Test
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02.09.2016

Mixars Duo Test

Serato DVS-Battlemixer

Optisch schlicht, aber unter der Haube...

Mit dem DUO mischt Mixars bei den DVS-kompatiblen DJ-Mixern für Serato DJ mit. Bislang war das Pioneer, Allen &Heath und Rane vorbehalten. Mixars gehört zur RCF-Gruppe und wurde vor knapp einem Jahr aus der Taufe gehoben. Die Produkte können daher nicht auf eine langjährige Firmentradition zurückblicken wie die eben genannten Companys.

Der DUO ist ein Battlemixer für DVS-User, die sich für Serato DJ entschieden haben. Das Mischpult bietet neben zwei vollständig ausgestatteten Kanälen und üppigen Konfigurationsmöglichkeiten für die Fader-Sektion ein Serato-zertifiziertes USB-Audiointerface. Außerdem bringt es eine Serato-DJ-Lizenz und dedizierte Bedienelemente für die Software mit. Und das für weniger als 1200 Euro.

Details

Mixars DUO kommt in einem schlichten Pappkarton, was mir persönlich gut gefällt. Darin befindet sich:

1. Mixars DUO

2. Kaltgerätekabel

3. USB-Kabel

4. Bedienungsanleitung (EN, DE, FR, ES, IT)

Beim ersten Blick auf die Panels wird schnell deutlich, dass es sich um einen Mixer für den On-the-Road-Betrieb handelt. Das Vollmetallgehäuse ist grundsolide wie auch sämtliche Bedienelemente. Alle Schalter und Regler sitzen bombenfest, da wackelt nichts. Dabei wirken die Regelwege angenehm, nie zu leichtgängig und der Widerstand ist wohl dosiert. Das Design ist sehr schlicht und funktional, keiner der Regler oder Schieber verfügt über eine Skalierung. Mir ist das ein bisschen zu puristisch – aber gut, Geschmackssache.

Das Top-Panel...

...wird von einer robusten Faceplate aus Metall abgeschlossen. Line- und Crossfader sind keine schnell austauschbaren Einzelmodule; im Verschleißfall muss das Panel vollständig demontiert werden. Das Layout ist sehr bedienerfreundlich und auch für Newbies intuitiv. Nur für wenige Funktionen muss das Manual herhalten. Die Aufteilung ist nahezu achsensymmetrisch, was sehr zur schnellen Orientierung beiträgt.  

Pro Kanal...

...stehen ein Gain-Regler und ein Dreiband-EQ bereit. Die drei Frequenzbänder stellen einen Cut von -25 dB und einen Boost von + 12 dB bereit. Der Low-EQ setzt bereits bei 70 Hz ein, das Mittenband bei 1 kHz und der Hi-Shelf bei 13 kHz, was ungewöhnlich hoch gewählt ist. Die Channels werden durch ein bipolares Filter abgeschlossen, das mit einer dickeren Faderkappe ausgestattet wurde, die dem User mehr Gefühl beim Regeln bietet.

Lord Fader

Unterhalb der Kanäle fußen die 45 mm langen Kanal-Fader. Die Signale werden von hier aus auf eine der beiden Seiten des Crossfaders geleitet, der als leichtgängiger 40 mm langer Mini-Innofader ausgeführt wurde. Die Regelwege mögen kurz scheinen, doch ist die gewählte Länge für Battlemixer nicht unüblich. Auf dem Frontpanel finden sich viele Optionen für die Fader-Sektion. Zum einen stellt der DUO separate, stufenlos regelbare Fadercurves für die drei Fader sowie Reverse-Schalter bereit, zum anderen gibt es einen stufenlos einstellbaren Cut-In für den Crossfader. Der Battle-DJ kommt also voll auf seine Kosten.

Neben den beiden Kopfhörerausgängen (1x 6,35 mm und 1x 3,5 mm) auf der rechten Seite befindet sich ein eine XLR/Klinke-Kombibuchse für Mikrofone sowie den Stereo-Aux-In, der als Cinch-Buchsenpaar auf der rechten Hälfte des Frontpanels Platz gefunden hat. Verwaltet werden die Signale Aux und Mic über den links außen liegenden AUX/MIC-Channel, der frontseitig aktiviert wird (AUX/OFF/MIC). Zur Klangregelung dient ein klassischer Tone-Regler und zur Pegel-Justierung das Level-Poti. Mit der Aktivierung eines der beiden Quellsignale landet dieses direkt auf der Stereosumme.  

Der Aux-Channel ist derart spartanisch ausgestattet, dass ich ihn nur im Notfall verwenden würde, etwa wenn die Software abstürzt oder einer der Plattenspieler versagt. Gleiches gilt für das Mikrofonsignal, was ohne Zweiband-EQ und Talkover-Schaltung auskommen muss und sich letztlich nur für schnelle Durchsagen eignet.

Master und Monitor

Für das Vorhören im „Bedroom-Betrieb“ besitzt DUO eine Split/Cue-Schaltung. Ansonsten kann zwischen Cue- und Mastersignal stufenlos hin- und her geblendet werden. Für den Masterbus steht ausschließlich ein Pegelsteller für die Ausspiellautstärke bereit, genauso wie für den Booth-/Monitorausgang. Mute/Dim oder Mono-Buttons für den Monitor gibt es nicht, ebenso keinen Balance-Regler für den Summenausgang. Mir ist das wiederum zu puristisch. Wenigstens ein Balance-Regler ist bei Phono-Preamps nach Pflicht.

Das Backpanel...

...ist gespickt mit Anschlüssen. Zur Linken eröffnen Netzschalter und Kaltgerätebuchse den Anschlussreigen, dicht gefolgt von den symmetrischen Ausspielwegen in Form von zwei XLR-Buchsen für den Master und einem Klinkenbuchsen-Paar für Booth/Monitor. Weiter rechts schließen sich zwei Cinch-Buchsenpärchen für den unsymmetrischen Summenausgang und den Recording-Out an. Es folgen die Inputs für die Kanäle, die jeweils mit einem Line-only und einem wählbaren Cinch-Eingang (Phono/Line) samt Masseschraube für den Phono-In bestückt sind. Komplettiert wird das Anschlussfeld von den USB-Buchsen, einmal USB-Typ B für die Verbindung zum Rechner und zweimal Typ A, die als USB-Hub Anschluss für USB-Peripherie wie Controller, Festplatten und Flash-Speicher bieten.

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