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Test
8
24.03.2015

Mackie Mix12FX Test

12-Kanal Kompaktmixer mit Effektprozessor

DIN-A4 und ab dafür!

Aus Mackies Kleinmischpult-Serie Mix möchte ich heute den Mix12FX vorstellen, den „großen“ Bruder des kürzlich hier getesteten Mix8. Obwohl, so groß ist der Bruder gar nicht. Denn obschon das 12-Kanal-Pult mit vier kombinierten XLR-Mikrofon/Line-Stereokanälen inklusive Dreiband-EQ sowie vier weiteren Stereo-Line-Ins ausgestattet ist und einen Effektprozessor besitzt, belegt es kaum mehr Stellfläche als ein DIN-A4 Blatt. Ein beherrschbares Aufgebot trifft also auf eine überschaubare Größe, was durchaus ein Kaufkriterium darstellen kann, wenn kaum Platz zur Verfügung steht oder man den Transport eines größeren Trümmers scheut. Was man für schlanke 159 Euro erwarten darf, verrate ich im Folgenden.  

Details

Mackie-typisch erreicht der Mix12FX seine Testumgebung in einem stabilen Pappkarton. Aus dem befördere ich das Pult, eine Bedienungsanleitung und ein Netzteil, wobei letzteres an die rückseitige PS2-Buchse angeschlossen wird, ans Tageslicht. Die komplette Technik ist in einem stabilen Metallgehäuse untergebracht, an dessen linker und rechter Außenseite leicht versenkte Kunststoffteile die Transportgriffe bilden. Die allgemeine Verarbeitungsqualität ist solide.

Im vorderen, äußerst flachen Bereich des Mixers warten sehr übersichtlich angeordnete Bedienelemente auf ihren Einsatz, während auf dem erhöhten hinteren Teil die Ein- und Ausgänge logieren. Sämtliche Beschriftungen (weißer Siebdruck) sind gut abzulesen. Mein erster Eindruck: Kompakter geht es kaum, wenn man an alle Kabel und Regler stressfrei herankommen möchte. Da haben die Ingenieure respektable Arbeit geleistet. Das trifft auch auf die ausführliche, deutschsprachige Gebrauchsanweisung zu, die viele Hinweise zu diversen Anwendungsbeispielen gibt.

Linke Mischpulthälfte

Die linke Pulthälfte bevölkern vier baugleiche Channel-Strips mit je einem XLR-Mikrofonweg und einem Line-Eigang (6,3 mm Klinkenbuchse), die über einen Gain-Regler im Bereich von -20 bis +30 dB justiert werden können. Jeder der farbcodierten Kanalzüge besitzt eine Dreiwege-Klangreglung mit mittenrastenden, blauen Reglern und festen Frequenzen bei 80 Hz (Low), 2,5 kHz (Mid) und 12 kHz (Hi). Der Cut/Boost liegt bei ± 15 dB. Ein grauer Drucktaster schaltet das Lowcut-Filter zu, das bei 75 Hz einsetzt. Es folgen ein orange-farbig markierter Effektregler sowie ein grauer Panorama-Regler, die auch in den Kanälen 5 bis 12 vorzufinden sind. Daneben signalisiert eine rote Peak-LED eine mögliche Übersteuerung. Der Mix12FX verzichtet, abgesehen vom Master-Volume, auf Flachbahnregler und gleicht die Kanallautstärken mittels Drehregler an. Das spart Raum.

Rechte Mischpulthälfte

Mein Blick wandert zur rechten Außenflanke und trifft dort auf einen Master-, Controlroom- und Kopfhörerausgang, einen FX-Send, die Tape I/Os sowie vier weitere Kanäle mit je zwei übereinanderliegenden 6,3-Millimeter-Klinkenbuchsen. Sie werden mit Monosignalen beschaltet. Ein Pad-Taster setzt die Eingangsempfindlichkeit auf -10 dB oder + 4 dB Gain, EQ und Filter sind in den Kanälen 5 bis 12 nicht anzutreffen.   Zentral residiert die Effektabteilung mit ihrem weiße Master-Regler und dem analog zum Effektpoti im Kanalzug orange markierten Stufenschalter zur Programmauswahl. Das Repertoire umfasst beim Mackie12FX, wer hätte das gedacht, 12 Klangveredler, auf die ich im Praxisteil zu sprechen komme. Bevor der Ausflug in die Main-Sektion erfolgt, möchte ich auf die obligatorischen Tape-Taster hinweisen, standesgemäß mit der Option, das ein- oder zurückgespielte Signal aus den Cinch-Buchsen auf den Master oder auf den Controlroom-Out respektive den Kopfhörerweg zu routen.

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