Software
Test
10
12.06.2018

Praxis

Installation/Testbedingungen

Die Installation auf meinem MacBook Pro (2,8 GHz Intel Core i7, macOS 10.12.6) verlief problemlos. Die Autorisierung erfolgt per Log In über den User Account, also ohne iLok, E-licenser oder Ähnlichem. Laut Hersteller lässt sich Arcade auf beliebig vielen Computern installieren, per Account aber nur auf einem gleichzeitig nutzen. Der kalifornische Loop-Synthesizer, der sich laut Hersteller mit allen etablierten Hostprogrammen verträgt, wurde für diesen Test mit Apple Logic Pro X 10.4.1 verwendet.

Sound/Verwendbarkeit

Der Output Arcade bedient sich, wie bereits erwähnt, einer Cloud, die stetig erweitert wird und bereits zu diesem Zeitpunkt eine große Vielfalt an Stilistiken und Produktionsrichtungen bedient. Neben vielen inspirierenden Rhythmuselementen sind aber auch etliche atmosphärische und harmonische Sounds vorhanden, die sich bestens zum Scoring und Sounddesign eignen. Bemerkenswert ist die insgesamt sehr hohe Qualität, die auch bei dramatischen Tempo- und Tonartänderungen immer noch vorhanden ist und sich sehr deutlich von beispielsweise Apple Loops abhebt. Hören wir doch einfach mal rein! In den folgenden Audiobeispielen sind jeweils mehrere Loops eines einzelnen Kits unter teilweisem Einsatz der Black Key Modifiers zu hören. Zur Demonstration der beeindruckenden Qualität bei hohen Tempo- und Grundtonänderungen folgen teilweise Hörbeispiele mit identischem Programming und hohen Abweichungen in einem oder von beiden dieser Parameter. 

Probleme der Beta-Version

Im Verlauf dieses Tests ist mir einiges aufgefallen, was aufmerksamen Zuhörern teilweise auch in den Audiobeispielen auffallen könnte. Mutmaßlich handelt es sich hierbei zum großen Teil um Kuriositäten einer Beta-Version, die möglicherweise vor der offiziellen Veröffentlichung oder zumindest zeitnah bereinigt werden. Zunächst handelt es sich bei Arcade um ein relativ leistungshungriges Plug-in. Wohl aus diesem Grund gibt es die zwei Note-On-Modi HQ und Efficient, was ich beim Erstellen einiger Audiobeispiele noch nicht beachtet habe. Besonders bei den Audiobeispielen 05 und 06 fällt auf, dass der Einsatz einer neuen Loop nicht immer zu 100% „tight“ ist. Weiterhin erwiest es sich als Vorteil eine Loop nicht ständig neu zu triggern, sondern für längeres Spiel eine entsprechen lange Note zu erzeugen. Ein, aus meiner Sicht eindeutiger Bug von Arcade ist die fehlerhafte Umsetzung der Automation beim Bouncen von Audiofiles. Während im normalen Play-Betrieb alles fehlerfrei funktioniert, werden beim Rendern (Realtime und Offline) Automationsänderungen nur unvollständig oder gar nicht umgesetzt. Nachdem ich das Support Team von Output über diesen Fehler informiert habe, wurde mir mitgeteilt, dass dieser Bug bis zur offiziellen Veröffentlichung von Arcade korrigiert sei..

Performance

Wie bereits erwähnt, verlangt Arcade meinem Rechner so einiges ab, ob es sich hierbei um eine grundsätzliche oder aufgrund der Beta-Version vorübergehende Charaktereigenschaft des Plug-ins handelt, kann ich nicht sagen und warte diesbezüglich noch auf Input von Output. Im Zweifelsfall gehört Arcade zu den Plug-ins, die man ab einem gewissen Produktionsstadium freezen oder rendern sollte. Im folgenden Video, welches das grundsätzliche Prinzip von Arcade sowie den automatisierten Einsatz der Macro Slider und Modifier veranschaulichen soll, ist auch das CPU-Meter von Logic bei maximaler I/O-Puffergröße zu sehen.

Trotzdem geil!

Neben den erwähnten kleinen Zickereien, bei denen es sich vermutlich um Kinderkrankheiten handelt, bereitet mir Outputs Instrumenten-Debüt aber sehr viel Freude und ist eine wirklich inspirierende Bereicherung im „Gerätepark“ meiner Software-Instrumente. Zum einen ist es eine tolle „Preset-Schleuder“, mit der sich z. B. im Handumdrehen Produktionen rhythmisch aufpeppen und auch produktionsfertige Klanglandschaften zum Scoring programmieren lassen. Zum anderen kommen auch Soundfrickler voll auf ihre Kosten, die beispielsweise eigene Produktionselemente verfremden und daraus Neues generieren wollen, um es als Kit in anderen Projekten verwendbar zu machen.

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