Test
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12.03.2018

JBL EON ONE PRO Test

Säulen-PA

Array-System mit Akku-Option

Die JBL EON ONE PRO ist eine kleine, kompakte Säulen-PA, die schneller zusammengesteckt ist, als man es bei einem PA-Aufbau erwartet. Preislich im Mittelfeld angesiedelt, soll sie ein Allrounder sein von Konzert bis Konferenz, von Party bis Präsentation. Akkubetrieb und Audiostreaming via Bluetooth verheißen eine einfache Nutzung für alle, denen das kleine integrierte Mischpult ausreicht. Wie anwenderfreundlich und klanglich ansprechend ist die PA tatsächlich? Welches sind die Vor- und welches die Nachteile, für welche Künstler und für wie viel Publikum ist sie geeignet? Lohnt sich der Erwerb im Vergleich zum Vorgänger?

Details

Direkt beim Auspacken fällt auf, wie klasse durchdacht die Anlage gepackt ist. Die komplette PA wurde ins Subwoofer-Case gepackt. Sie besteht aus fünf Teilen, die kinderleicht zusammenzustecken sind: ein 8-Zoll-Subwoofer mit Mixer, zwei Distanzstücke, sechs 2-Zoll-Topteile in einem Chassis und ein ausreichend langes Netzkabel. PA-Aufbau in nur einer Minute!

Das komplette System kann mit einem Akku betrieben werden, so dass man sogar das Netzkabel vergessen kann. Die Anlage bietet einen Maximalpegel von SPL 118 dB (Peak) bei einem Abstrahlwinkel von horizontal 100 Grad und vertikal 50 Grad. Die vom Hersteller angegebene maximale Akkuleistung von sechs Stunden lässt sich sicherlich toppen. Reichen wird sie für einen Einzelauftritt allemal.

Unterschiede zum Vorgänger JBL EON ONE

Die Unterschiede zum Basismodell sind erheblich. Im Unterschied zur JBL EON wiegt die komplette PA 17 statt 18,5 kg und hat statt eines 10-Zoll-Woofers einen Achtzöller verbaut. Sie bietet vier statt zwei Kombi-Inputs XLR/Klinke, allerdings keinen Stereo-Miniklinkeneingang. Und last but not least: Die PA kommt einige Stunden ohne Stromanschluss aus, dazu später mehr. Eine deutschsprachige Bedienungsanleitung lag zumindest dem Testmodell nicht bei. Die englische ist kurz, bebildert und präzise. Eine deutschsprachige bietet der JBL-Vertrieb Audiopro zum Download.

Anschlüsse

Eingänge

  • 4 Kombi-Inputs XLR/Klinke
  • 1x Stereo-Cinch
  • Audiostreaming via Bluetooth
  • Stromversorgung eines externen Geräts via USB

Ausgänge

  • regelbarer Monitorausgang
  • XLR-Pass Thru

Aufbauvarianten

Die Höhe des Topteils ist variabel. Lässt man die Distanzstücke weg, hat die PA eine Gesamthöhe von 1,10 Meter. Gut geeignet zum Beispiel für Kindertheater, wenn die Kinder am Boden sitzen. Mit einem Distanzstück erhält man eine mittlere Höhe, mit beiden die Maximalhöhe von 2,04 Meter, bestens geeignet für stehendes Publikum. Das Topteil ist angenehm schmal, was es auch für Messestände geeignet erscheinen lässt.

Die Mixer-Sektion

Die Mischpulteinheit ist meines Erachtens staubanfällig, da sich lediglich der Griff darüber befindet. Die vier Kombi-Eingangsbuchsen für XLR- bzw. Klinkenkabel wirken solide ausgeführt. Sie haben jeweils sechs übersichtlich angeordnete Drehregler/Schalter: je einen Regler für Höhen und Tiefen sowie einen für die Zumischung eines Halls, einen On/Off-Schalter sowie einen Mic/Line-Umschalter und schließlich einen Kanal-Lautstärkeregler. Zusätzlich hat man einen einfachen Stereo-Cinch-Eingang ohne EQ und Reverb. Und man kann einen Zuspieler per Bluetooth an die PA anschließen. Wer vergessen hat, sein Zuspielgerät zu laden, kann dies gleich über einen USB-Anschluss am Mischpult erledigen. Phantomspeisung ist nur für die ersten zwei Kanäle zuschaltbar. Eine vierköpfige A-Capella-Combo mit hochwertigen Kondensatormikros stünde hier vor einem Problem, aber für zwei Musiker mit Begleitinstrument reicht die Ausstattung allemal, ebenso der nicht veränderbare Halleffekt.

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