Gear_DJ-Controller Controllerism Hersteller_Pioneer
Test
5
11.04.2014

Fazit
(4.5 / 5)

Pioneers RMX-500 ist ein Effektgerät, das sich speziell an DJs mit gehobenen Ansprüchen wendet und durch seine vielen Facetten trotz unkomplizierter Handhabung glänzen kann – so gegensätzlich dies auch scheinen mag. Die Rhythm und Scene FX nehmen mit einer Handbewegung an Fahrt auf und variieren durch Drehen und Drücken, klingen durch die Bank toll und sind teilweise austausch- und konfigurierbar. Der kleine Loop-Sequencer bringt mit on-the-fly austauschbaren Drum-Samples auf fünf Spuren, Push-Variationen und den aufzeichenbaren Beat FX zusätzliches Leben in die Bude. Und hat man sich erstmal richtig eingefuchst, kann man mit dem Pioneer-Teil mächtige Build Ups und Break Downs generieren, Tracks aufbohren, Live-Remixen und „Re-Beaten“, um das vertrackte, bunte Treiben dann unvermittelt mit den hervorragenden, im Ausklang regulierbaren Release FX auf den Boden respektive den Originalsound zurückholen. Auch das DAW-Plug-in ist, mit Ausnahme der ausbleibenden bidirektionalen Kommunikation bei den LEDs, eine rundum gelungene Sache, denn so lassen sich einzelne Spuren oder gar ganze Mixsets mit Pioneers DJ-Effekten veredeln und in der Produktion nutzen. Das integrierte Audiointerface leistet dabei gute Dienste, vor allem für jene, die nicht schon über ein ausgewachsenes Hardwareportfolio verfügen. Sicher findet man als Tester auch immer Potenzial zur „Verbesserung“ wie zum Beispiel in einem Bypass, einer Hold/Freeze-Funktion, Memory-Bänken für den Sequencer oder dem Interface-Design (Stichwort „USB-Recording“ eines Live-Mix), aber das schmälert den Spielspaß nicht. Trotz der angesprochenen Aspekte behalte ich in der Gesamtwertung nur einen halben Stern ein, denn es ist ja auch immer das Gesamtpaket, was bewertet werden muss. Für mich ist die Pioneer RMX 500 Remix Station ein facettenreiches, haptisch und visuell beeindruckendes, gut klingendes DJ-Effektgerät und Remix-Tool mit einem gesunden Preis-Leistungs-Verhältnis, das frischen Wind in die Kanzel oder das Rechnersegel bläst und daher eine nachdrückliche Kaufempfehlung von mir ausgesprochen bekommt.

  • Pro
  • Ausgezeichnetes Handling und Layout
  • Guter Klang
  • Höchst griffige Potis
  • Integriertes USB-Audiointerface
  • Kopfhörerausgang
  • Qualität der Effektprogramme
  • Mini-Sequencer für Beat FX und Drum-Samples
  • Solider Beatcounter
  • Umkehrbarer Signalfluss
  • VST-/AU-/RTAS-Plug-in
  • Gesundes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Separate „Echo+“-Funktion
  • Contra
  • Kein visuelles Feedback (LEDs) beim Betrieb mit DAW
  • Keine Speicherplätze für Sequenzen
  • Keine Bypass- und keine Hold-Funktion
  • Nur Cinchbuchsen als Analog I/O
  • Features
  • DJ Multieffektgerät und Remix Station
  • 10 Scene FX
  • 5 Rhythm FX und 5 Drum-Samples a 6 Variationen
  • 3 Release FX mit variablem Timing
  • Customize-Taste zur direkten Änderung von Einstellungen
  • Auto-BMP
  • Separate „Echo+“-Funktion
  • Nudge-Tasten
  • Umkehrbarer Signalfluss
  • VST/AU/RTAS-Plug-in
  • Voll MIDI-kompatibel
  • Cinch Ein- und Ausgänge
  • Kopfhörerausgang
  • Variable Eingangsverstärkung
  • USB-Audiointerface (Typ B, Stereo 1-In/-Out)
  • 48 kHz, 16 Bit
  • Maße: 30,6 x 13,2 x 6,7 cm
  • Gewicht: 0,93 kg
  • UVP: 387,00
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