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20.01.2020

Rephase SP12k: Kostenloser E-mu SP 1200 Drum-Sampler im Browser

Hat euer Herz auch höher geschlagen, als ihr gelesen habt, dass Dave Rossum höchstpersönlich die originale E-mu SP 1200 generalüberholt? Und hat es auch geblutet, als ihr den Preis (7500 Dollar) gesehen habt? Naja, so ging es mir zumindest. Es gibt aber ein Trostpflaster – und das nicht nur als Hardware! Nein, ich rede von einer SP 1200 im Browser! Die Rephase SP12k ist kostenlos und erlaubt sogar das Im- und Exportieren von eigenen Samples.

Rephase SP12k

Hinter einem schlichten aber einfach zugänglichen Interface verbergen sich acht Slots für Samples. Zum Start sind direkt fünf Samples (2x Kick, Snare, Hi-Hat, Open Hi-Hat) integriert und ihr könnt sofort ein paar Beats spielen. Das macht ihr entweder über die Zahlen 1 bis 8 auf eurer Tastatur oder mit der Buchstabenreihe von „s“ bis „l“.

Auf jedem der acht Sample-Slots stellt ihr mit einem Slider den Pitch von -8 bis +7 ein. Zusätzlich könnt ihr aber die Abspielgeschwindigkeit in drei Stufen wählen, was die Pitch-Einstellung ebenfalls beeinflusst. Weiterhin wählt ihr einen von acht Kanälen, wofür das gut sein soll, ist mir gerade nicht ganz klar. Vielleicht für das Zuweisen auf mehrere Ausgänge am Audiointerface? Hmmm.

Je nach Kanal liegt bei der „echten“ Sp 1200 ein Filter auf dem Sound. Den könnt ihr hier aber theoretisch für jeden einzelnen Slot aktivieren.

Jetzt kommt´s: Über die Import-Funktion ladet ihr eure eigenen Samples in die Slots. Ich habe das mit Sounds ausprobiert, die in 24 Bit und 44,1 kHz sind – kein Problem für die SP12k. Sehr cool! Ich kann mit diesen jetzt nicht nur ein paar Beats in die Tasten hauen, sondern auch Pitch und Filter einstellen und das Ergebnis mit dem 12-Bit-Charakter wieder exportieren! Damit wird diese „Browser-Drummachine“ zu einer Art Sample-Konverter. Genial! Falls ihr übrigens ein kostenloses Plug-in sucht, das sich den Preamp und das Filter des Originals vornimmt, probiert mal SPre aus.

Jetzt bitte noch einen Sequencer mit dem SP 1200 Groove und Ableton Link einbauen und ich bin wunschlos glücklich! Aber ernsthaft: Bis jetzt ist das nur eine 0.1.6b Alpha-Version. Und dafür ist das schon sehr amtlich, was hier möglich ist. Wer weiß, was da noch geplant ist.

Übrigens betont der Entwickler Thomas Drugeon, dass es sich nicht um einen hundertprozentigen Klon handelt, sondern um den Versuch, die „Magie“ des Originals in einem Web-Interface einzufangen.

Genug geredet, guckt euch das Ding jetzt mal an!

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