Gitarre Hersteller_Korg
Test
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06.06.2011

DETAILS

Klein ist es wirklich. Mit seinen Maßen von 88 x 56 x 30 mm und einem Gewicht von 80 Gramm ist das Korg Pandora Mini mehr als handlich und passt tatsächlich in jede Hosentasche, je nach Geschmack in Schwarz oder Weiß.

Auf der Oberseite finden sich acht Drucktaster und ein Drehrad. Mit den vier Tastern unterhalb des Bildschirms lassen sich die vier am häufigsten gebrauchten Sounds abspeichern und aufrufen. Befindet man sich im Edit-Modus, um etwas tiefer in die Sounds einzugreifen, dienen sie zur Anwahl von Effekttypen oder Parametern. Oberhalb des hintergrundbeleuchteten Bildschirms gibt es einen Tap/Tuner-Taster, mit dem entweder das Stimmgerät aktiviert wird oder aber z.B. ein Delay zu einem Tempo getappt werden kann. Die Rhythm-Taste führt zu den mitgelieferten Rhythmen, die Utilitys-Taste öffnet eben diese und mit dem Play/Edit-Knopf gelangt man an die entsprechenden Parameter, um an den Sounds zu arbeiten.

Das Datenrad dient im Play-Mode der Programmauswahl, in den übrigen Modi zum Editieren von Parametern oder dem Ändern von Einstellungen.

An der rechten Seite des Pandora Mini befinden sich zwei Mini-Stereoklinkenbuchsen, wobei die untere einen Kopfhörer, die obere (AUX-Input) Audio-Geräte wie MP3- oder CD-Player aufnimmt.

Die linke Seite wartet mit einem Mini-USB-Anschluss auf, für den leider ein passendes Kabel nicht mitgeliefert wird. Ein Dreiwegschalter dient den Einstellungen On, Standby und USB. Die Rückseite bietet Instrumenten Ein- und Ausgang, jeweils als Mono 6,35 mm Klinke und ein Lautstärke-Drehrad.

Soweit, so übersichtlich. Die Verarbeitung ist gut, das Gerät liegt gut in der Hand, verrutscht aber auch nicht auf dem Tisch, was angesichts des geringen Gewichts nicht selbstverständlich ist.

Beachtlich ist jedoch die Menge an verschiedenen sogenannten “REMS“-Effekten.

REMS steht für „Resonant Structure and Electronic Circuit Modeling System“ und ist ein neuartiges Modelingverfahren, das für absolut realistische und erstklassige Klänge sorgen soll. Ob das so ist, werden wir später in den Klangbeispielen herausfinden.

Unterteilt sind die Sounds in:

 

Dynamik & Pickup Modeling:

Hier finden sich 27 verschiedene Arten von Standards wie Compressor, Limiter, Octave, Lowcut, Overdrive, Fuzz etc.

 

Amp Modeling:

23 Amps warten hier auf ihren Einsatz und bieten fast alle gängigen Verstärkertypen von Boutique Clean Amps über Fender, Vox, Marshall, High Gain Amps etc. Und ein Synth, der mir direkt ins Auge springt.

 

Cabinet Modelling:

Insgesamt 23 verschiedene Boxentypen werden hier nachgebildet. Die Auswahl ist groß und geht vom 1x8“ Tweed über 2x12“ Vox bis hin zu 1x15“ Jazz Amps. Natürlich gibt es auch 4x12“ Amptypen und 8x10“ Bassamps sowie ziemlich alles, was dazwischenliegt.

 

Modulation & Filter Modelling:

Diese Abteilung ist mit 46 Effekttypen üppig ausgestattet.

Jeweils verschiedenen Chorus, Flanger, Phaser, Univibes, Tremolos, Pans, Rotary, Pitch, Harmonizer, Filter, Talk-Box- und Random-Effekte finden sich hier.

 

Delay Modelling.

25 verschiedene Delays gehören zu dieser Kategorie. Unterschiedliche Slap, Ping-Pong, Echo Multi und natürlich normale Delays warten auf ihren Einsatz.

 

Reverb Modelling:

Darf natürlich auch nicht fehlen und bietet Dryair, Wetair, Room (1,2), plate 81,2), Hall (1,2) und Spring (1,2) Reverbs.

 

Im Pandora Mini sind 115 Song-Preset-Programs integriert, die ein recht breites Spektrum verschiedenster Stilistiken abdecken. Somit kann man zum Originalsong quasi mit dem Originalsound mitspielen, wobei die Bandbreite von Prince über U2 bis hin zu unterschiedlichsten Rockbands wie Guns N’ Roses, Led Zeppelin etc geht.

Mit der Jam-Session-Funktion und den mitgelieferten 100 Rhythmus- und Metronom-Patterns lässt leichter üben und mitspielen. Es besteht aber auch die Möglichkeit, seinen Audioplayer anzuschließen und mitzujammen. Mit der AUX-Pitch-Funktion kann man die Tonhöhe um ±1 Oktave variieren und so der Stimmung der Gitarre anpassen. Selbstverständlich ist ein Tuner mit Mute-Funktion integriert.

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