Gitarre Hersteller_Mooer
Test
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08.01.2020

Praxis

Für die folgenden Audiobeispiele habe ich ein SM57 vor dem Speaker positioniert und spiele nun alle neun Verstärkersimulationen an. Los geht es mit einer Telecaster und den Einstellungen Clean 1 und Clean 2.

In der Clean 1 Einstellung, die sich an einem Fender Twin orientiert, liefert der kleine Amp in der Tat einen knackigen, Fender-typischen Cleansound mit deutlich vernehmbaren Attacks. Das gilt auch für Clean 2, für die ein Mesa Boogie Mark III Pate steht. Dieser Modus kommt für meinen Geschmack etwas vollmundiger als Clean 1.

Ich bleibe bei der Tele und schalte nun die drei Overdrive-Simulationen durch.

Mit den drei Simulationen stellt Mooer eine recht breite Palette unterschiedlicher Amps bereit, die allesamt den Originalcharakter in sich tragen. Für einen knackigen Rhythmus-Sound ist OD 1 die richtige Wahl. Dabei haben wir es mit der Emulation eines Fender Blues Deluxe zu tun. OD 2 liefert den kehligen Sound eines Marshall Plexi und OD 3 lehnt sich an einen Two Rock Choral Amp an. Auch hier geht der Hornet White antrittsschnell ans Werk und erstaunt mich mit seinem vollen Klang, den ich aus dem kleinen Combo nicht unbedingt erwartet habe.

Für die Amps mit höheren Zerrgraden schultere ich jetzt meine Les Paul.

High Gain 1 soll den Sound eines Marshall JCM 900 und High Gain 2 eines Mesa Boogie Mark III bereitstellen. Hier sind natürlich Grenzen gesteckt, denn der kleine Speaker ist naturgemäß nicht in der Lage, den voluminösen Klang der Originale wiederzugeben. Trotzdem lassen sich mit dem Hornet Combo wunderbar Riffs und Leads abfeuern.

Da der Combo auch einen Bass- und einen Akustikverstärker bereitstellt, spiele ich auch diese beiden an. Im ersten Beispiel verwende ich einen Music Man Stingray, im zweiten eine Takamine Akustik mit Piezo-Pickup.

Die Instrumente werden mehr als passabel wiedergegeben, was für Übungszwecke vollkommen ausreichend sein sollte.

Weiter geht es mit den integrierten Effekten. Diese spiele ich im Clean 1 Kanal des Amps einzeln an.

Die Effektsektion des kleinen Verstärkers liefert durchschnittlich gute Resultate und erweitert sein Klangspektrum erheblich. Mit einer Prise Hall und Delay macht das Jammen bekanntlich doppelt soviel Spaß.

Wie der Kopfhörerausgang klingt, zeigt das folgende Beispiel. Zum besseren Vergleich spiele ich das Riff erst einmal über das Mikrofon, das zweite Beispiel kommt direkt aus dem Kopfhörerausgang.

Auch der Kopfhörer-Sound klingt für mich gut, natürlich ist er im Vergleich zum abgenommenen Speaker direkter und auch in den Höhen prominenter, aber er sägt nicht, was den Spielspaß zusätzlich fördert.

Mit seinen 15 Watt Ausgangsleistung kann der kleine Verstärker schon ordentlich Alarm machen, für das Spiel mit einer Band ist das aber natürlich zu wenig.

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