Test
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10.11.2015

Reloop Beatpad 2 Test

Professioneller DJ-Controller

Performance meets Streaming

Das Reloop Beatpad 2 ist ein DJ-Controller für Tablets, Smartphones und Rechner, ausgestattet mit zahlreichen interessanten Funktionen und konzipiert für Algoriddim Djay 2 und Djay Pro. Seine integrierte USB-Soundkarte bietet zwei Kopfhöreranschlüsse, professionelle XLR-Ausgänge, Mikrofon- und Aux-Inputs. Zu den Neuerungen gehören unter anderem anschlagdynamische RGB-Pads für Sampler, Slicer und Co sowie Touch- und Jog-FX. Neben erweitertem Track-Management setzt das Bundle zudem auf Spotify-Integration, ganz gleich ob ihr mit Djay am Mac, PC oder unter iOS oder Android arbeitet. Wie das Beatpad in seiner ersten Revision unseren Praxistest meistert, lest ihr im Folgenden.Mixer

Details

Reloop Beatpad 2 wirkt kompakt und solide. Das Gerät ist aus Metall und Kunststoff gefertigt, misst 46 x 32,5 x 4,2 Zentimeter und wiegt 4 Kilogramm. Die mittlerweile bei modernen DJ-Controllern häufig zu findenden Performance-Pads kommen auf der schwarzen und sehr übersichtlich gestalteten Bedienoberfläche gut zur Geltung. Auch die flachen XXL-Jogwheels mit ihren 15,5 Zentimetern Durchmesser sind mehrfarbig beleuchtet, um verschiedene Modi und Funktionen übersichtlicher darzustellen. Die Möglichkeit, Smartphones über diverse Adapter und den Rechner via USB anzusteuern, aber gleichzeitig ein weiteres Signal über einen zusätzlichen analogen Eingang oder über ein Mikrofon einzuspeisen, gefällt. USB-, Lightning-, Android OTG-Kabel und Netzteil sind im Lieferumfang enthalten.

Anschlussmöglichkeiten

An der Rückseite finde ich den USB-Anschluss für die interne Vierkanal-Soundkarte. Der ebenfalls im Lieferumfang enthaltene DIN-zu-iOS-Adapter bekommt eine zusätzliche Verbindung (für iPhone oder iPad). Das Master-Signal kann entweder über XLR- oder Cinch-Kabel an die PA geleitet werden. Ein gleichzeitiger Anschluss an beide Ausgänge ist möglich, allerdings mit einem geringen Lautstärkeverlust.

Ein Aux-In im Stereo-Cinch-Format darf in dieser Preisklasse natürlich nicht fehlen. Hier verbaut Reloop sogar einen zuschaltbaren Phono-Verstärker und ergänzt am Backpanel eine Schraube für das Massekabel. Neben dem On/Off-Schalter sitzen zwei Regler für das EQ/Filter-Preset und die LED-Leuchtintensität. Zur Diebstahlsicherung befindet sich eine Kensington-Lock-Aussparung am Backpanel. Das Frontpanel beherbergt einen regelbaren Mikrofoneingang und zwei Kopfhörerausgänge (Standard/Miniklinke).

Mixer

Die Mischpultsektion sitzt sehr übersichtlich gestaltet in der Mitte des Beatpad 2: Zwei Kanalfader, ein Crossfader, darüber der klickbare „Big Knob“ für Sound-Browser-Aufgaben in Begleitung der  Deck-Load-Buttons. Beide Kanäle verfügen über ein Gain-Poti, drei EQ/Filter-Drehregler und einen Cue-Button. Die Belegung der EQ-Regler könnt ihr auf der Rückseite des Gerätes im laufenden Betrieb zwischen Dreiband-EQ oder Kombifilter Low/Highpass plus Zweiband-EQ umschalten. Sehr schön!

Player und Decks

Den Kopfbereich des Beatpad 2 zieren die Hersteller-Logos, darunter zeigt eine Aussteuerungsanzeige die Kanallautstärke in acht Stufen (6x hellblau, 2x dunkelblau) an. Im Zentrum der Decks liegen die beiden leichtgängigen Jogwheels mit den silberfarbenen Reloop Logos, deren Integration, Bauform und Haptik ich sehr gut gelungen finde. Eine Grundvoraussetzung für eine genaue Übertragung der Controller-Bewegungen zur Software. Darunter logieren vier Buttons: „Sync“, „Set Cue“, „Jump To Cue“ und „Play/Pause“.

Um allen Buttons und Reglern eine zusätzliche Funktion zuzuweisen, befindet sich auf jeder Deck-Seite ein Shift-Button, der den vier Transporttasten ermöglicht, Grid-Marker zu erstellen, das Deck in den Slip-Modus zu versetzen, den Titel zum Startpunkt springen zu lassen und einen Vinyl-Brake-Effekt zu erzeugen.

Links und rechts außen oberhalb der Jogwheels sind die Pitch-Bends und die 100 Millimeter langen Pitchfader zu finden, deren Nullstellung eine rote LED anzeigt. Daneben residiert die Performance-Abteilung für DJs, denen das simple „Ineinandermischen“ mehrerer Songs nicht ausreicht. Die schauen wir uns im Praxisteil an.

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