Test
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27.05.2020

Presonus Quantum 2626 Test

Thunderbolt-3-Interface

Mehr Quantum für's Geld

Das neue Presonus Quantum 2626 Thunderbolt-Interface wurde bereits im Januar auf der NAMM 2020 vorgestellt und hat mit seiner Anschlussmenge (26x26) für wenig Geld bereits für Aufsehen gesorgt. Jetzt wo sich abzeichnet, was das Quantum 2626 in Deutschland kosten wird, ist das Interesse um so größer. Wo hat Presonus gespart?

Details

Thinderbolt 3 – aber Kompatibilität zu Thunderbolt 2

Im Gegensatz zum Presonus Quantum von 2017 und dem Quantum 2 von 2018 setzt Presonus beim Quantum 2626 auf eine zeitgemäße Thunderbolt 3-Verbindung. Da es nicht auf Bus-Power angewiesen ist, lässt es sich jedoch per Adapter an Thunderbolt 2-Anschlüssen nutzen.

Äußerlichkeiten

Das Quantum 2626 wohnt in einer stabil anmutenden 19”-Aluminiumbehausung mit Lüftungsöffnungen zu den Seiten. Die Regler für Gain, Kopföhrer- und Monitorlautstärke laufen sehr angenehm und sind alle sicher mit der Frontplatte verschraubt. Der Monitor-Regler ist größer ausgelegt und lässt damit auch feine Einstellungen zu. Pro Kanal gibt es am jeweiligen Gain-Regler eine Signal-LED, die in grün, orange und rot das aktuelle Input-Level andeutet, sodass man einen schnellen Überblick über mögliche Clipping-Probleme bekommt. Die Inputs sind auf der Vorderseite untergebracht und als Kombi-Buchsen ausgeführt. Kanal 1 und 2 nehmen Mikrofon- und Instrumentensignale entgegen, während die Kanäle 3 bis 8 Mikrofon- und Linesignale verarbeiten können. Die ersten beiden Kanäle haben noch einen Einschleifpunkt nach dem Preamp. An den symmetrischen Preamp-Outs auf der Rückseite kann also vor der Wandlung noch analoge Signalverarbeitung stattfinden. Das veredelte Signal wird dann über die Line-Return-Buchsen wieder in das Quantum 2626 eingespeist. Schaltbar ist der Insert leider nicht. Die 48V-Phantomspeisung kann in zwei Bänken aktiviert werden, die jeweils die Kanäle 1-4 und 5-8 umfassen.

Auf der Rückseite befindet sich ein umfassendes Anschluss-Büffet. Neben den schon erwähnten Inserts finden sich acht symmetrische Klinkenbuchsen für die Line-Outs, sowie die beiden Monitor-Outputs. Alle Ausgänge sind DC-coupled und eignen sich damit bestens für CV-Signale, um analoge Synthesizer digital zu steuern. Die zwei Paare von optischen ADAT-Anschlüssen erweitern das Presonus Quantum 2626 um bis zu 16 weitere Ein- und Ausgänge und der S/PDIF-I/O um weitere zwei. Außerdem gibt es noch koaxiale Wordclock-Anschlüsse zum synchronisieren von oder mit anderen digitalen Studiogeräten, sowie ein DIN-MIDI-Interface. Die Thunderbolt 3-Schnittstelle kommt naturgemäß im USB-C-Format daher und ist einfach ausgeführt. Das heißt, dass das Quantum 2626 nicht per Daisy-Chaining kaskadiert werden kann und in einer Thunderbolt-Kette immer am Ende Platz finden muss. Der Anschluss des externen Netzteils wird mit einer Drehung im Quantum arretiert und kann nicht ungewollt herausrutschen.

Im Computer

Nach der Installation von Presonus' Treibern und Software öffnet sich die Presonus Universal Control App, über welche Firmware-Updates auf das Quantum gespielt und Presonus Produkte gesteuert werden können. Viel zu steuern gibt es beim Quantum 2626 jedoch nicht, denn im Gegensatz zum Quantum und Quantum 2 sind alle Gain-Regler Hardware-Potis ohne digitale Steuerungsmöglichkeit. Ein flexibles Routing oder Direct-Monitoring bringt das Quantum 2626 auch nicht mit, sodass sich der Funktionsumfang der Universal Control Software auf Sample-Rate, Clock-Source und eine Meteringansicht beschränkt.

Was das Quantum 2626 jedoch sehr wohl mitbringt, ist ein Software-Paket und das hat es in sich. Neben der vollwertigen Presonus-DAW Studio One in der Artist-Edition gibt es diverse Plug-ins von namhaften Herstellern. Darunter sind Native Instruments Replika Delay, das UVI Model D Piano, Ableton Live Lite, Output Movement, Plug-ins von Plugin Alliance und Klanghelm sowie ein virtueller Modular Synth von Cherry Audio.Ein Thunderbolt-Kabel ist nicht dabei, aber das ist ja leider bei allen Thunderbolt-Interfaces der Fall.

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