Test
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31.07.2018

Praxis

Die Anleitung gibt uns keinen Hinweis, wie lange der Akku mit dem beiliegenden Mikro-USB-Kabel aufgeladen werden muss. Wir versuchen es mal mit etwas über einer Stunde, wird schon passen. Dann kommt der Bluetooth-Crossfader Mixfader ins Spiel, denn die beiden sind ja füreinander gemacht. Der Mixfader ist quasi Batman, ProLink sein treuer Partner Robin. Die zwei gehen eine symbiotische Partnerschaft ein und wachsen dabei gemeinsam über ihre individuellen Eigenschaften hinaus.

Setups

Mithilfe des ProLink sind verschiedene Setups denkbar. Möglich ist zum Beispiel der Anschluss von zwei portablen Plattenspielern, einem Plattenspieler in Kombination mit einem Smartphone, Tablet oder MP3-Player, aber auch eine Kombi aus Plattenspieler und einem Sounderzeuger wie ein KORG Volca. Je nach vorliegendem Ausgang muss man lediglich das passende Kabel haben, wichtig ist nur, dass am Ende eine Miniklinke vorliegt.

Am Ausgang des ProLink sieht es im Prinzip genau anders herum aus, das heißt es kann alles verbunden werden, insofern mit einem passenden Kabel gearbeitet wird. Kopfhörer, Boombox, Minilautsprecher, Anlage – alles denkbar. Die beigelegten Miniklinkenkabel sind hier jedoch nur bedingt einsetzbar und mit circa 22 cm auch einen Tick zu kurz geraten. Ein Y-Audiokabel mit 3,5-Millimeter-Stereoklinke und zweimal Cinch auf der anderen Seite haben aber vermutlich die meisten zu Hause rumfliegen, falls nicht, ist so ein Kabel in jedem Fall eine günstige  Anschaffung, mit der dann viele Geräte, beispielsweise ein tragbarer Plattenspieler wie der Numark PT-01, vernünftig verkabelt werden können.

Mixfader und ProLink

Die Geräte gehen eine Bluetooth-Verbindung miteinander ein. Während sich der Mixfader solo mit dem Tablet oder Smartphone verbindet, verschränkt sich dieser mit dem ProLink, wenn der eingeschaltet ist. Der Rest funktioniert genau so simpel. Eingang 1 liegt auf dem linken Kanal des Faders, Eingang2 ist dem rechten Kanal zugewiesen und schon kann zwischen beiden beliebig gecuttet und gemixt werden. Genial einfach kann man sagen und es funktioniert ohne irgendwelche Probleme.

Und wie klingt das?

Wir machen den Test mit einem iPad und einem Numark PT01 Scratch. Dabei schließen wir den tragbaren Plattenspieler über ein passendes Y-Audiokabel an den ProLink an. Auf dem zweiten Kanal liegt ein iPad an, verbunden mit dem zum Lieferumfang gehörenden Stereo-Miniklinkenkabel. Der Sound aus dem Tablet lässt sich nicht ganz so laut aufdrehen wie der mobile Turntable, gut dass an diesem aber die Lautstärke ein bisschen runtergeregelt werden kann. Am ProLink selbst ist eine Regulierung der Lautstärke nicht möglich, deshalb muss diese direkt an den Signalquellen vorgenommen werden. Für den Test haben wir keine MP3 abgespielt, sondern einen kleinen selbstgebastelten Beat-Loop aus der App „triqtraq“ abgefeuert.

Zuerst wird der ProLink gestartet, dann der Mixfader. Blaues (nicht blinkendes) Licht signalisiert, dass die „Connection“ steht. Meine Partnerin Natascha kann sich nun auf das Scratchen auf dem Numark konzentrieren, ich schnappe mir den Bluetooth-Crossfader und versuche mich im Cutten. Zu zweit ist die Aktion jetzt schon eine Gaudi und erspart mir vor allem, den Mixfader mit der Unterseite festzukleben, damit der notwendige Halt für die Performance gegeben ist. Stattdessen bediene ich den Mixfader fast wie einen Game-Controller in meiner Hand. Ein paar Sekunden von „Natascha Scratch“ und „Cutman Dirk“ könnt ihr euch in der Audiodemo anhören – den Rest erspare ich euch dann doch lieber.

Aber zurück zur Frage, wie das denn klingt. Antwort: Am Sound gibt es nichts auszusetzen, der kleine Crossfader hat allerdings ein paar Mal Aussetzer verursacht. Manchmal hat er nicht richtig geschlossen, ein anderes Mal war der Sound sogar kurz weg. Grund dafür ist aus meiner Sicht die gelegentlich zu große Entfernung zwischen den beiden Geräten, eine andere Ursache konnte ich nicht ausmachen. Die Anleitung weist auch ausdrücklich darauf hin, dass die Connection am unempfindlichsten ist, wenn die beiden Gerätschaften nah beieinander sind. In dem Testlauf hatte ich das Gefühl, dass es schon bei mehr als einem halben Meter echt kritisch wird, bei kuscheliger Nähe gab es keine Probleme.

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