Test
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19.07.2016

Numark Dashboard Test

Hi-Res DJ-Display für Serato Hardware

Ticks, Tricks und Tracks

Heute tritt das Numark Dashboard bei uns im Test an, eine Add-on Display-Leiste mit drei hochauflösenden, 4,3 Zoll großen Farbbildschirmen, ähnlich wie sie am NS7III für Serato DJ vorzufinden sind. Die Screens sind in der Lage, diverse Funktionsgruppen der Software darzustellen, beispielsweise die Decks und Wellenformen, den Dateibrowser oder die Effektriege. Laut Hersteller ist das Gerät mit über 40 Serato-Units kompatibel und soll DVS-Anwender und Controlleristen gleichermaßen ansprechen. Der Preis beträgt 399 Euro. Nicht wenig vor dem Hintergrund, dass mancher MIDI-Controller einem kaum mehr Investitionsfreude abverlangt. Packen wir das Teil also auf den DJ-Tisch und schauen, was genau es dem geneigten Käufer zu bieten hat.

Details

Zunächst einmal der äußere Eindruck: Das Dashboard besteht aus einer dreiteiligen Bildschirmleiste im Kunststoff-Case und steht auf einem dreifach in der Höhe und zudem im Winkel verstellbaren Ständer aus Metall. Es vermittelt durchaus eine gewisse Wertigkeit, der Standfuß ist hinreichend groß dimensioniert, damit es nicht kippelt und die Höhen- und Winkelverstellung kann durch Schrauben sehr gut gesichert werden – Obacht nur, dass die Unterlegscheiben nicht abhandenkommen. Die transparenten Kunststoffabdeckungen der 4,3 Zoll großen Farbdisplays sind nicht zu nachgiebig und es scheint auf den ersten Blick, als wäre das Dashboard auch einigermaßen Schweißtropfen resistent.

An der Hinterseite findet sich neben dem Einschaltknopf und der Netzteilbuchse mit Kabelhalterung ein USB-Anschluss für den Computer. Sehr schön: Numark haben on-top ein USB-Doppelhub verbaut, wo man weitere Peripherie (dazu später mehr) anschließen kann. Dafür muss der Ständer natürlich weiterhin neigbar sein, denn ansonsten kommt man nicht so ohne weiteres an die Buchsen heran. Ein Tisch oder 19-Zoll-Rack-Einbau ist ohnehin aufgrund fehlender Ohren und der Maße nicht möglich. Schade eigentlich. Unter dem Anschlusspanel entdecke ich noch zwei Aussparungen zum Aufstecken auf einen Display-Halter wie beim NS7III.

Eine Touchscreen-Funktion zur direkten Parametereingabe wurde dem Dashboard nicht zuteil – irgendwie verständlich, denn wer möchte schon im laufenden Geschehen hinter den Turntables oder einem Fullsize-Controller herum fuhrwerkeln und auf dem dafür doch etwas kleinen Screen Buchstaben einhämmern. Schon eher schade finde ich, dass kein Encoder nebst Ladetasten für die Titelselektion an Bord ist, was Serato DVS User sicher zu schätzen wüssten. Stattdessen entdecke ich zwei Tasten an den Außenseiten, unmissverständlich beschriftet mit „Deck“ und „View“ für die Player- und Ansichtsumschaltung.

Nun ist das Official Add-on Dashboard trotz zweier Buttons weder Serato „DJ-Controller“ noch Certified Mixer oder Soundinterface und benötigt aus diesem Grunde einen oder mehrere der zuvor genannten Kommilitonen. Zum Zeitpunkt der Niederschrift dieser Zeilen wird Serato DJ ab Version 1.8.2 und eines der nachfolgenden Geräte zum Betrieb vorausgesetzt (Quelle Numark Website).

Voraussetzungen:

  • Numark MIXTRACK PRO 1,2,3, Quad, N4, NS6, NS7, NS7II
  • Akai AMX
  • Denon DJ DS-1, MC6000, MC6000 MKII, MC4000
  • Rane SL2, SL3, SL4, 57MKII, 61, 62, 64, 68
  • Pioneer Ergo, DDJ-S1, SB, SR, SX (& SX2), SZ, WeGo & WeGo3, DJM-900SRT, 900NXS, 850
  • Allen & Heath DB2, DB 4, 43C
  • Vestax VCI-300, 380 & 400
  • Reloop TM2, TM4 & TM8
  • Hercules DJ Control

... her dürfte im Laufe der Zeit (Stand Mai 2016) noch einiges dazu kommen.

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