Test
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21.04.2015

Marantz PMD661 mkII Test

Mobiler Digitalrecorder

Das große Besteck

Mobil aufnehmen mit Marantz' PMD661 mkII Digitalrecorder – wir hatten ihn bei bonedo im Test. Das Aufnahmegerät ist weiterhin transportabel, doch deutlich größer als der PMD620 mkII. Deutlich größer, mit mehr Features und entsprechend teurer ist er – umso interessanter erscheint, wie er sich im Vergleich mit dem Geschwistermodell aus dem Hause Marantz/Denon und den anderen Probanden aus dem Vergleichstest schlägt.  

Details

Roter Ring bei Record

128 x 64 OLED-Pixel ergeben zusammen das monochrome Display des Marantz-Recorders, welches in einer optisch abgesetzten Einheit auf der Oberseite des Geräts untergebracht ist – zusammen mit drei darunterliegenden Soft-Keys. Als zentrales Bedienelement jedoch dient das ebenso mittig gelegene Navigationskreuz mit zusätzlichem Mitteltaster für „Play“ und „Enter“. Mit zwei zusätzlichen Tastern zur Display-Umschaltung sowie für „Skip-Back“ und „Retake“ wären die Schaltfunktionen ausreichend beschrieben, wäre da nicht noch die letzte Zeile mit Tastern für Stop-, Pause- und Record-Funktionen. Während der Aufnahme meldet ein rot leuchtender Ring um den Record-Button zusätzlich zu den Informationen im Display den Aufnahmezustand.

Quelle: Digital-, Line- oder Mikrofonsignal

Die Aufzeichnung erfolgt auf SD-Karten mit bis zu 24 Bit und maximal 96 kHz als PCM-File (.wav/.bwf). Auch MP3 wird codiert, dies erfolgt mit einer festen Bitrate von 64 bis 320 kbps. Als Quelle können die kopfseitig eingelassenen Kondensatormikrofone bemüht werden. Externe Mikrofon- oder Line-Quellen können über die zwischen den Mikrofonen beheimateten XLR-Buchsen angeschlossen werden, per koaxialem S/PDIF-Digitaleingang oder über den „Consumer“-Eingang (Miniklinken-Stereobuchse) lassen sich ebenfalls Signale in den Marantz-Fieldrecorder leiten. Allerdings können nicht mehrere dieser Quellen vom Marantz PMD661 mkII gleichzeitig aufgezeichnet werden. Die XLR-Buchsen werden mit einem Schiebeschalter konfiguriert: Line-Level, Mikrofon-Eingang und Mikrofon-Eingang mit zugeschalteter 48V-Phantomspeisung können gewählt werden.

Remote

Um die Aufnahmelevel richtig setzen zu können, gibt es zwei Hilfsmittel: die optische Kontrolle durch ein erfreulich fein aufgelöstes Hardware-Meter sowie einen konzentrischen Pegelsteller für den linken und rechten Kanal. Gegen Aufpreis kann man eine Remote sein Eigen nennen, deren Stecker auf der Kopfseite bei den Mikrofonen in eine Buchse wandert. Neben Bedienelementen beinhaltet die kleine RC600PMD auch Status-LEDs, sodass bei Interviews der große, schwarze Marantz-Klotz in der Tasche oder auf der Bank liegen bleiben kann. 

Zum Betrieb: vier AA-Batterien oder Netzteil

Das aufgenommene Signal kann mit dem Cinch-Buchsenpärchen weitergegeben werden, per regelbarem Headphones-Output an einen Kopfhörer geschickt oder mit den beiden eingebauten Lautsprechern Kontrolle gehört werden. Meist jedoch wird man per USB die aufgenommenen Daten an einen Rechner übertragen wollen – die USB-Mini-B-Buchse dient genau diesem Zweck. Das war es fast an „Öffnungen“ am PMD661-mkII-Digitalrecorder, natürlich findet man einen Anschluss für das externe Netzteil, wenn der Marantz ohne die vier notwendigen AA-Batterien (Fach auf der Rückseite) betrieben werden kann oder soll. Und klar: Auch der PMD661-mkII kann auf ein Stativ geschraubt werden. Allerdings muss man bedenken, dass man wie bei fast allen Digitalrecordern zur Verwendung auf einem Mikrofonstativ einen Gewindeadapter benötigt.

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