Test
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24.10.2019

Pearl Modern Utility Steel Snares Test

Snaredrums aus Stahl

Gut und günstig?

Mit den heutigen Testkandidaten, den beiden Modern Utility Steel Snares, stellt Pearl in der Mittelklasse neue Werkzeuge vor. Die beiden augenscheinlich als Arbeitstiere konzipierten Snaredrums sind mit aktuell 179 und 185 Euro Anschaffungspreis etwas oberhalb der absoluten Schnäppchenliga angesiedelt. Was die beiden Trommeln in den klassischen Größen 14“ x 5,5“ und 14“ x 6,5“ auszeichnet, lest ihr im Folgenden.

Details

Bekannte Hardware und pulverbeschichtete Oberflächen

Die Modern Utilities sind mit einem ein Millimeter starken, gezogenen Stahlkessel ausgestattet, der mit einer eierschalenfarbenen, leicht schimmernden Pulverbeschichtung überzogen ist. Oben und unten sind die Kessel gefalzt, mittig ist eine nach außen gebördelte Sicke eingearbeitet. Die recht ordentlich kaschierte Naht, an der die beiden Enden verschweißt sind, ist nur auf der Innenseite zu sehen. Wir haben es also, mit Ausnahme der Oberflächenbehandlung, mit klassischen Metallsnares in Serienfertigung zu tun.

Schauen wir uns mal die Hardware etwas genauer an. Beide Trommeln sind mit acht Bridge Type Lugs bestückt, die früher unter anderem in der Masters-Serie zum Einsatz kamen. Die SR-700 Abhebung ist ein recht einfaches, seitlich abklappbares Modell. Sämtliche verbaute Schrauben an den Trommeln können mit dem beigelegten Stimmschlüssel justiert werden. Der Snareteppich aus Stahl hat 20 Spiralen und wird mit orangefarbenen Bändern in Position gebracht. Bei den Fellen setzt man, gemäß des etwas reduzierten Anschaffungspreises, nicht auf Remo USA Markenfelle sondern auf die chinesischen Pedants von Remo UT.

Insgesamt gibt es an der Ausstattung und technischen Umsetzung wenig zu meckern. Hebt man das Fell ab, fallen mir in beiden Kesseln leichte Kratzer auf der Gratung ins Auge, auch sind die Spannreifen zum Teil an den Unterseiten etwas rau. Schade ist ebenfalls, dass die Teppichspiralen beim 14x5,5er Modell schon aus dem Karton heraus leicht außer Form sind. Etwas kurios finde ich, dass in beiden Kesseln drei kleine Löcher auf Höhe der Gratung gebohrt wurden, eins oben und zwei unten, die allerdings von außen nicht sichtbar sind. Sie dienen, laut Recherche im deutschsprachigen Drummerforum, wohl als Aufhängung, wenn der Kessel während der Fertigung ins Chrombad getaucht wird.

Wie sieht der Vergleich zur (hauseigenen) Konkurrenz aus?

Die nächstgrößeren Geschwister der Modern Utility Snares sind die bekannten Sensitone Beaded Steel Snares, sie kosten aktuell 269,- (14“x5“) und 299,- (14“x6,5“) Euro. Im Aufpreis sind allerdings auch einige Upgrades enthalten, wie zum Beispiel Remo-Markenfelle, eine 10er Spannböckchenteilung und eine insgesamt höherwertige Hardware-Ausstattung. Dazu zählen die Spannreifen, die Böckchen und auch die Abhebung. Zudem sind die Sensitone-Snares mit Edelstahlstimmschrauben ausgestattet.

Schielt man noch etwas weiter nach unten, stechen einem unweigerlich die noch deutlich günstigeren Yamaha Stage Custom Steel Snares mit 10er Teilung und verchromten Kesseln ins Auge. Jetzt bin ich also gespannt, wie die Modern Utility Snares abliefern.

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