Software
Test
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06.02.2018

Initial Audio Sektor Test

Wavetable Software Synthesizer

Heat Up 2 meets Wavetable-Synthese

Nachdem sich „Ignite VST“ in „Initial Audio“ umbenannt hat, liefert die Düsseldorfer Soundschmiede nach dem Bassmodul 808-Studio und der Sampler-Workstation Heat Up 2 nun einen umfangreicheren Klangerzeuger. Der Wavetable-Synth hört auf den Namen „Sektor“ und kommt mit einem intuitiven Interface, das sich leicht an die eigenen Bedürfnisse anpassen lässt.

Die Wavetable-Oszillatoren werden mit einem Sample-Oszillator kombiniert, was komplexe Sounds ermöglichen soll. Die bisherigen Klangerzeuger des Herstellers haben es voll und ganz auf Trap und Co. abgesehen. Ob es bei Sektor auch so ist, und was der Synth noch so auf Lager hat, werden wir diesem Review herausfinden.

Details

Klangerzeugung

Sektor ist ein polyphoner Software-Synthesizer mit vier Oszillatoren: zwei Wavetable OSCs, ein Sub- und ein Sampleoszillator. Letzterer ist bereits mit einem Großteil an Samples der Heat Up 2 Library ausgestattet und ermöglicht darüber hinaus den Import eigener Samples. Dadurch lassen sich die Wavetables individuell mit eigenen Sounds kombinieren. Pro Wavetable-Oszillator sind acht Voices möglich. Für jede dieser Voices können wiederum Wellenform, Phase, Tonhöhe, Stereo-Spread, Level und Detune in einer zusätzlichen Sektion namens „OSC+“ einzeln verändert werden. OSC-B verfügt zudem über einen FM-From-A-Poti, um ihn durch A zu modulieren. Die Tables können zudem invertiert werden und sie lassen sich morphen – dazu mehr im Praxisteil.

Übersichtlicher Browser

Sektor kommt in der Standard-Edition mit über 500 Presets, 200 Wavetables, 100 Multisample-Instrumenten und mehr als 250 Einzelsamples. In der Signature-Edition kommen 200 Presets hinzu. Weitere Presets lassen sich mittels Expansion Packs bei Initial Audio hinzukaufen. Die Presets befinden sich in einem übersichtlichen Kategorie-Browser, der eine schnelle Soundsuche ermöglicht. Um eigene Klänge zu designen, können Wavetables und Samples direkt in den entsprechenden Oszillatoren geladen werden. Die selbst erstellten Klänge lassen sich in eigenen Expansions organisieren und mit weiteren Sektor-Usern austauschen.

Umfangreicher Sequencer

Sektors Sequencer ermöglicht die umfangreiche Programmierung polyphoner Sequenzen. Die Steps lassen sich in Halbtonschritten einzeichnen, die Anschlagstärke ist leider nicht programmierbar. Das Ganze lässt sich „as Played“ und über die typischen Up/Down-Muster triggern. Die Geschwindigkeit der Sequenzen sowie die Anzahl der Steps sind beliebig justierbar. Dadurch lädt er zum Experimentieren ein. Die Sequenzen lassen sich als Preset abspeichern, von denen der Synth auch bereits einige auf Lager hat.

 

Effekte und Filtersektion

Sektor kommt mit zwei Effekt-Racks einschließlich Effekten wie Reverb, Delay, Distortion, Chorus, Phaser, Trance Gate, Kompressor, Stereo Shaper und einem 4-Band-Equalizer. Die Reihenfolge der Effekte kann durch Ziehen und Ablegen neu angeordnet werden. Zwei Filter stehen dem Synth zur Verfügung, die sich wahlweise LP, HP, BP und NT sowie in 12 oder 24 dB schalten lassen. Hinzu kommt eine ADSR-Hüllkurve sowie Drive, Cutoff und Resonanz pro Filter. Das Besondere: Sowohl in den Effekt-Racks als auch in den Oszillatoren sind die Filter als Input auswählbar. Somit lassen sich die Klänge und Effekte sehr gut zum Sound-Layering verwenden und unerwünschte Frequenzen herausfiltern.

 

Umfangreiche Modulationssektion

Die Modulationsmatrix bietet Funktionen mit Zugriff auf Velocity, Aftertouch und vieles mehr. Hinzu kommen zwei ADSR-Hüllkurven, drei Modulation Envelopes, vier LFOs, vier Expression-Modulatoren und eine Matrix, in der all diese Quellen jeden beliebigen Parameter steuern können.

 

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