Test
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05.10.2019

Praxis

Die Igniter zündet

Aufgrund ihrer Konstruktion präsentiert sich die Igniter in der Praxis als angenehm zu händelndes Leichtgewicht, die Stimmschrauben laufen ebenso gleichmäßig wie die Abhebung. Klanglich habe ich nicht allzu viel erwartet, doch ich werde recht schnell eines Besseren belehrt, denn die Ergebnisse der „Collaboration“ können sich durchaus hören lassen. Obwohl die Snaredrum – entgegen der Marketing-Aussage – nicht aus dem Karton heraus gut klang, habe ich schon nach wenigen Stimmschrauben-Umdrehungen wirklich Spaß mit der Trommel

Hohe Stimmungen 

In hohen und sehr hohen Stimmungen klingt die Igniter holzig, aber präsent, im Raum zudem erstaunlich fett und mit schönem Körper. Auch die Obertöne integrieren sich musikalisch, was vermutlich an den weicheren Pappellagen liegt. Wo manche andere günstigere Snares bei sehr hohen Spannungen mitunter etwas schlapp daher kommen, wirkt die Testsnare solide und komprimiert erst sehr spät. Hier hört ihr eine sehr hohe sowie eine hohe Stimmung jeweils solo und im Groovekontext. 

Mittlere und tiefe Stimmung 

Entfernt man sich von den hohen Schlagfellspannungen in Richtung mittlerer Tunings, wird klar, dass Pearl das Ziel, eine auch für Einsteiger gut stimmbare Snaredrum zu entwickeln, erreicht hat. Die Igniter reagiert nämlich auch auf gröbere „Verstöße“ mit dem Stimmschlüssel recht gutmütig, krasses Obertonjammern muss schon provoziert werden. Gibt man sich ein bisschen Mühe, belohnt die Snare dies mit einem fetten, breiten Ton mit leichtem Vintage-Einschlag. Auch der Snareteppich klingt schön integriert, ein Topmodell dürfte hier noch bessere Ergebnisse bringen. 

Wer sich in den tonalen Keller begeben möchte, kann dies ebenfalls tun, ohne dass die Snaredrum zu dünn oder nölig wird. Für eine fünf Zoll tiefe Trommel der unteren Mittelklasse wirkt die Igniter kontrolliert und druckvoll, einzig die Teppichansprache verliert in diesem Bereich dann an Präzision. 

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