Test
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02.12.2011

DETAILS

Von der Konstruktion her ähnelt der „Super30“-Teppich den Puresound „Custom“-Modellen, allerdings besitzt er im Gegensatz zu diesen weitaus mehr Spiralen, nämlich 30 an der Zahl. Wie bei Puresound üblich, sind die Drähte aus Edelstahl gefertigt, was leicht an der dunklen Färbung zu erkennen ist.  Bei der Verlötung auf den kupferfarbenen Halteplatten setzt man auf Handarbeit. Eine gute Entscheidung, denn die Verarbeitung an diesen kritischen Stellen ist sehr ordentlich. Keine Gefahr also, dass herausstehende Spiralen das empfindliche Resonanzfell beschädigen. Die knapp über acht Zentimeter langen Halteplatten ermöglichen verschiedene Befestigungsmöglichkeiten des Teppichs. Die längliche Aussparung ist für die üblichen breiten Plastikstreifen vorgesehen, während die beiden Löcher zur Aufnahme der beiliegenden blauen Schnur dienen.

Diese spezielle Schnur ist eine Eigenkreation von Puresound und erweist sich in der Praxis leider als problematisch. Es handelt sich um eine Art Stahlkabel, ähnlich einem Bowdenzug, allerdings extrem dünn und mit einer zarten Kunststoffummantelung versehen. Diese blaue Hülle zeigt bereits nach dreimaligem Ein- und Ausspannen des Snareteppichs Risse, an denen das Kabel durchblitzt. Ein weiteres Problem kann sich ergeben, wenn man den Teppich auf eine Trommel mit Holzkessel aufspannt. Gerade bei weicheren Holzarten besteht die Gefahr, dass die dünne Metallschnur Rillen in der Gratung verursacht! Ein Austausch gegen stärkere Schnüre kann das Problem nicht lösen, denn dazu fehlen an den Halteplatten die nötigen Aussparungen, welche für eine gleichmäßige Auflage des Teppichs am Fell sorgen. Für Besitzer von Holzsnares bleibt also leider nur die Variante mit den Plastikstreifen.

Zum Testen des Puresound -Teppichs verwende ich zwei verschieden tiefe Metallsnares von Ludwig, eine 14x5“ LU-400 mit Alukessel sowie eine 14x6,5“ LU-552K mit gehämmertem Bronzekessel. Beide verfügen über eine konventionelle, einseitig regulierbare Snareabhebung. Die aufgezogenen Felle sind Remo Ambassador oben und unten. Als Referenzteppich dient ein herkömmliches 20-spiraliges Modell aus Fernost, das im Handel unter zehn Euro kostet.

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