Test
5
22.08.2017

Louder Partybag 6 Test

Akkubetriebener Lautsprecher im Rucksack

Let’s make some noise!

Wer in früheren Zeiten im Garten, Park oder auf der Straße ein bisschen Lärm machen wollte, musste sich mit tragbaren Radios begnügen, die im Laufe ihrer Entwicklung mit eingebauten Kassetten- und/oder CD-Abspielern erweitert wurden. Diese „Ghettoblaster“ oder auch „Boomboxes“ gab und gibt es in den verschiedensten Ausführungen und Größen, auch hinsichtlich der eingebauten Lautsprecher. Die Stromversorgung erfolgte, wenn nicht gerade eine Steckdose in der Nähe ist, über einen Satz Batterien. Die Betriebsdauer hielt sich meistens in Grenzen. Was den Bassdruck und die Lautstärke anbelangt, wurde über die Jahre immer mehr rausgekitzelt, der Name JVC sorgt in diesem Zusammenhang zum Beispiel noch immer für ehrfürchtige Blicke.

Die Firma Louder S.RL aus Italien geht mit der Partybag neue Wege und präsentieren eine tragbare Lautsprecherbox mit eingebautem Verstärker und Lithium-Akku. Abspielkomponenten irgendeiner Art sind nicht eingebaut, die Musik kommt über Bluetooth, Cinch-Kabel oder USB. Auch vom Look erinnert nichts mehr an die klassischen Ghettoblaster, die Partybag sieht aus wie ein Rucksack. Sie ist in drei verschiedenen Farben und in zwei Modellen erhältlich. In diesem Artikel testen wir die große Variante, namentlich „Partybag 6“, die für 590 Euro im Handel erhältlich ist.

Besonders für DJs und Musiker ist dieses Gadget ein sehr reizvolles Gerät, gerade weil es nicht wie der übliche Musikabspieler aussieht, sondern vielmehr an eine PA- oder Monitorbox erinnert. Format, Gewicht und Anschlüsse regen hier schon beim ersten Kontakt die Fantasie an und es wird schnell klar, dass dieser Hybrid irgendwie etwas Neues ist. Aber der Reihe nach.

Details

Ist der große Karton geöffnet, erwartet uns ein Ding, das aussieht wie ein gewöhnlicher, mit Schaumstoff gefütterter Rucksack oder Backpack, wie man heute ja auch sagt., verpackt in einer mit Logo bedruckten Regenschutzhülle, 48 x 31 x 25 cm groß und 6,2 kg schwer – kein Leichtgewicht also.

Nach dem Entfernen der Schutzhülle lässt sich erkennen: Der Lautsprecher ist von einer wasserabweisenden, robusten Nylonhülle umschlossen und oben mit einem Griff und einem Fach für Tablet und Co. versehen, dazu auf der Rückseite mit den typischen Schultergurten ausgestattet. An den Seiten links und rechts befinden sich jeweils eine Tasche mit Reißverschluss. In der linken ist das Netzteil verstaut, rechts ein Y-Audiokabel (Miniklinke-Stereo auf Stereo-Cinch) sowie die verschiedenen Anschlüsse und Bedienelemente. Auf der Unterseite befindet sich neben den Gummifüßen an den Seiten noch ein Loch für ein Boxenstativ in der Mitte.

Ein- und Ausgänge

Wer analog in die Partybag hinein will, kann dies über den Cinch-Eingang erledigen. Links daneben befinden sich zwei große Klinkenbuchsen, die obere kann als Eingang für ein Mikrofon oder auch als Anschluss für ein Instrument wie eine Gitarre genutzt werden. In dem Vorgängermodel wurde hier noch eine XLR-Combo-Buchse eingebaut. Schade, dass nun darauf verzichtet wurde.

Mit einem Schalter lässt sich zwischen Line- und Mikrofonsignal auswählen. Die untere Klinkenbuchse ist ein Ausgang. Hier kann eine weitere Partybag-Box angeschlossen oder das Signal in andere Gerätschaften geschickt werden. Drahtlos geht es via Bluetooth rein, digital über den USB-Eingang, mit dem alternativ auch Geräte aufgeladen werden können. In der Mitte sind drei Knöpfe platziert, mit denen im USB-Betrieb rudimentär durch die Musik navigiert wird (Vorwärts, Rückwärts, Play und Pause). Ein Anschluss für das Netzteil ist selbstverständlich auch da, direkt daneben der Power-Schalter. Zwei LEDs zeigen den Status des Akkus an. Was darf natürlich nicht fehlen? Genau, der Regler für die Lautstärke – ein griffiges Poti mit einer weiteren LED darüber, die mit „LIMITER“ beschriftet ist.

Party-Anlage

Damit es ordentlich Boom macht, ist die Kiste mit einem 8-Zoll-Tieftöner der Marke „FaitalPRO“ ausgestattet, die ebenfalls aus Italien stammt. Dieser wird durch einen 1-Zoll-Hochtontreiber ergänzt. Der Frequenzgang der Partybox reicht laut Papier von 70-20000 Hz. Das klingt jetzt erst mal nicht besonders tief im unteren Bereich, macht aber immer noch genug Druck bei zunehmender Lautstärke. Als Verstärker kommt hier ein DSP-gesteuerter, 100 Watt starker Class-D-Amp zum Einsatz. Das unter dem Trekking-Stoff verborgene Gehäuse ist aus Holz gefertigt und mit zwei Bassreflexöffnungen versehen.

1 / 3
.

Verwandte Artikel

Knosti Disco Antistat Generation II Test

Ihr liebt Schallplatten? Dann könnte „Knosti Disco Antistat Generation II“ etwas für euch sein! Denn mit diesem Plattenwaschgerät könnt ihr nicht nur eure eventuell verschmutzten Vinyls wieder in neuem Licht erstrahlen und sauber erklingen lassen, sondern auch dafür sorgen, dass sie antistatisch sind und Staub nicht so schnell wieder anziehen.

Denon DJ VL12 Prime Test

Denon DJ heizt dem DJ-Plattenspieler neu ein, um sich optisch und technisch von den etablierten Turntables abzuheben. Neuer Boost für die Kanzel und die Skills?

Magma Vektor Laptop Stand Test

Ein Laptop-Ständer von der Firma Magma, der nicht nur für Computer gedacht ist, sondern auch Halt für diverse Controller bieten kann und sich den Anforderungen des Club-Alltags stellt – wie standfest bleibt er in unserem Test?

Horizn Studios DJ-Trolley Pro Model ST

Horizn Studios aus Berlin stellen in Zusammenarbeit mit Star-DJ Seth Troxler einen Kabinen-Trolley vor, der für den DJ-Einsatz optimiert wurde. Wir sind damit losgeflogen!

K&M 19742 Tablet PC Stativhalter

Der Tablet PC Stativhalter 19742 von König & Meyer will eine elegante und professionelle Lösung liefern, um flache Mobilrechner sicher und optisch elegant auf die Bühne zu verfrachten.

User Kommentare