Gitarre
Test
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21.04.2015

Rivera Acoustic Chorus Shaman Test

Akustikgitarren Effektpedal

Schamane an Bord

Für den heutigen bonedo-Test liegt das Acoustic Chorus Shaman Pedal der amerikanischen Firma Rivera vor mir auf dem Tisch. Der eigentlich mit Röhrenverstärkern in "kalifornischer" Tradition bekannt gewordene Hersteller produziert seit 2011 auch Effektpedale, und neben diversen Distortion- und Overdrive-Tretern, finden sich hier auch zwei Chorus-Effekte. Die Grundlage für die Entwicklung der Pedale, bildet die Erfahrungen, die man in den letzten über 30 Jahren mit dem Modifizieren von Effekten für Bands wie Supertramp oder Musiker wie Larry Carlton gemacht hat.

Mit dem Acoustic Chorus Shaman bieten die Amerikaner ein speziell auf elektrisch verstärkte akustische Instrumente zugeschnittenes Pedal, das laut Hersteller aber auch im Zusammenspiel mit E-Gitarren eingesetzt werden kann.

Details

Optik/Aufbau

Beim Auspacken präsentiert sich das Gerät als sehr stabil, offenbart aber leider auch ein Verletzungsrisiko. Auf der unteren Rückseite warten zwei scharfkantige Ecken auf ungeschützte Finger. Sollte man also wieder einmal hastig das Pedalboard umstrukturieren wollen, ist hier Vorsicht geboten! Der Hersteller wirbt mit einem symmetrischen Eingang, den ich bisher bei keinem Choruspedal gesehen habe, und dass dieser ein bis zu 6dB stärkeres Eingangssignal generiert als reguläre Pedale mit unsymmetrischem Eingang. Allerdings braucht man dafür neben einem TRS-Kabel auch das passende Instrument mit einem symmetrischen Ausgang. Bei Akustikgitarren gibt es derzeit meines Wissens nur die Taylor ES-Modelle, die diese Eigenschaft mitbringen und deshalb auch in der Produktwerbung des Herstellers eine Rolle spielen. Aber keine Sorge, auch mit einem regulären unsymmetrischen Ausgang am Instrument lässt sich das Gerät nutzen.

Der Acoustic Chorus Shaman bietet die Möglichkeit, mit dem linken Fußschalter zwischen einem Chorus- und einem Vibrato-Effekt auszuwählen, der rechte ist für die Aktivierung des Pedals zuständig - beide übrigens mit deutlich hörbarem Einschaltknack. Eine blaue LED zeigt das aktive Pedal an, eine grüne den Chorus- und eine rote den Vibrato-Effekt. Auf der Oberseite finden wir weiterhin jeweils zwei Regler für die Geschwindigkeit und Tiefe der beiden Effekte. Zusätzlich hat der Entwickler dem Pedal einen 2-Band-EQ spendiert, mit dem der Spieler, wenn nötig, den Bass- und Höhenbereich des Effektanteils nachregeln kann. Ein weiteres Poti dient als Effektblende. Und last, but not least wartet ein Kippschalter mit der Möglichkeit, im Stereobetrieb drei Modi anzuwählen:

Legend:

In diesem Modus ist nur das Signal des Mono-Ausgangs mit dem Effekt belegt. Der zweite Ausgang hingegen bleibt vom Effekt unberührt.

Standard:

Diese Konfiguration präsentiert den Effekt auf beiden Ausgängen mit unterschiedlichem Effektverhalten auf jedem Kanal.

Custom:

Der Custom-Modus entspricht dem Standard-Modus, wobei das Effektsignal aber einen anderen Charakter vorweist.

Die Front des Pedals beherbergt den Instrumenteneingang, zwei Ausgänge sowie einen Anschluss für das Netzteil, das leider nicht zum Lieferumfang gehört. Das True-Bypass-Pedal lässt sich auch mit einem 9V-Block betreiben, wofür es allerdings aufgeschraubt werden muss. Vier Gummifüße sorgen für einen sicheren Stand.

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