Software
Test
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16.09.2015

Output Signal Test

Synthesizer- und Instrument-Sample-Library

Library mit Bewegungsdrang

Output Signal – die Sample-Library im Test: Die amerikanische Soundschmiede „Output“ legt nach „Rev“ nun ihr zweites Software-Instrument nach. Mit „Signal“ liefert der Hersteller einen virtuellen Klangerzeuger, der auf der sogenannten „Puls Engine“ basiert, mit der sich Klänge durch komplexe Arpeggiatoren, Step-Sequenzer, LFOs und einen Looper zu rhythmischen Klangwelten formen lassen. 

Durch vier „Macro Fader“ wirkt Signal auf den ersten Blick zunächst wie eine einfache Library ohne viele Möglichkeiten der Klanggestaltung. Doch im Inneren von Signal befinden sich interessante Parameter, durch die statische Sounds der Vergangenheit angehören.

Es gibt übrigens auch noch eine kostenlose Version namens „Signal Free“, die wir ebenfalls getestet haben.

Details

Library

Signal ist für den Sample-Player Kontakt und den kostenlosen Kontakt-Player von Native Instruments erhältlich. Die 40 Gigabyte umfassende Library verfügt über 500 vorgefertigte Presets namens „Pulse Instruments“, die sich praktischerweise mit dem Tag-basierten Browser verwalten lassen. Neben dem Eingrenzen durch die Tags bei der Suche können auch eigene Presets kreiert und beim Speichern mit Tags versehen werden, um sie später schneller wiederzufinden. Ein zusätzliches „User-Tag“ beschleunigt die Suche nach den eigenen Presets.

Bedienoberfläche und Konzept

Im Wesentlichen besteht Signal aus den drei Hauptfenstern „Pulse Engine“, „Pulse Instruments“ und „Effects“.

Zur Klangerzeugung dienen zwei Layer, in die jeweils ein synthetischer Klang oder ein real aufgenommenes Instrument geladen werden kann. Unter den „Synths“ befinden sich einfache Wellenformen wie „Analog Sine“ oder „Triangle“, aber auch komplexere Klänge wie etwa „Detune Poly“ oder „Organ Lead“. Bei den „Instruments“ ist von „Shakers“ über „Cello“ bis hin zu „Distorted Guitar“ einiges an realen Instrumenten vertreten – und laden beim Layern zum Experimentieren ein. Große Icons und Beschriftungen ermöglichen hier einen guten Überblick und dadurch eine schnelle Soundauswahl.

Bei der Klangerzeugung greift Signal auf die Sample-Library zu, bei der die Multi-Samples in mehreren Variationen vorliegen („Round Robin“). Diese sorgen dafür, dass sich ein Klang auch bei gleicher Anschlagstärke nicht immer exakt gleich anhört. Schon alleine durch das Schichten der beiden Layer ergeben sich gute Grundsounds, die nur noch darauf warten, moduliert zu werden.

Pulse Engines

Das eigentliche Herzstück von Signal ist die Pulse Engine, die es ebenfalls in den zwei Layern „Pulse Engine A“ und „Pulse Engine B“ gibt. Beide Layer wiederum können jeweils einen „Main Rhythm“ und einen „2nd Rhythm“ für einen Klang erzeugen. Die Rhythms sind im Grunde LFOs in sehr komplexer Form. Neben gewöhnlichen Wellenformen, wie man sie von LFOs kennt, besitzen die Rhythms nämlich zusätzlich noch Step-Sequenzer, Arpeggiator und Loop, die allesamt als „Rhythm Pulse Type“ bezeichnet sind. 

Die Komplexität beginnt im Grunde schon bei den Wellenformen, die neben den üblichen Verdächtigen Sinus, Rechteck, Dreieck und Sägezahn noch etliche weitere Wellenformen in den Kategorien „Simple“, „Medium“ und „Complex“ bereithalten. Zudem bieten Step-Sequenzer und Arpeggiator vorgefertigte Patterns in „Simple“, „Syncopated“ und „Triplet“, die sich auswählen und nach Belieben modifizieren lassen. Mit „Loop“ werden Teile des Samples zur eingestellten Pulse Rate in Schleife wiedergegeben, wobei sich Teile des Loops durchfahren lassen. Bei allen Rhythms lässt sich darüber hinaus das Taktraster, hier benannt mit „Rhythm Pulse Rate“, in Bars, Regular, Dottet und Triplet auswählen.

Im zusätzlichen Advanced Mode befinden sich Hüllkurven für Filter, Volume, Pitch und Panning, die sich durch „Tube“ und „Bite“ mit einer zusätzlichen Sättigung und einer Distortion-Einheit „anrauen“ lassen. Unter den Settings können Keyrange, Voices und Velocity Sensitivity beider Pulse Engines eingestellt werden.

Macro Fader

In der Standardansicht von Signal sind sofort die vier „Macro Fader“ ersichtlich, von denen jeder  jeweils bis zu sechs Parameter gleichzeitig steuern kann. Mit einem Klick auf den Macro-Button gelangt man zur Zuweisung der Macro Fader, die hier jedem erdenklichen Parameter von Signal zugewiesen werden können. In welchem Bereich sich der Parameter bewegen soll, ist ebenfalls einstellbar. Zusätzlich dient eine MIDI-Learn-Funktion per rechtem Mausklick zur schnellen Zuweisung eines externen MIDI-Controllers (nicht nur für die Macro Fader) und das für alle Parameter in Signal. 

Effects

Für jeden Layer bietet Signal zwei unabhängig voneinander arbeitende Effekte, die von EQ, Kompressor und Lo-Fi bis Tape Saturation und Stereo Spread alles zur Klangmanipulation bereithalten. Zudem gibt es als Master-Sektion die „Global Effects“, die ebenfalls reichlich bestückt sind.

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