Hörer und Sender/Empfänger eine Einheit, bleibt nach dem Ende des Akkulebens oft nur der Wurf in die Mülltonne – was bekanntlich vermieden werden sollte.

Eigentlicher Hörer: Shure SE215

Das Shure Aonic 215 ist kein hochpreisiges System, wenn man an die umfangreichen Möglichkeiten denkt. Da ist es klar, dass nicht die aufwändigste und komplexeste Wandlertechnik zum Einsatz kommen kann. So sind die SE215 dynamische Breitband-Treiber, die gegenüber modernen Mehrwegesystemen, dann gerne als BA-Kopfhörertreiber, potenziell etwas im Nachteil sind. Als Korpusfarben sind neben dem transparenten Schwarzgrau auch Blau, Weiß und ein gänzlich klares Plastik wählbar. Wie heute üblich, sind im Lieferumfang verschiedene Ohrpassteile, darunter nicht nur Silikonoliven, sondern auch Schaumstoff-Zyplinder. Anders als beim deutlich teureren Aonic 5 lässt sich aber nicht die Nozzle (das kleine „Schallröhrchen“) zum Tuning austauschen. Über einen MMCX-Anschluss wird das Bluetooth-Teil angesetzt. In seinem Tech Portal gibt Shure für die Hörer eine Impedanz von 17 Ohm und eine Empfindlichkeit von 107 dB SPL/mW bei 1 kHz an. Für den Wandler selbst gibt Shure einen Frequenzgang von 21 Hz – 17,5 kHz an.

Power, Verbindung und Geräuschunterdrückung: RMCE-TW1

Der schwarze Knubbel beinhaltet eine Reihe Funktionen. Das Signal vom Bluetooth-Sender wird hier empfangen, gewandelt, verstärkt und zum analogen MMCX-Ausgang weitergegeben. Andersherum werden Mikrofonsignale auf die Reise zum Telefon geschickt und es findet das Processing für die Außengeräuschdämmung um bis zu 37 Dezibel darin statt. Über den Knoten kann mit verschiedenen Druckfunktionen kommuniziert werden, die Rückantwort erfolgt über eine in American English sprechende Damenstimme. Eine Akkuladung soll bis zu acht Stunden Musikhören ermöglichen.

AAC, aptX, und SBC stehen als Codecs über Bluetooth 5 (2402 – 2480 MHz, typische Reichweite: zehn Meter) zur Verfügung. Qualcomms aptX kann aber leider nur in der Standard-Variante genutzt werden, nicht aber die hochwertigeren Versionen.

Laden und Aufbewahren

Das Ladeteil ist rund und passt in viele Jackentaschen. In ihm werden die Hörer aufbewahrt und über eine Dreipin-Verbindung geladen. Der Akku selbst ermöglicht ungefähr drei Volladungen der Mobilteile, ein Druck auf einen Button auf der Unterseite erteilt mittels dreier LEDs Auskunft über den Ladezustand, eine zusätzliche LED, die auch in geschlossenem Zustand abgelesen werden kann, informiert über die aktuelle Ladetätigkeit. Die Lade- und Aufbewahrungstasche selbst wird via beiligendem USB-Kabel geladen.

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