Test
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17.05.2017

Praxis

Bereits beim Einschalten eröffnet sich ein wenig Italo-Flair. Das TFT-Display hat’s mit seinen präsenten Farben und übersichtlicher Aufteilung wirklich in sich. Man kann sofort sehen, um was es geht. Bei der Usability von Bühnentechnik steht schließlich die Effizienz im Mittelpunkt.

Schon geht’s durch das Menü. In der oberen Bildschirmleiste befinden sich die Hauptmenüs wie Fixture, Palette, CMY-Palette Hilite usw. In den seitlichen Leisten stehen die Untermenüs zur Verfügung. Alles lässt sich bestens bedienen, die Menüstruktur ist gut durchdacht und selbsterklärend. Das Display reagiert nicht nur auf nackte Finger, sondern auch auf Handschuhe oder unter schützender Plastikfolie sehr direkt. Ein zu zartes, versehentliches Antippen genügt nicht: Die Bedienfelder müssen wie ein analoger Schalter kurz gedrückt und losgelassen werden. Sehr angenehm. Geschmackssache sind die Touchslider, die Sagitter dem Quiver verliehen hat, gleichermaßen aber auch eines der Hauptargumente für das Konzept dieses DMX-Controllers. Gewohnt ist man ja eher die Einstellung der jeweiligen Paramater per Encoder-Rad. Sagitter versucht, das aus der Oberklasse bekannte Touch-Prinzip eines mit Faderwings erweiterbaren Martin M1 Lichtpult auch auf diesen günstigen Controller zu adaptieren.

Die Fader unterstützen eine sehr intuitive Bedienung in Echtzeit. Einfach in der entsprechenden Höhe drauftippen, schon springen die Werte direkt an die entsprechende Stelle. Werden die Finger aufgelegt, geht’s dann sanfter und gewissermaßen stufenlos vonstatten. Exakter Weise muss man sagen, dass es sich bei den transparenten Touchslidern eigentlich um ein einziges Element mit vier Aussparungen handelt.

Traditionalisten werden sich vielleicht bei den mechanischen Fadern wohler fühlen. Mir kommen sie allerdings ein bisschen wacklig vor. Die Drucktaster haben eine Aussparung für die Finger- oder Daumenkuppe, sodass auch in dunkler Bühnen- oder Club-Umgebung die Treffsicherheit gewährleistet ist. Welche Taster gerade aktiv sind, wird durch kleine, rote LEDs angezeigt. Satte 144 Cue-Listen können auf zwölf Seiten organisiert werden. Die Listen lassen sich nicht nur unkompliziert zusammenstellen, sondern ebenso rasant wieder abrufen. Dabei können Szenen in Echtzeit aufgerufen und per Touch, Fader oder Taster beeinflusst werden.

Fixture-Datenbank

Selbstverständlich ist der Quiver nicht nur mit den Scheinwerfern von Sagitter kompatibel. In der Datenbank sind Fixtures der wichtigsten Hersteller von Light-Equipment implementiert. Da sich die herstellerübergreifenden Funktionen durch neue Lichtkomponenten permanent verändern, ist das Upgrade der Datenbank ein wichtiger Bestandteil der Software. Beim Quiver erfolgt die Aktualisierung ganz einfach am PC oder Mac.

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