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17.06.2016

Sennheiser HD 25, HD 25 Light und HD 25 Plus Test

Kopfhörer für Bühne, FoH-Platz, DJ und Studio

Dreimal fünfundzwanzig

Sennheisers HD 25 ist zweifelsohne ein moderner Klassiker. Dank seiner leichten, kompakten Bauform mit ohraufliegenden Wandlern, angenehmem Klang und ausreichenden Lautstärkereserven hat sich der geschlossene Kopfhörer einen festen Platz im Reisegepäck vieler Musiker, DJs und FOHler gesichert. Aktuell bietet Sennheiser drei Modelle an, die nicht nur in Ausstattung und Preis differieren. Wir haben hingesehen und zugehört, wie sich die drei Brüder unterscheiden.

Details

Hat man die drei Kopfhörer aus ihrer Verpackung befreit, fällt zunächst auf, dass sich HD 25 und HD 25 Plus wie ein Ei dem anderen gleichen. Beide Modelle besitzen einen 2,5 cm breiten, mit Kunstleder gepolsterten Kopfbügel, der sich in der Mitte „auseinander klappen‟ lässt, um auf unterschiedlichen Köpfen gleichermaßen ergonomisch zu sitzen. Damit das funktioniert, sind die beiden Teile des Bügels links und rechts an in einer Art Drehgelenk befestigt. Über diese Konstruktion lässt sich auch der untere Teil des Kopfbügels mit der Wandler-Aufhängung nach vorne bzw. hinten drehen. Viele DJs mögen das, um ein Ohr kurzfristig der Raumakustik zuzuführen. Allerdings scheint das nur mit der linken Ohrmuschel möglich, denn trotz optisch identischer Mechanik auf beiden Seiten bleibt die rechte Seite starr, selbst wenn die Gelenkschraube gelockert wird. Auf den Wandlern sitzen Ohrpolster aus Kunstleder, die eine gute Dämpfung erwarten lassen.

Das Kabel wird über die rechte Seite zugeführt. Dazu sitzt auf der rechten Kapsel eine Art Miniatur-Anschlussterminal, über das ich gleich noch ein paar Worte verlieren werde. Von dort aus wird das rechte Ohr direkt mit dem signalführenden Kabel verbunden, die Leitung für die linke Seite wandert über eine kleine, innenliegende Rinne im Kopfbügel auf die andere Seite. Das sieht gerade auf der rechten Seite nicht wahnsinnig elegant aus, funktioniert aber. Elektrischen Kontakt erhalten die Ohrmuscheln über die Sennheiser-typischen steckbaren „Pommesgabeln‟.

Was ist anders am gut 60 Euro teureren HD 25 Plus? Ganz einfach, der Kartoninhalt. Dem Plus liegt zunächst ein Nylontragetäschchen bei, dessen Anmutung kaum jubeln lässt. Außerdem gibt es ein alternatives Paar Ohrpolster aus Velours. Last, but not least dürfen Plus-Käufer das 1,5 m lange Spiralkabel gegen ein drei Meter langes Exemplar in glatter Ausführung tauschen. Beim einfachen HD 25 ist nur das glatte Kabel vorhanden.

Das führt uns zurück zu besagtem „Anschlussterminal‟. Dies ist in Wahrheit nämlich eine Klemmvorrichtung für das Kabel ohne elektrische Funktion. Um deren Deckel lösen zu können, benötigt man einen sehr feinen Torx-Schraubendreher, der dem HD 25 Pro leider nicht beiliegt. Auch eine kurze Anleitung, wie genau der Kabeltausch zu bewerkstelligen ist, fehlt. In Wedemark vertraut man völlig auf die technische Kompetenz seiner Kunden und einen exzellent sortierten Werkzeugkasten. Das ist mutig.

HD 25 Light

Die Konstruktion der Light-Variante ist wesentlich simpler: Hier gibt es lediglich einen schlichten Kunststoffbügel (2 cm) mit sehr rudimentärer Schaumstoffpolsterung, an dessen Ende die Ohrmuscheln angesteckt werden. Außer der obligatorischen Höhenverstellung geht hier nichts.

Dafür lässt sich das Kabel werkzeugfrei wechseln, denn es müssen nur die beiden Kontaktstifte abgezogen werden. Obwohl die Wandler mit denen des HD 25 rein optisch identisch scheinen, hat der Light andere Eckdaten. Den Frequenzgang gibt Sennheiser mit 30 – 16000 Hz an, die Nennimpedanz liegt bei 60 Ohm und der maximale Schalldruck bei 114 dB.

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